Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6064
JPEG-Download
 

6064

Wrigth,

Wrn,

so sehr seine Bescheidenheit als seine Kunst. S-auch den gleich ff. Art.

Wrigth (I.). Wohl kein Anderer, als derVorstehnde Zosuah oder Joseph w. heißt ander-Werts kurz ein Maler zu London , von dem manauf der dortigen akademischen Ausstellung 1791einige Bilder mit Schiffen sah; mit der beyge-fügten Bemerkung:Vielleicht ist es derselbeI. (w.), nach welchem Freemann das Bildnißdes bekannten Panorama-Malers Sir Robert Ker Porter , schön in Med. 8 °. punktirte; dies Blatterschien 1809 zu London ."

(Michael) der altere. »Unter denSchotten" (heißt es bey Fiorillo V. 446 48.)hat sich in geschichtlichen Darstellungen und Bild-nissen" (feit G.Jameson)keiner so sehr hervor-gethan, als dieser, der bereits als ein sechzehn-jähriger Jüngling nach London kam, und hieraufnach Rom ging, wo er seiner Fortschritte wegenim Jahr 1648 unter die Mitglieder der Akademiedes Heiligen Lukas aufgenommen wurde *). Nachseiner Rückkehr trat er in London als Bildniß-maler auf, und malte im Jahr 167s für Sir Robert Vyner den Prinzen Rupert in Lebensgröße,bewaffnet, mit einer gewaltigen Perücke und in der«»graziösen Kleidung des französischen Hofes **).Die Arbeit, die ihm den größten Ruhm brachte,waren die Bildnisse der Richter in Guildhall.Diese Männer wollten sich anfänglich von Sir Peter Lely malen lassen; da dieser aber zu stolz war,als daß er selbst zu ihnen gegangen wäre, so er-suchten sie wrighr um ihre Bildnisse, und bezahl-ten jedes Stuck mit 60 Pf. St. Jedoch haltWalpole für seine beßten Arbeiten die Bildnisseeines schottischen Lords und eines irischen Toryoder Royalisten, zwey ganze Figuren in ihrerNationaltracht, von denen viele Copien epistiren.Zu Windsor bewundert man von ihm ein großesBildniß des Schauspielers John Lacy in dreyverschiednen Rollen, mit der Jahrszahl 1672.Außerdem malte er den Herzog von Cambridge,einen Sohn Jacob's II. und ein Deckenstück imSchlafzimmer des Königs zu Whitehall . In 1686begleitete wrighr als Haushofmeister den britti-schen Gesandten, Roger Palmer, Grafen vonCastlemaine, wieder nach Rom . Es ist bekannt,daß diese Bothschaft von Jnnocenz X. gleichgültigaufgenommen wurde und ohne Folgen blieb;demungeachtet lieferte Wrighr eine pomphafteBeschreibung derselben, die italiänisch und hier-auf englisch erschien. Nach seiner Rückkehr mußtees ihn sehr schmerzen, daß Sir Gottfried Kneller den ersten Rang unter den Porträtmalern einge-nommen hatte; er bewarb sich daher ums Jahr1700 um die Stelle eines Hofmalers des Königsin Schottland , wurde aber, weil es ihm wahr-scheinlich an Verbindungen fehlte, einem Ladenhöckernachgesetzt! wrighr starb im gleichen Jahr 1700und hinterließ ein schönes Cabinet von Gemmen,Münzen und andern Seltenheiten, die mit derSammlung des Sir Hans Sloane vereinigt wur-den. Sein Sohn, Michael wrighr, blieb inRom und lebte daselbst als Sprachlehrer; seinNeffe aber, der die Malcrey gelernt hatte undvon dem Glücke außerordentlich begünstigt wurde,ging nach Irland , wo er mit Pooley und Smithwetteiferte." Gestochen nach ihm kennt einer unsrer

Freunde die schon oben erwähnten Bildnisse derRichter in Guildhall, und dasjenige des Math.Hale; letzteres von G. Vertue 1 / 35 .

wrigrh (Michael) der jüngere. S. denSchluß des gleich vorstehnden Art.

(Richard), ein Englischer Landschafts-maler aus der letzten Hälfte des XVIll. Jahrh,der zu denen gezählt wird, welche die Wirkun-gen des Mondlichts auf Wasserflächen vorzüglichmit täuschender Wahrheit darzustellen wußten.Fiorillo V. 742. Nach ihm hätte, Brandeszufolge, TH.Watson zwey junge Töchter, welcheeine Katze beym Kerzenlicht bekleiden, in Schwarz-kunst geschabt.

(Thomas). Zu London sollte um1749 unter dem Titel Louthiana ein Werk inQuarto erscheinen!, worein man, neben Andern»,die Seltenheiten, Ruinen alter Schlösser, u. s.f.Jrrlands, in 80 Blättern, nach Zeichnungen desUnsrigen nach der Natur gefertigt, bringen wollte.zJeue verf. nützlicher Samml. B. I. S. 793.

oder wriglet ( ). Ein englischer

Baumeister, den der König zum Baronet erhub,erhielt i. I. 1806 daö Patent für den Mechanismeiner neuen Vorrichtung, um in den Marmor- undSteinbrüchen von Portland Säulen, Kamine, u. s f.auf der Stelle auszubrechen; so, daß die in ge-meinem Stein nicht höher als Holz zu stehenkommen.

s. den gleich vorhergehen-den Art.

( ). Ein Engländer, der um 1800

zu Dresden studierte; damals fand man von ihmauf der dortigen Ausstellung zwey historirte Land-schaften in Del. Man warf diesen Gemälden eingespaltenes Interesse vor, indem weder die Land-schaft noch die Historie einander untergeordnetwären.

Wrn (Claux de), Kammerdiener und Bild-hauer Herzog Philipp des Kühnen von Burgund .Mit demselben, und seinem Oheim Llaux Sturer,schloßen die Rechnungsbeamten des gedachten Für-sten zu Anfang des XV. Jahrh, einen Contract,vermöge dessen man denselben für ihre Arbeit andem Grabmale desHerzogs 8612 Livr. bezahlte. Andiesem Grabmale (welches in der liistoire äskour^o^ns 1 ". III. p. 204. abgebildet ist und viel-leicht jetzt noch in der Carthause zu Dijon steht)findet man, außer dem Bilde des Herzogs, dermit gefallenen Handen liegt, und zum Kopfe zweykleine Engel, und zu den Füßen einen Löwen hat,rings umher in erhabener Arbeit eine Art Por-tikus von deutscher Architektur, unter welchem14 Carkheuser in Prozession stehen, viele in trauern-der Stellung, den Kopf mit der Mönchskutteverhüllt. Der Anführer der Prozession hat den Ves-permantel um, und ein Gebetbuch in der Hand-Auch das Grabmal des nachfolgenden HerzogSJohann und seiner Gemahlin, in der nämlichenCarthause, dürfte ebenfalls von des Unsrigen Handseyn ***). Auch ist er sicher derselbe, welcheranderwcrts (lV1emoire8 pour 8srvir ä l'kistoire

6) Orlandi nennt ihn Lkkichele Rita, pillore loglege »olgio llel csislogo llegli ^csclemic, (!i ktoins nell'->->»-> 1648. Nach Walpole (p. Zlo.) ward er im 1688 (also erst nach einer unten folgenden zweytenReise nach Rom ) aufgenommen, was wahrscheinlich ein Druckfehler ist?

->"") Dies Bild hat folgende Unterschrift: ^0. »672. S.

, x- 309- Andre Bilder von ihm führen die Unterschrift: ^0,. oder

«»iy S- die Abbildung desselben l. e. p. 5-6.