der ihn nach einiger Zeit dem Unterricht des LonisBoirard, eines Schülers des bekannten la Fage,übergab. Unter diesem studierte er mit großemFleiße; auch begleitete er ihn nach Holland undFlandern . Die ersten Versuche, die er mit Farbenwagte, erschienen i/zjä in einer Gemälde-Aus-stellung in Covent - Garden. Sie fanden Beyfallund ermunterten ihn, ein Bildniß Carls XII. vonSchweden nach einer Skizze rc. zu verfertigen. Hier-auf malte er eine Heil. Cecilia und die Porträte seinerFrau, und seines Wohlthäters Mr. JohnAstley ").Dieser besaß auch die größte Anzahl seiner Arbeiten.Außerdem lieferte er die Bildnisse mancher berüch-tigter Personen, der Mary Squires, Elizabeth Canning , Kitty Fisher , und eine Ansicht desTheaters zu Oxford mit vielen Figuren und demGrafen von Wcstmoreland, der zum Canzler derUniversität ernannt wird. Von seinen fröhlichenDarstellungen nennen wir ein Bild, das einenMann enthält, der geistige Getränke dcstillirt,und im Besitz eines gewissen Corde» war. SeinHamet, der Gefährte Mahomel's, ist auch vonihm geetzt worden wordlidge's Porträte mitBleystift und Lusche ausgeführt wurden zwar sehrgeschätzt, noch mehr aber seine radirten Blätter inNembrandl's Manier. Hiervon hat er eine Mengehinterlassen, indem er wenigeJahre vor feinem Todei/p> Platten dergleichen und 180 Abbildungen derschönsten Gemmen geetzt hat, die sich in den Samm-lungen der briktischen Kunstliebhaber befinden Nach-dem er sich viele Jahre lang in Bath aufgehaltenhakte, starb er am uä. Sept. 1766 zu Hammersnr-th,oder nach Andern 1789 **). Seine Gemahlin warebenfalls eine talentvolle Künstlerin, und hat mit derNadel herrliche Sachen hervorgebracht. F-orillo V.H72 — 7 j. Diese Nachrichten sind aus Walpole ge-zogen. Aus einer andern der oben S- d«> 5 a. NotchP)angeführten Quellen dann liest man bey Rost I X.i- 4 > —,2. „Erst nachdem er lauge Zeit Bildnisse,akademische Figuren und historische Stücke, sowohlin Kreide und Bleystift, als mit chinesischer Tuschegezeichnet hatte, fieng er an mitFarben umzugehen.Das erste Stück, das er in Oel malte, war seineigenes Bildniß, wozu er nur viere, ley Ocker nahm.Man kann vonworlidge eben das sagen, was vonRembrandt , seinem einzigen Muster: Daß er derWirkung seiner Farbe so gewiß war, daß er seineTinten anlegte, ohne sie zu verschmelzen. Diese Artzu arbeiten war nicht nach dcmE'nne der damaligenLiebhaber, und brachte ihm den Ruf eines rohenKünstlers. Mit alle dem malte er einige seiner Bil-der in einem lieblichen Töne, besonders weibliche;dieß beweist das Bildniß seiner Frau, das er kurzeZeit vor seinem Tode verfertigte. Mit der nämlichenFeinheit hat er eine H.Cäcilia für die Ausstellungim Saale zu Spring-Garten gemalt; ein Gemälde,welches der Aufseher, entweder aus Unwissenheitoder andern Gründen , unter dem Vorwande, daßKopien keinen Platz fanden, nicht annehmen wollte.Ein Kenner sagte bey dieser Gelegenheit: Wen» eseine Kopie wäre, so sey er neugierig das Original zusehen. Herr Price, ei» Freund des Malers, machtesich oft den Spaß, die sogenannten Kenner zu prü-fen. Nachdem er sie über den Namen des Meistersund die Originalität des Bildes entscheiden ließ,zeigte er ihnen den auf die Rückseite geklebte» Kupfer-stich von worlldge und sagte: Sehet, das ist einGemälde des englischen Rembrandr"! worlidgehat viele Proben seiner Geschicklichkeit hinterlassen.Cr ra>trtc 1^0 Blätter, (verschiedene Gegenständeim Geschmacke von Rembrandt ); außerdem hinter-ließ er tko Zeichnungen" (heißt es hier) „nachgeschnittenen Steinen die sich in den Kabinettenenglischer Sammler befinden, worlidge war von
starkem Körper und gesundem Urtheils. Sonstwar sein Geist eben nicht in dem Grade gebildet,als seine Beschäftigung zu erfordern schien. Esfehlten ihm jene feinen Sitten, jene Höflichkeit,die der Künstler sonst so gerne gelten macht, undwelche oft das Genie ersetzt. Wenn indes seinroberes Betragen ibm weniger Freunde unter ge-wöhnlichen Liebhabern erwarb, so ward er durchden Beyfall der wahren Kunstkenner entschädigt."An der Kirchenmauer zu Hammersniith siehet mannoch sein Denkmal. „Man kann" (sagt das Lex.)„keine bessere Köpfe malen, als Er." Von seinengeekten Köpfen in Rembrandts Geschmacke fuhrtRost I. 0. an ein Dutzend an. Wir nennen hierbloß sein eigenes Bildnis;, an einem Tische sitzend,mit der Reisfeder in der Hand, und das kleine(seltene) Ol.Cromwels, mit Stutzbart und bloßemKopfe; das schon bemerkte, eben so seltene vonHamet; eine Statüe von Cicero nach einem Mar-mor zu Oxford , und die Installation des dortigenUniversität-Kanzlers, Grafen von Westmoreland(schön und selten). Anderwerts findet man nochvon ihm angezeigt: Copie des bekannten HundertGulden-Blatts von Rembrandt ; dann, nachihm: Bildniß König Georg II. von Houston (einseltenes Blatt) und eines Mr.Berry (en Osracter«sie vominique?); eine Mary Smith von MacArdell; endlich einen Engel von G. Walker.
worin (N. van den), soll, nach der Demoi-selleCH. Chalon, ein Bauernhaus gestochen habe»,in dem sich unterschiedliche Personen vergnügen.
wormer (Peter G ), erhielt von der Kunst-akademie zu Kopenhagen eine Preißmcdaille imZeichnen nach dem Modelle 180g. Lunst-Historiei Danliiark afweinrvich.
worms (Anton von). Papillon nennt diesenHolzschneider: 7)ritoniu8 sie VVnrmnola /Ackere»!,wohl weil er auf einem seiner Blätter — picto, em.dergestalt irrig las. Die gründlichste Nachrichtvon ihm, nebst seinem Monogramm, giebt wohlBarrfch VII. (88 — 91. Er weiß freylich Geschicht-liches nichts von ihm, als was aus einem Paarseiner Blätter erhellet, daß er sich nämlich 1629zu Cölln aufgehalten, und nennt dann 17. dersel-ben: Adam und Eva; Delila undSamson, Davidund Goliath, Anbetung der Weisen, Ruh inEgypttn, Lasset die Kinder ,1. s. f. 7 gute Copieenaus einer Passion von Dürer , St. Johann denEvangelist und St Jakob, St. Bartholomäus,Christus am Kreutz (unten die Opferung Isaaköund St.Johanns Predigt in der Wüste); und end-lich zwey spielende Soldaten. Sein größtes Blatthält 6" 2'" in die Höhe, und 9 " >» bisBreite. Noch führt ein Vcrzeichniß meines sei.Va-ters das Bildniß des Arztes Georg Sturf, und6 Apostel-Köpfe von ihm an, deren hingegenBarrfch so wenig als dessen, was das Lex. besagt,nicht erwähnt.
— — (Jost von), ein Baumeister, der inig 55 (in Zeit von fünf Jahren) im Münster zuStraßbnrg ein neues steinernes Chor aufrichtete.Strasburg. Lstiünsterb. 8.129.
*— — (Wilhelm von), ein Plattner oderHarnischmacher. Vergl. oben Siebenbürger .Wir suppliren hier, daß Wilhelm i 5 Z 5 starb,und daß vorzüglich der älteste seiner Söhne sehrgeschickt war. Carl V. ernannte den letztem zuseinem Plattner. Doppelinayr.
") So nennt ihn walpoik S 451. Im Monthly Magazine, a. a. O. S. 217., heißt er Ashley."!') S. Walpole, S. 45 >. Monthlz? Magaz. a. a. O. S. 2-8.