Band 
Zweyter Theil [5].
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6070
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Dlabacz. Des Künstlers Bildniß kennt man jwey-mal; das einemal mit i 583 datirt, in Octavo ;das andremal mit der Inschrift: „Benedikrwurzelbauer, verschied 1620. seines Alters72 I." (Bon diesem hat man auch Drucke ohnedie Alters-Angabe, inFol.). Hin. S-auch dennachfolgenden Art.

* Wurzelbauer (Johann) des obigen Sohn,welcher im Lex. am Schluße des Art. seines Vaterserscheint. In der Dominikanerkirche zu Nürnberg ist das Monument von Metall, das in erhabenerArbeit in Lebensgröße den schwedischen GeneralHastver, der 1654 erschossen worden, vorstellt,seine vortreffliche Arbeit. Die schöne metalleneGaule nebst dem Delphin und dem Kinde aufder Fontaine im Rathhanse zu Nürnberg , wurdevon ihm 1618 gegossen. Lipowsky. Dieses letz-tere Werk, zierlich gezeichnet, und meisterhaftausgeführt, nennt der Nürnberg. Alman .von 1819. S. 58 . als das gemeinschaftliche Werkvon Johann und Benedikr. Auch Dlabacz heißt den Unsrigen „einen vortrefflichen Künstler."

— — (Johann Philipp von). So nenntvorgedachter Almanach S. 181. einen berühm-ten Mathematiker und Astronom, der alle Zeich-nungen der von ihm herausgegebenen Schriftenselbst gefertigt habe, und wahrscheinlich ein spä-terer Sproße der beyden vorgenannten Künstlerseines Geschlechtes war.

würzer (Johann Wilhelm), ein Bildhauerzu Bamberg , lernte bey seinem Vater, und dieLehrstunden des dortigen Genie-Majors Westenentwickelten sein Talent vollends zur Reife. Erarbeitete in Holz, Stein und Alabaster. Lipowsky.(stZeusel H1. (1809.) fetzt ihn noch unter dieLebenden.

* Wussim, auchwusimi, vielleicht besserWusyn (Caspar), Bürger zu Prag , soll auch1661 eine Karte nebst zugefügtem Meilenmesserdes Königreichs Böhmen gestochen haben; unddann (dieses zu Wien ) Kaiser Rudolph I. knieendvor dem H. Sacrament 4°. Dlabacz nennt nochvon ihm (1695.) den Einzug des Präger-Erzbi-schofs, Grafen I. I. von Brenner, auf zweyBlattern, und eine Mater dolorosa, beydes ohneandern Namen, als den (einigen.

— — (Daniel), welcher im Lex. unterdem Art. des obigen Caspar's wussim erscheint,war Bürger in der Neustadt Prag , wo er, nachDlabacz von 1661—94. gearbeitet haben soll.Dort werden von ihm über 20 Bl. theils ohneandern Namen als den seinigen, theils nach F.Heß, und C. Screta angeführt; darunter Bild-nisse, Heiligenbilder, Thesen, Wappen-, haupt-sächlich aber eben auch der Einzug eines Prager -Erzbischofs M. F. Bileck von Bilenberg (1669.),und endlich, für eignen Verlag, eine Karte vonBöhmen , oder vielmehr, nach einer früher vonPaul Aretin gezeichneten, so genau kopirt, daßman sie vor dem Original kaum unterscheiden kann;ferner die Statuen der Präger-Brücke auf 25 Blät-tern rc. Einige von Aegid. Sadeler gestochene Bild-nisse tragen, in spateren Drucken, seine Derlags-adresse. Dlabacz. Ak-r.

* — -- (Johann). Eine mit Vieh und Fi-

guren staffirte, sehr mittelmäßig (vermuthlich nachBerghem) radirte Landschaft in qu. gr. 4°. ist ohneweiteres bezeichnet: Derselbe

ist mit dem Nachfolgenden wohl Eine Person.

*— — oder Wussing (I. Fr.), wel-

cher im Lex. ebenfalls unter dem Art. des obigenCaspar wussim erscheint, ein Kupferstecher, der

zu München ungefähr in den Jahren 1660 bis 1700gearbeitet hat. Unter andern hat er zu einemWerke, das mit Einschluß eines allegorischen De-dikakions-Blattes aus 19 Blattern bestehet, dieersten 16 Stücke in Quer-Quartformat in Kupfergeetzt und mit seinem Namen bezeichnet. Dasi/te Blatt ist von wening und das i8te und igteohne alle Bezeichnung. Auf 18 von diesen Blat-tern sind eben so viele festliche Lusifeuerwerke vor-gestellt, welche unter der Regierung der beyde»Churfürsten von Bayern Ferdinand Maria undMax. Emänuel 1662—67, 1670 — 74, 1680, 82,85 und 1701 gegeben, und von dem Oberfeuer-werks-Meister Christoph Hälle verfertiget wur-den, wie dieses von ihm eigenhändig auf einemExemplar bemerkt ist, das der Königlich-Baye-rische Hof-Kammerath Benno von Kretz aufRä-zenhofen besitzt. Liporvsky. Irgendwo werdenvon ihm auch Blätter mit Thieren angeführt.Dann giebt uns einer unserer Kunstfreunde zudiesem Art. ff. Zusatz: „Sein Bildniß KaiserJoseph I. was er (etwa um 1693.) zu Wien inFol. fertigte, ist ihm noch so leidlich gerathen;in Ganzen war er ein sehr mittelmäßiger Kupfer-stecher ; einige seiner Arbeiten hat er von Mün-chen datirt (wie z. B. mehrere Feuerwerke zu einerSchrift in qu. 4°. von Christo. Hälle, Obcrfeuer-werkmeister des Churfürsten Max. Emanuel vonBayern); er mag sich aber auch zu Regensburg aufgehalten haben, da einige dort 1680 erschie-nene Bücher Kupfer von ihm enthalten. Dlabacz nennt den Unsrigen Kupferstecher zu Prag , woer zugleich mit Daniel wussim lebte. Dort wirdvon ihm das Blatt einer St. Anna, ohne andernNamen als den seinigen, und eben bey Danielwussim verlegt, angeführt.

Wust (Samuel), ein Goldschmied zu Jüter-bock in Chursachsen in i 638 .

wustig (Gottfried), ein von Leipzig gebür-tiger Steinmetz, der bey Nick. Sauter zu Dresden bis 1674 gelernt hatte und sich dann 1677 alsMeister zu Freyberg in Sachsen setzte.

wustlich (Georg Heinrich), ein Maler, derals Churfürstlicher Pensionair zu DreSden 1794,92 I. alt, starb. Dresdner - Anzeiger,Jahrg. 1794. bio. 40. Weitre Nachrichten man-geln uns über diesen Künstler. Vielleicht hatte erehedem an der Meißner-Porzellainfabrik gestanden.

Wüstling (Ernst), ein Maler zu Dresden ,den der dortige Adreßkalender von 1819 be-nennt.

* Wusyn, s. oben und im Lex. wussim.

wurky oderwourky (Michael), irgendwoirrig wurky genannt, Landschaftsmaler in Wien (vormals in Rom ), geb. zu Stein (a. K. zu Crems)in Oestreich 1738. (s. k. 39.). Zu Wien in derK.K- Maler-und Bildhauerakademie legte er denGrund zur Malerey, und zwar mit solchem Er-folg, daß er einmal den ersten Preiß, und drey-male den zweyten erhielt. Nach zurückgelegtenakademischen Jahren gieng er nach Rom , hieltsich dort sechs Jahre auf, studirte die Werke desAlterthums, und wählte sich zu Mustern Poussin und Claude Lorrain. Er kam nach Wien zurück,begab sich aber — man weiß nicht wann —wieder nach Rom . So hieß es schon beyMeusel II. (1789.). Ebenderselbe III. (1809.)setzt noch hinzu: „Und lebt jetzt, so viel manweiß, abermals in Wien ." Berruch II. 5 i. (1806.«nennt ihn Professor, und sagt von ihm, daßseine Gemälde von starkem Lichteffckt sehr geschätztwerden. Neben Andern« kennt man von ihm höchst