Band 
Zweyter Theil [5].
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6113
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Z u n n e r.

sunner (Adolph), ein geschickter Schreib,Meister zu Nürnberg , in dem ersten Viertheildes vorigen. Jahrhunderts. Bey dem dorti,gen Kunsthändler Christoph Weigel erschienenDorschriftenbücher nach ihm in Kupfer gestochen.

Zunnigas (Marchese von). Einen solchenzahlt Lrorillo IV. 55 . zu den Spanischen Großen,welche unter der Regierung Carl V. Palläste undLustschlösser aufführen, und solche mit Malereyenverzieren ließen.

Zunz - «Queverdo ( ), eine 1810 zu

Paris lebende Künstlerin. Von ihr soll bisher dasbeßte Bildniß der Französischen Kaiserin herrühren.Eine kleine Nachbildung desselben, mit einigenAbänderungen findet sich an der Spitze der neuenZeitschrift: Paris , Wien und London .

Zuppacher( ). Soll den ReichshofrathRuprecht von Stotzingen und dessen Frau, Mag,dalena, auf zwey kleinen Blättern gestochen haben.

*Auppellf, Zupelli, auch LapeIlini(Johann Baptista), blühete gegen End desXVI. Jahrh. Von ihm besitzen die Ercmitanerseiner Vaterstadt Cremona , eine Landschaft miteiner H. Familie staffirl. Sein, obwohl trockenerGeschmack hat etwas Originelles, das die Augenüberrascht, und ihnen durch die natürliche Grazie,womit seine Figuren gezeichnet und gebchrdet sind,so wie durch die Pastositat und Mürbigkeit desKolorits Vergnügen macht. Wenn Sojaro dieKunst nicht von Correggio gelernt hätte, so wurdeman, eben seines und seiner Schule bewunderns-würdigen Jmpasto's wegen, keinen andern alsden Unsrigcn für seinen Lehrer halten. Laus-(Lcl. rerr.) I V. 128.

*Zurbaran (Franz), el ssarabagr'o espan-nol (der spanische Earavaggio) genannt, nachFiorillo, geb. i 5 g 8 zu Estremadura , bewies bereitsin seiner zartesten Jugend eine so brennende Liebezur Kunst, daß ihn seine Eltern nach Sevllla in dieSchule des Juan de Roelas schickten. Hier machteer in kurzer Zeit reißende Fortschritte, und legte sichauf die Nachahmung des Caravaggio, von demwahrscheinlich einige Malereien in Sevilla existir-ten. Und da er sah, daß die ganze Kunst die-ses Meistere nur in einer treuen Darstellung dergemeinen Wahrheit ohne Wahl der Formen undwealische Zuthat, wenn wir die pikante Beleuch-tung ausnehmen, bestand, so trat auch er alsein eutschiednkr Naturaliste auf, und malte nichts,ohne die Natur zu Rathe zu ziehen. In 1625vollendete er «in großes Bild für die Kathedralezu Sevilla , das den H. Petrus u. s. f. darstellt,und ihm von dem Marquis de Malagon auf-getragen war, und um eben diese Zeit einenH. Thomas von Aquino für die Kirche diesesHeiligen ebendaselbst. Man bewundert an diesemWerke die äußerst treue Nachahmung der Natur,den großen Umfang der Cvmposition und den starkenEffekt der Lichter und Schatten. Eben so viel Lobverdienen drei andre Malereien, die er für die Kar-thause von Santa Maria de laS Cuevas verfertigte,und eine Kreuzigung Christi im Bethause des H.Paurlus. In ,655 führte er das Bild über dem Haupt-altar der Karthause zu -kerez aus, und hatte auch be-reits den Titel eines Königl. Malers erhalten; daheres nicht unwahrscheinlich ist, daß er sich kurz vordieser Zeit zu Madrid aufenchielt. Hier sieht manvon ihm, im neuen Pallast, eine H. Margaretha,die D. Bartholomö Vüzquez in Kupfer gestochen,und vier Bilder mit den Thaten des Herkules, zuDuenretiro, ohne der zahlreichen Staffcleigemäldezu gedenken, die sich in den Sammlungen von Pri-

Znstris. «ilZ

vatpersonen befinden. Er hinterließ einige Schüler,von denen an ihrer Stelle die Rede ist. Fiorillo IV.211 12.

Zürcher ( ), wirb in: M'tre«-

Vadloau ä'^M8terssm. Läit.II. 12°. 1809. P.sbg.als ein damals zu Amsterdam lebender Kupferstechergenannt.

Zurr'ch ( ), ein Künstler aus Dreäden,

soll, wie Walpole S.468. versichert, zu Anfangdes XVIU. Jahrh, die Emaille- und Mmiakur-Malerey mit Beyfall ausgeübt haben. Er hatte«ine Zeitlang in der Akademie zu Berlin studiert,ging 1716 nach London und starb daselbst fünfzigJahre alt 1755. Seine Arbeiten scheinen durch dieMeisterstücke von Zinck in Vergessenheit gebracht zuseyn. Frocillo V. 555 .

Zurnenno (Anton). So heißt bey Fio-rillo IV. 273. ein nicht unberühmter Maler zuToledo in der zweyten Hälfte des XV 11 I. Jahr-hunderts.

Zurner, s. oben Zuerner.

Zurreck (Fr.), ein Theatermaler zu Wien ,bey dem Theater in der Josephsstadt ,791. wie-nerisch es Commerziaischema auf 1791.

Zusch ( ), ein Maler zu Casscl, von dessen,

Talente man sich Manches versprach, da er um 1808ein Gemälde gefertigt hakte, was eine Hebe dar-stellte, und für einen Anfänger, wie er, recht bravbehandelt war. Allein er ließ diese Hoffnung uner-füllt und lieferte später kein Mehreres, was einebesondern Anführung verdiente. Nachdem Kobold,der Lehrer an der untersten Klasse der Kunstakademiezu r-assel war (als in welcher er den Unterrichtin den Anfangsgründen der Zeichenkunst besorgenmußte), um 1809 einem Rufe nach Rußland folgte,so bewarb Zusch stch um dessen Stelle, erhielt sie,und stand ihr noch 181, vor. Der Sraars-kalender des (ehmaligen) Lönigreichs west-phalen führt ihn zwar unrer dem vornehmern Titelals Professor bey der Kunstakademie auf; er beklei-det aber, wie wir bereits besagten, nur die Stelleals Unterlehrer daselbst. Oben haben wir diesenKünstler, aus Verleitung unrichtiger Quellen,bereits unter dem falschen Namen Husch ru-bricirt.

*Austris, s. im Lep. und oben Güster, undgleich nachstehnd Zustrus.

*Zustrus oder Zustris (Lambert) ist keinAndrer, als entweder der Friedrich Güster, mitdem Zunamen de Lamberro, oder auch ein Bru«der desselben, der im Lex. unter dem Art. deserster», und in gegenwärtigen Zusätzen in einemeigenen Art. bloß mit dem Anfangsbuchstaben sei-nes Laufnamens, als L. Güster erscheint. Dortwird von ihm ein Proserpinenraub in der GalerieOrleans , aber dabey irrig Hemiquez, anstattI. 8. Delignon, als Stecher angeführt DiesBild hat 2^ in die Höhe, 3 ^ in die Breite, undV hohe Figuren. Bey Dubois de Sl. Gelaisheißt der Maler eben Zustrus. Auch das Mu-seum Napoleon besaß von ihm (ob von Altersher, oder als Kunstcaub?) eine liegende Venus,die es dem Amor erlaubt (oder es au ihm rügt),daß er ihre Tauben mit einem seiner Pfeile neckt,/.auckcut Annal. IV- 55 . Diezec will vondem Unsern (nach r>idolfi! wissen, daß er vonseinem ersten Lehrer, Ehrist. Schwarz, in dieSchule Tizians gekommen sey, der ihn mit vor-züglicher Achtung behandelt, und steh von ihmdie landschaftliche» Gründe in seine Bilder malenließ; daß er eben so auch Tintorrkt bey seiner