Band 
Zweyter Theil [5].
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Zelvlti,

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Zelter.

Zelter (Franz Anton), s. den obigen An,ton (s.)

— — (Hans David), geb. zu Ulm 1690,wollte anfänglich studieren, legte sich aber sodannseit i^iZ auf die Malerkunst. Er hat sich vielim Würtembergischen aufgehalten, und arbeitetemeistens für Kirchen. In 1729 fand er seinenTod, als er im Begriffe stand seinen Geschäftenin Sonderbuch und Asch nachzugehen; er erfrorauf dem Wege dahin unfern Wippingen . Meyer,mann Nachrichten r>. Gelehrten undRünst,lern aus Ulm. S. 662.

— — (Jakob), ein Kurfürst!. Kunstdrechslerzu Dresden , wo er auch >620 in seinem Z9 Jahrestarb. Er liegt in der Frauenkirche begraben, woseine Grabschrift von ihm rühmt, daß sich vielekünstliche Sachen seiner Hand in der Kunstkam,mer befänden. M r ch a e l. Frauenkirch. ^ppen-iüx. p. 12.

— — (Johann), ein Baumeister, der, nebstseinem Vater «konrad, unter dem Herzog Ulrichvon Würtemberg, die Festung Hohentwiel meistneu erbaute. Sie lebten um den Anfang desXVI. Jahrhunderts. M. L. Aeuffer'sGrammrafel dieses Geschlechts. Ludwigs,bürg. 173h. 4 °.

— — ( Johann Ehregolt), ein Graveur zuDresden 1819, den der dortige Adreßkalendernennt.

— — oder Zöller (Johann Georg), einGraveur z» Dresden , welcher von den Gold, undEilberschmieden fleisstg gebraucht wurde. Er st.in gedachter Stadt i8n set. 73. Der Dresd-ner Anzeiger Jahrg. 1812. S. 4 ?- nennt ihnIoh. Georg Ziller.

— — (Melchior), Bildhauer und Bürgerder Neustadt Prag . In 1690 überbaute und ver-besserte er das Marien-Altar in der Franziskaner,Kirche im Wadel oder Hagel. Dlabacz.

— — (Sebastian), s. oben Zeiller.

— — (Se.), ein schlechter Kupferstecher;arbeitete in der Mitte des XVIll. Jahrh, zuPreßburg . Von ihm kennt man eine Ansicht derStadt von zwey Seiten her, auf einem breitenBlatte; dann mehrere jämmerliche Blätter zueiner Ausgabe von Kempis Nachfolge Christi. 8°.Preßb. 1772. und endlich die Bildnisse der Grafenvon Palfy und Erödi zu einem Pohlnischcn (?)Werke. Akc.

— — ( ) ein Maler zu Salzburg , sonder

Zweifel in der ersten Hälfte des vorige» Jahrh.Einige Bildnisse und Costumes von seiner Handsieht man in der Sammlung des Grafen von Firsmiau , auf dem Lustschlosse Leopoldskron bey Salz,bürg. Hübner's Beschreib, v. Salzburg ,l. 432.

— — ( ). So heißt bey Lipowsky ein

Maler aus Fürth bey Cham im Regenkreise, vonwelchem im großen Kongregationssaale zu Amberg Arbeit zu sehen sey. Seine Lebenszeit wird nichtbestimmt ').

— — f. auch unten Zöller.

Ze l lmann (Johann), erscheint 1702 zu Dres-den als Hofmarmor-Jnspektor (?), der zugleichüber die gesammten Chursachsischen Marmor,Ser,pentin, und Cdelgesteinbrüche gesetzt war. Wirhalten ihn für einen Bildhauer.

Zelma, so nennt man zuweilen den Spani,schen oben angeführten Kupferstecher Gelma.

* Zel 0 rr(Joh. Bapstista). Lanzi setzt seinTodesjahr um 1692 an, und spricht von ihm(Lä. ters. III. 180—8i.) also: »Unter allenVeronesern kam derselbe da, wo er es seyn wollte,Paul Calla, i am nächsten; war sein Nebenbuh,ler und dennoch sein Freund, in gleicher Schuleerzogen; bald ein Mitgenosse seiner Arbeiten,bald hingegen arbeitete und unterrichtete der Un,srjge für sich selbst, aber stets nach gleichen Grund,sätzen wie jener, vasari im Leben von Sän,micheli lobt ihn sehr, und hält ihn bekanntlich füreinen Schüler von Litian. In dessen Styl sah'ich von ibm eine H. Familie in der Galerie Car,rara, und von Vecelli scheint er jene Wärme derFärbung entlehnt zu haben, worin er den Paolowirklich übertraf, und eben so auch jene meisterehafte Zeichnung, in welcher nach Einiger, dochnicht nach Aller Meinung, der letztere ihm eben,falls weichen mußte; auch im Grandiosen, undzumal in Fresco , was doch Caliari so gut kannte,und ihn darum zum Mitarbeiter in solcher Art Wer,ken haben wollte. Eben so war er auch fruchtbaran Ideen, sein Pinselstrich schlank (svelto ilxenello 2), seine Composition gelehrt und über,legt; kurz ein zweyter Paolo, wenn er ihm inder Schönheit der Köpfe, an Mannigfaltigkeitund Grazie gleichgekommen wäre. Wirklich wur,den seine Werke bisweilen für Callari's seine ge,nommen , und z. B. die im Rachssaale der Zehn,als solche von V. le Feore gestochen. Somitwar er allerdings einer der ersten Maler seinerZeit, aber minder, als er es verdiente, bekannt,weil er meist in Fresco, und entfernt von großenStädten arbeitete, öfters in bloßen Dörfern,Casmo's und Landhäusern". Als sein vornehm,stes Werk prets'k auch Lanzi das schon im Lex.genannte, in 1070 gefertigte zu Catajo, in derVilla Obizzi, die noch jtzt, eben vornehmlichseiner alFresco's daselbst, so wie wegen des Mu-seums der Alterthümer, die ihr Besitzer dort auf,gestellt hat, von Fremden häufig besucht wird.»Jene waren eine Arbeit weniger Jahre, unddennoch von einem Geschmack, einer Weitschich,tigkeit und Seltenheit des Inhalts, die dem gan,zen Venezianischen Staat Ehre macht, da dieFamilie Ooizzi, deren Geschichte ihr Gegenstandist, sich im Krieg und Friede» so sehr hervorge-than hat. In Bildern in Oel dann kam derU»,srige freylich Paolo nicht gleich; doch immer sonahe, daß z. B. sein Sturz von St. Paul undseine Berufung der Apostel (pssea cleßli Xpostoli)für Werke des letzter» gehalten wurden". F10,rillo II. 140 — 4». der Zelorri's Geburt in ifi 35und seinen Tod in ihgb setzt, beurtheilt den Un,srigen ungefehr auf gleiche Weise, doch mit etwasverschiedener Nüancirung, und einem eigenen,von des Künstlers persönlichem Charakter herge,nommenem Rückblicke, wie folgt: »Hätte er nurdie Geschicklichkeit gehabt, seine Talente in ihrwahres Licht zu stellen, und sich der öffentlichenAufmerksamkeit darzubieten, so würde er unstreitigzu dem glänzendsten Ruhme gelangt seyn; aberseine Schüchternheit verhinderte ihn daran, undso blieb er sein ganzes Lebelang in einer unvcr,

,) Ein häufiges, unangenehmes Gebrechen des Ler. von Lipowsky.

») Was in aller Welt heißt das? Vielleicht am Ende nichts anders als: Zart.

C iS