Abondio
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gefertigte Bildniß , besaß H. Paul von Stetten zu Augsburg. Das erwähnte Vesperbild hatL. G. Aniling gestochen. Ltporvsky I. und!!.2lo—ii. Von diesem Alexander dem jün-ger» rühmt Gendrart (Akad. II. Th. B- 3 .Vorrede S. 2H?), der seine Bekanntschaft zuMünchen gemacht: „Daß er von ihm für seineKunstgeschichte Vieles erfahren, da derselbe theilsselbst sehr nachforschend in seiner Jugend ge-wesen, und von denen alten Teutschen allesfleißig erfahren und gesehen, theils von seinemalten Vater, einem curiösen, kunstreichen Mann,vernommen habe." /lorilloD- m. 128 n. b.Eine handschriftliche 1672 oder 167Z gefertigteBeschreibung der BrackenhofferischenRunstkammer zu Straßburg rubrizirt von Ale-xander dem aleen ein Basrelief von gefärbtemWachse: Susanns mit den beyden Buhlern(6'/-" hoch, 5 s-" br.).
sl.^ Abondio (Anton). Von diesem rubrk-zirt gleich vorerwähntes Verzeichniß ein ähnli-ches Basrelief: Venus auf ihrem Bette vonCupido geküßt) 3 s-" hoch, 4^2" br.), und nenntden Künstler irrig Alexander Abondios Sohn;eher könnte er Alexander des alrern Vater ge-wesen sey» (da Anron nach dem Lericon zu An-fang des XV l. Jahrhunderts bluhete); oderdann, mit irriger Namensbenennung (was wirfast für das Wahrscheinlichere halten) Alexan-der der jüngere,
Abraham (Michael), ein Jude zu Dessau »8t0 (aet. e. 5 o.), stach schlechte Pettschafte,und besuchte fleißig Messen und Jahrmärkte. EinSohn von ihm trieb gleichen Beruf.
— — im X. Jahrhundert, Helia und Me-thodus im XI., Aesenius und Georgius imXII., rJicander im XIII. und Basrlius imXIV. Jahrh, waren Mönche, welche Breit-kopss Geschichte der Schreibekunst, S. 3 o,als Schönschreiber aufführt, von denen sich na-mentlich griechische Handschriften auf der Kö -nigl. Bibliothek zu Paris befinden sollen.
sl. II.^ — — oder vielmehr Ab ran, (Ja-kob), Vater des nachfolgenden Abramson«.Anfangs erschien derselbe bloß als Stempel-schneider (Graveur üu tlmbre) zu Stettin , dannzu Berlin . Späterhin hakte derselbe auch An-theil an den Arbeiten seines nachfolgenden Soh-nes Abraham Abramsons.
— — So hieß einer der drey Künstler, wel-che die berühmten metallenen Thüren an derSophienkirche zu Novogorod gefertigt hatten.Man kennt ihre Bildnisse, auf drey kleinen Bil-dern dargestellt. Alle dreye sind baarhaupt, undmit einem Schurz umkleidet. Der Unsrige führteinen Hammer in der rechten, und eine Gieß-kelle in der linken Hand. T ü b. Runstbl. 1821E. 2Z6.
sl.^ Abramo (Monsü), Warans einer derehemalige» Schweitzerschcn (sogenannten enner-bürg,schön) Landvogkcyen jenseits des St.Gotthards gebürtig.
sll.^ Abramson (Abraham),Medailleur zuBerlin , Mitglied der Königl.Akademie der schö-nen und akademischen Wissenschaften daselbst,
dann der Akademie der Wissenschaften zu Florenz u.m. a., geb. zu Potsdam ,754. Das Mecha-nische seiner Kunst lernte er von seinem Vater,dem Münzmedailleur Jakob Abraham , der indieser Verrichtung dem Königl. Preußischen Hofein halbes Jahrhundert gedient hatte. Ehe derUnsrige im I. 1788 —1792 seine Kunstreise an-trat, arbeitete er nur nach vorgelegten Zeichnun-gen und Erfindungen von Gelehrten; später sindseine Arbeiten größtenthei'ls nach seinen eignenIdeen, sowohl in Ansehung der Darstellungals der Inschriften gefertigt, wobey er der an-tiken Einfachheit in der erstem, und in den letz-tem einer lobwürdigen Kürze sich befliß, undalle Ueberladung, den Hauptfehler bald allerseiner Kunstgenossen neuerer Zeit, zu vermeidensuchte('). Dem Staate diente er unter drey Mo-narchen seit 1772 mit unermüdetem Eifer undTreue. Die Ereignisse der letzten Jahre, die ersich als Preußischer Patriot sehr zu Herzen ge-hen ließ, halten seine ohnehin schwache Gesund-heit untergraben. Er starb zu Berlin,8,, . Auchals Schriftsteller hatte er mehrere lehrreiche Auf-sätze über seine Kunst geliefert. Er war seit1792 Mitglied der Akademie der Künste undmechanischen Wissenschaften zu Berlin , derjeni-gen delle Scienze, eben so wie der bildendenKünste zu Florenz , der Copenhagner u. a. m.Sein Bildniß befindet sich, unsers -Wissens, ein-zig an der Spitze des I.XXXVI. B- der Krüni-zischen Encyclopädie ,802. Ein ausführlichesVerzeichniß ron sieben und fünfzig seiner bis1807 gefertigten Denkmünzen findet sich beyMensel lil. Bald alle ausgezeichnete Gelehrteund schöne Geister seiner Zeit erhielte» ein An-denken durch seine Kunst. So Mendelssohn,Sulzer, Ramler, Gpalding, Leonhard Euler ,Wieland, A. S. Marggraf, Formey , F. H.W. Martini, Dan. Bernoulli, Lessing, Kant,Weisse, I. F. Burg, der Schauspieler Fleckund Dr. Gatt; dann Friedrich der Große undmehrere Personen des Königl. Hauses. Nochnennen wir hier besonders die: Auf den Teschrner-Frieden; auf den Tod des in der Oder er-trunkenen Herzogs Leopold von Braunschwelg:Olvcs servaturo lluctikus obruto; auf denEntwurf eines Preußischen Gesetzbuches; aufden Seidenbau; auf den Fürstenbund. Undnun seit ,8u8 sah man jetzt wieder von ihmeine auf Unkosten des geheimen FinanzrathsIsrael Jacobson gefertigte Schaumünze auf dasden Juden im damaligen Königreiche Westpha-len ertheilte Bürgerrecht. Auf dem Averse um-armen sich die beyden Genien des Juden- undChristenthums. Neben dem erstem steht ein Altar,an welchen die beyden Gesetzestafeln gelehntsind ; neben dem zweyten ein andrer mit der dasChristenthum bezeichnenden Chiffer des verschlun-genen Xu.K. Umschrift: IlnitainKeAnoWest-pbaliae; und in Exergue: Vec1et.27.chsn 18:18.Auf dem Reverse (als personifizwke jüdische Re- .ligion, wie solche auf Münzen zu Vespasians Zeiten abgebildet ist) eine betende Figur, derenFesseln zerbrochen vor ihr liegen, mit der Um-schrift : Den et ke^i pslcrno. Die Umschrif-ten nach^ der Angabe von Eschenburg . DieseSchaumünze ist ein Gegenstück derjenigen, welcheH. Jacobsvn drey Jahre früher durch den näm-lichen Künstler zu Ehren des Kaisers Alexanderfertigen ließ, als derselbe die Juden ebenfallsvon dem sie bisdahin drückenden Joche befreyet
(,) Unter denselben zeichnen sich vorzüglich aus: Die große Preis-Medaille Friede-" ll. auf die Gesetz-gebung; die große Medaille auf das Krdnungs.-Jubiläum der Preußischen Monarchie; die großePreis-Medaille auf die Vaccinativn; eine auf den Kaiser von Rußland, Paul I. ; eine auf das Ju-biläum des Geheimen-RathS Ermann; eine auf die Ankunft Alexanders I. zu Berlin . Morgend!-l 8 ° 9 , S. 365.
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