Topographie von Rom ohnstreitig den wichtig-sten Theil ausmacht, aber auch weit am Schwie-rigsten aus den zerstreuten Bruchstücken diesesWerkes zu sammeln und in ein Ganzes zu ordnenseyn dürfte. Leichter noch möchte vielleicht einemgelehrten und kunsterfahrnen Manne die Ergänzungoder doch irgend eine Fortsetzung feiner össso-rilisvi äl Rom » fallen! Für jenes oder diesesaber müßte vor allen Dingen die Erlaubniß zurMittheilung dieser Schätze von der milden Däni-scher Regierung nachgesucht werden, unter derenSchutz dieselben gleich nach Zoega's Tod sindgestellt worden.
Sein Landsmann, H. Niels Schon», jetztProfessor der Archäologie in Kopenhagen bemerktüber ihn aus dem Gedächtniß jener Zeiten in derDänischen Schrift, welche er seinem Andenkengewidmet hat, folgendes: „Er war klein vonWuchs, und von feinem Körperbau. Er sprachwenig und am allerwenigsten von sich selbst undseinen Angelegenheiten; sein Aeusseres war imGanzen unansehnlich, in seinem Gesicht war Ernst,gemischt mit Gutmüthigkelt; seine feurigen undeindringenden Bücke verkündigten eine ungemeineGeisteskraft. In gemischter Gesellschaft war ermit seinen Aeußerungen zurückhaltend und schienlieber hören als mitreden zu wollen; aber dieß warKlugheit, die allzeit ein Hauptzug in seinem Charak-ter war und blieb; unter Freunden war er munterund offen. Sein ganzes Wesen war gerade, seineGemüthsstimmung gleich, sein Charakter fest, seinGang rasch, seine Körperbewegungen leicht. Waser für die schönen Künste fühlte, fühlte er auchfür die Natur; in Göttingens ganzer Umgebungwar nicht Ein schöner Platz, den er nicht kannteund manchmal besuchte, und es war ihm eininnerlich Vergnügen, wenn die Freunde, mitwelchen er diese Stellen betrat, an seinemVergnügen theilnehmen konnten. Seine Kenntnissewaren damals schon sehr ausgebreitet und seineIdeen weit umfassend und klar. Er hatte einungeheures Gedächtniß und eine besondere Leich-tigkeit, Sprachen schreiben und sprechen zu lernen;(seine hinterlassenen Briefe, bald Italiänisch , baldFranzösisch, Deutsch und Dänisch, sind Beweisedavon; sie sind flüchtig geschrieben und doch wirdman selten einen Sprachfehler treffen). Englisch verstand er bis zur Vollkommenheit und sprach es.In seinen Ideen war Klarheit. Er sprach ungernein Urtheil aus; urtheilte er aber, so war estreffend. Er hatte ein richtiges Gefühl von demPassenden in jeder Sache. In seiner Lebensartwar die strengste Ordnung und Haushaltung." —
Zoege von Mannreuffel ( ), die
Tochter eines angesehenen Edelmanns in der Ge-gend von Reval . Sie erhielt eine vortrefflicheErziehung und wurde auch von dem Maler Weide,der damals sich dort aufhielt, zur Kunst angeführt.Bald hatte sie es dahin gebracht, daß sie alleFamilienfeste ihres Hauses lebendig und auf einesehr geistreiche Art in flüchtigen Zeichnungen ab-zubilden verstand. Gerhard von Bugelgenübernahm 1798 die fernere Leitung ihres seltenenTalents; sie ehlichte denselben um 1801 und lebtemit ihm zu Petersburg und seit 180b (so wie noch1818.) zu Dresden . So sehr jedoch ihre Aus-bildung unter Gerhard gewonnnen hatte, der siemehr auf das Ideale verwies, und so sehr dieseliefländische Angelika die Verwunderung derKunstkenner erregte, sowohl durch ihre Skizzen,als durch ihre Bildnisse in Oel und ihre Zeich-nungen in Sepia, so entsagte sie allmahlig derKunst, um sich ganz dem Hauswesen und ihrenKindern zu widmen, und suchte nun ihre Erho,l»ng einzig in der Tonkunst, in der sie sich durchihren zarten empftndnngsreichenDortrag eben einensolchen Ruf, als in der bildenden Kunst erworben
hat. Und, wer nennt wohl ihre Leiden, alssie die in i8so erfolgte Ermordung ihres Gattenerfuhr?
Zoeger (Johann Gottfried), Königl. Säch-sischer Amtszimmermeister zu Bitterfeld 1807.^rc.
Zoeller (Johann Christian), wird in demSra-rs- und Adreßkakender von Baden-Duriach auf 1765, als Werkmeister im Ober-amte Durlach zu Durlach genannt; und dannein gleichnamiger als Werkmeister im OberamteHochberg zu Emmendingen . M-c.
— — (Johann Wolfgang), wurde 1761Herzoglicher Hofgraveur zu Gotha , und befand sichnoch in gedachter Bestallung 1801. Hofkai.
— — s. auch oben Zeller, und gleich nach-
folgend Zoellner.
Zoellner (Jacob Wilhelm). Ein solcher warr 8 o 5 des Herzogs von Mecklenburg-Strelitz Hof-gärtner zu Prillwitz. ^c.
— — (Ludwig), ein Kaufmannsdiener zuMeißen, von dem man auf der Dresdner -Ausstellung -817, eine Thier-zeichnung in Kreide(Kopie) sah. M-c.
— — (Niclaus) und Htclaus Gcohmann,zwey Baumeister , die i 5 j 8 , auf Befehl des gefan-genen Sächsischen Churfürsten Johann Friedrich,das Kloster zu Jena besichtigen mußten, um sol-ches zu einem (nützlichern- UniversicStsgebäudeeinzurichten (Bieri ^rckitect. §enens>s p.627.),so wie Zoellner in gleichem Jahre anfing, denThurm der Kirche dieses Gebäudes sechseckigtaufzuführen. Wiedeburg's Besche. vonJena . Das. 1780. 8°. S- 218. 227. Grohmanr»erscheint späterhin i 558 , wo er über die mehrereBefestigung der Wartburg bey Eisenach einenRiß und Gutachten ausfertigen mußte. Damalswar er Bau- und Zeugmeister des obgedachienabgesetzten Churfürsten zu Gotha . Thon,Schloß Wartburg. Gotha 1792. 8°. S. si.In ibbü erbaute er die steinerne kleine oder Nieder-Drücke über die Saale zu Saalfeld , auf Anord-nung seines Herrn. S. eine handschriftl.Chronickdieser Stadt. Auch des Rudolphi GothaDipiomatica ll. S. 8. gedenkt Grohmann's,und führt ihn unter dem Baumeistern auf, dieden Festungsbau des ehemaligen Gri'mmenstein'Sbey Gotha leiteten. Noch bemerken wir ausSpangenberg's Handbuch der abgeschie-denen Gelehrten rc. Jena i8rg. 8°. S. >g8.daß ferner dem abgedachten Lsticolaus Zöllnerder Burgkeller und die Brückenmühle zu Jena ihrDaseyn verdanken. Derselbe st. ibgo in dieserStadt.
— — ( ), ein Maler zu Erfurt , war
schon 1780 als Bildnißmaler so berühmt, daßihn der Markgraf Friedrich nach Bayreuth berief.Dann malte er auch Conversationsstücke, Thiere,und vorzüglich gute Landschaften in verschiedenenManieren, die manchmal der von Artoist gleichen.In 1792 war er noch als — Fourier zu Erfurt bedienstet, und beschäftigte sich damals mit länd-lichen Gesellschaftsstücken in niederländischem Ge-schmacke. Gtieghan neuer Taschenkal. fürErfurr auf 179b. 12°. S. iho. Er st. daselbstgegen End des XVIII. Jahrh. Noch findet mandort viele von seinen Arbeiten. M-c.
— — ( ), ein Medailleur um t8oo,
wie es scheint zu Regensburg . Man nennt vonihm eine Medaille auf den Lüneviüer Frieden iL«i,