Band 
Zweyter Theil [5].
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6168
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Zelter

Zeitinger.

Zeiklttger, s. unten Zelttlnger.

Zeirl er, s. oben Zeidker.

Zeitlon (Bartholvmäus) , fertigte 1607 denHochaltar der Kirche zu Süssen bey Ulm. DieserAltar ist merkwürdig, seiner künstlichen Schnitz-arbeiten und Malereien wegen. S. Halb Be-schreibung von Ulm. S. 621.

Zeitreg (Adam Caspar). Von einem solchensagt der Maler Johann Möller (Nachrichtenvon Nördlingischen Künstlern) 1790 in Men-sel' s Mus. X. ZHo. „Derselbe, ein Wollwebervon Profession, der sich in der Kunst selbst gebil-det, verfertigte aus Holz geschnitzte Thiere; beson-ders ist er im Gewild sehr stark; seine Gruppenvon Hirschen und wilden Schweinen sind ganzin Riedingers Geschmack. Er braucht, da er indürftigen Umstanden lebt, nichts mehr zu seinerAusbildung als Unterstützung und Abgang derFrüchte seines Fleißes. Dann würde er baldMeisterstücke liefern."

Zeittinger (Hieronymus), ein guter Kupfer-stecher zu Wien um die Mitte des vorigen Jahr-hunderts , welcher bey I. M. Pitteri gelernthatte. Wir kennen eine schöne Folge von Apostelnin Fol., die er und Joh. Christoph winklernach Piazzetta gestochen haben; vorzüglich zeich-net sich hierunter der Apostel Andreas aus, wel-chen Hieronymus auf eine vortreffliche Weisegefertigt hat. Anderwärts nennt man noch vonihm den Erzherzog Maximilian nach Manzadorund eine Maria mit dem Kinde in Gesellschaftmehrerer Heiligen, nach Piazzetta. M-c.

Zeitz (Moritz), ein Graveur, der Sohn einesGold - und Silberarbeiters zu Dresden 1796 geb.und hier noch 1819 befindlich. Die Elemente derZeichenkunst hatte er unter Lindner auf der Aka-demie erlernt. M-c.

Zelenka (Franz). So heißt bey Dlabaczein Baumeister und Bürger zu Prag , der in 1787auf dem Roßmarkte daselbst ein Gasthaus über-nommen hatte.

ZeIinka (Johann). So hieß ein Baumeisterzu Prag um 1802.

Zeil (Christian Friedrich), Hofjouwelicr zuHannover in 1786. Mn.

-(Christoph). So hieß ein um 169c»

verstorbener Formschneider, welcher Landkartenfertigte, ss/rc.

-(Gottfried), Maler aus Sachsen , kam

um 1788 nach Hamburg , wo er nicht lange nachseiner Ankunft starb. Von ihm sah man, theilsGeschichtliches, theils Bildnisse in Oel und Mi-niatur; auch Zeichnungen in Crayon.

Künstl. Nackr. 8. ho.

-(Johann Georg), Maler, geb. zu Stutt-gart . Von ihm zeugt Meusel III. (180g) der ihnnoch unter die Lebenden zählt: «Derselbe hatkeinen stäken Aufenthalte. In 1788 war er inNürnberg, vorher «seit 178Z) in Augsburg , undnoch früher (wir glauben schon um 1760) in derSchweiz . Er malte Geschichte und Portraits,besonders alte idealische (?) Köpfe. Dann auchMiniatur-Bildnisse mit der linken Hand". (Bild-nisse in Oel haben wir selbst von ihm gesehen;ob mit der linken Hand gemalt, wissen wir nicht,Wohl aber, daß sie schlecht waren !). Wohl heißtes dann andcrwerts: «Er malte Köpfe in Den-

ner's Manier. Gestochen nach ihm hat G. Eich-ler das Bildniß des Rechtsgclehrten Ph. Eb. Eck-her's (1769).

Zell (Johann Michael), Kupferstecher, ge-bürtig von Nürnberg , lebte und arbeitete um 1790zu Frankfurt am Main . «Nach seinen mit Wasser-farb angelegten schönen Gemälden aus der Ger -ningschen großen Schmetterling-Sammlung wer-den im fünften und den folgenden Heften desneuen Pariser Schmetterling-Werks die seltenstenStücke mit vorkommen. Auch findet sich dasBildniß des Fürstl. Hessen -Kasselschen Kreis-Ge-sandten Fried. Samuel Schmidt, Herr v. Rossau ,von seiner Hand gestochen". Hüsgen N. Aus-gabe 444. Von ihm, schlecht gestochen, kenntman das Bildniß des Kardinal Jacob Sadoletes.Mrc.

-?J. P.), Maler, SilhouetteuraufGlas,

und Glanzvergoldec zu Hamburg 1806. S-Ham-burgisches Adreßbuch.

-( ) Von einem solchen Künstler in

Augsburg (wohl von keinem andern, als vonobigem Joh Georgs sagt Junker 1787 in Men-sel'« Mus. I. rsd. «Er malt in der feinenManier Denners, und mit Glück. Da ist beynahejedes Schweißlöchelchen, jedes Haar am Hinter-kopf und Bark besonders bezeichnet; so undank-bar diese Manier ist, so natürlich ist sie auf derandern Seite, gewissermaßen".

zekler (Anton), von Scherzingen im Breis-gau , malte mm 1780 Bildnisse und Gesellschafts-stücke. ^c.

— — — ein sehr geschickter Historien«

und Bildnismaler aus Breisgau, der zu Dres-den von 1801 bis 180Z studierte und dann in dieSchweiz ging. Auf der Dresdner Ausstellung 180Zsah man von ihm einige selbst erfundene Oelge«mälde; nämlich eine H. Familie, welche vonKennern, des allgemeinen Tons des Ganzenwegen sehr gerühmt, und nur das Allzujung-fräultche (?) in der Miene der Mutter mißbilligtwurde. Freymürhige 180Z. N°. 5 i. Die Machtder Liebe; die Zärtlichkeit derselben; bann dieBildnisse des Herzogs von Meklenburg-Schwerin,und deS Prinzen Ernst von Meklenburg - Strelitz.Da nun auch in dem Sraarskalender vonSchwerin auf 1806, sich ein Franz AntonZeller als dortiger Hofmaler verzeichnet findet,so vermuthen wir, daß solches Eine Person mitdem Unsrigen sey. Auch behauptet einer unsrerKunstfreunde, daß dieser Künstler früher dieStelle eines Hofmalers von Hessen-Darmstadtbekleidet habe.

— — (Conrad), ein Baumeister, s. seinenfolgenden Sohn Johann.

— — (E). Ein solcher etzte ein (verzeich-netes) allegorisches Titelkupfer zu dem Buche:I^ilium Lonvkillium 8tepli. krootorii. 'subiuL^1676. 12°.

— — (Ferdinand), Kurfürstl. Kabinetstischlerund Ebeniste wie auch Zeichner und Theater-Archi-tekt zu Mannheim , geb. daselbst 1728, lernte zu «Mainz , und reis te bann um sich auszubilden indie vornehmsten Städte Deutschlands, Frankreichs und Italiens. « Die Churfürst». Pfälzischen Ka -binete, und die Operntheater zu Mannheim undMünchen sind Zeugen seiner Kunst". So hießes schon bey Meusel II. (1789). Ebenders. III-(1809), ohne neuern Zusatz zählt ihn noch unterdie Lebende».