Band 
Zweyter Theil [5].
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Adam.

Adam

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Adam (Albr.), ein trefflicher deutscher Pfrr-demaler neuester Zeit. Seine eigentliche Herkunftist uns noch unbekannt. Von demselben fandman auf der Ausstellung zu München 1817, ne-ben mehrern kleinern Bildern, ein größeres, derAngriff von Kürassiren auf eine Batterie dar-stellend; eine originelle Idee, da man auf derLange des Bildes nichts, als die muchig her-ansprengenden Reuter erblickt. Tüb. Morgen-blarr 1817, S. 87. Auf dem Salon ebenda-selbst 1320 bewunderte man wieder in einer Kü-rassier-Attaque von ihm die vortreffliche Zeich-nung, die poetische Auffassung, den Ernst derIdee und die schöne Vollendung ('). Redendemhatte dieser Künstler auf gleichem Salon dasPublikum mit einer Reihe von Pferdestückenerfreut, worin er seine unendliches?) Wahrheit,treffliche Gruppirung, und ein klares, kräftigesKolorit neuerdings bewährte. Runstbi. 1820,S. 368 . Wahrscheinlich von oder nach demsel-ben fanden sich auch um die nämliche Zeit litho-graphirte Blatter in dem Werke: Griginal-Handzeichnungen lebender Bayersch. Rünst-ler, in dem Zellerschen Kunst - und Commissions-magazine zu München , I. c. 67 und 404, wiez. B.das Fürstl. Wredische Gestüte zu Colmberg ,nach der Natur (quer Fol. Pr. 3 fl.). Hinwie-der lithographirte nach ihm L. Eckemann Aiessonzu München , sehr gut, drey Pferdestücke, 1. 0.2822 S. 4 o.

«(Andreas), Königl. Landbauschreiberund Hofmaurermeister zu Dresden . Er wurdenicht allein viel bey Leitung der großen landes-herrlichen Bauten gebraucht, sondern führte auchselbst dergleichen auf, wie z. B. das Pfundische,am Markte gelegene, Haus daselbst zeigt. Ma-gazin der Sächsischen Geschichte, Dres­ den (178491 in 8 Thle) 1. Theil S. 343.Er starb 1746, 47 , 3 - alt, zu Dresden . Säch-sisches Euriosikaten-Labiner (Dresden 1735bis 1764, 3 i Thle in 8 °), Jahrgang 1746.Von ihm sieht man sehr fleißig ausgeführte Zeich-nungen, welche Vasen, Kamine u. dgl. dar-stellen.

sll-H (Andreas), Stadtwerkmeisterzu Ulm. S. pfandzelr im Suppl.

sl-H (Caspar oder Caspar Baltha-sar(^i), der jüngste der drey Söhne von Ja-cob Gigisbert A./ geb. 1710, lebte und arbei-tete mit seinen Brudern, davon Lamberr Gi-gisberr sein Lehrmeister war, eine geraume Zeitzu Rom . Hierauf ging er, anstatt seines vondem Könige von Preußen berufenen Bruders,Mckaus Sebastian, der diesen Ruf ausschlug,nach Berlin , dann aber von da wegen dem Todseines >'n 1759 zu Paris verstorbenen BrudersLamberr Sigisberr, dorthin, und starb eben-falls daselbst 1761. Im Marmorsaale zu Sans-

souci zeigt man von ihm zwey 1748 gefertigteStatuen, Apoll und Venus Urania, die, zumaldie erstere (nach Oesterreich ), einen herrlichenEffekt thun. Dann im Garten: Einen Faun,Copie nach einem im Capital. Ferner auf derTerrasse: Eine liegende Flora (1749). Ob auchdie hinter dem Piedestal liegenden Hunde desKöniges mit ihren mythologischen Namen Alc-mena, Thisbe u. s. f. ? Ebendaselbst Cleopatra.Wieder lm Garten, um das Bassin der großenFontaine: Das Feuer und die Erde (1766 und1768), Apollo (1762), Diana und Juno (1753),Jupiter mit der Kuh (» 754 ), Mars in Wuth(von Sigisberr Michael beendigt 1764). DieRestauration der, lange unter dem irrigen Na-men der Familie des Lycomebes cursirenden zehnantiken Statuen, gehören nicht ihm, sonderndem unten folgenden Lamberr Sigisberr A-,und eben so wenig, wie Oesterreich faselt,einem Caspar A dem ältern zu, welcher vollendsein Nonens ist. Hingegen war «r es, !der aufKönigl. Befehl die marmorne Bildsäule (s. 6.das Hautrelief) des in der Schlacht bey Prag für s Vaterland gestorbenen Feldmarschalls Gra­ fen von Schwerin zwar anfing, aber unvollen-det hinterließ, als er wegen dem Tode seinesin Paris verstorbenen Bruders nach Frankreich gingt?).

Ad am(C-), ein Künstler, der unstreitig 1819zu Dresden studirte. Auf dortiger Ausstellung1820 sah man von ihm sechs kleine Landschaftenin Steindruck (aus der Dresdner Eteindruckereyvon Guchery); Kopien von eben so vielen radie-ren Blattern des Everdingen. XKo.

(C.), ein Kupferstecher zu Augsburg ,von dem wir mehrere Prospekte, und n. a. einenschlechten Prospekt von Dresden kennen, den ernach einem Blatte, was C. G. Werner 1768 zuThielens Sammlung Meißner-Gegenden fertigte,kopirte. Vielleicht war F. Adam (ein andererAugsburger Kupferstecher, der auch dergleichenschlechte Prospekte lieferte), ihm anv.rwandt.Beyde lebten in der letzten Halste des xvm.Jahrhunderts.

(Friedrich), Kammer-Conducteur undLandmesser zu Berlin , der in den dortigen Adreß-kalendern von 1800 und »801 nicht mehr, aber.in dem von i 8»5 neuerdings erscheint.

(F.), ein Kupferstecher zu Augsburg ;s. oben C. Adam.

(Gottfried Benjamin), ein Stein-schneider zu Dresden , woselbst er, 42 Jahrealt, i 8 , 3 starb. Dresdner Anzeiger, Jahr,gang i 8 i 3 .

(G.). Von diesem nach dem Lebengezeichnet und auf Mahlerart flüchtig, doch gut

(>) Wohl dasselbe Bild, das sich schon i »,8 auf brm Salon zu Dresden befand, und namentlich denAngriff sächsischer Kürassiere auf eine Russische Schanze in der Schlacht bey Moshaisk darstellte.Freylich" (heißt eS von diesem im Tüb. Runstbl- > 8 >g, S 54, so wie oben von dem Bildevon >817)nehmen sich die geraden Linien des Angriffs besser auf dem Paradeplotz als auf derLeinwand aus; aber dennoch mit Recht opferte A. die Wahrheit nicht einer mehr künstlerischen An»vrdnung auf. Auch soll der Künstler, im Gefolge deS jetzigen HerzvgS von Leuchtenberg , selbst derSchlacht beygewohnt haben.

(-) Bey Ersch und Gruber (Allg. Encyclopädie nach Dundent in der La-^clox. naiv.) Kranz itaspargenannt.

lz) Ohne Zweifel ist von diesem Werke die Rede, wenn eS im Tüb. Morgenbs. 1807 S. y»? heißt:Adams Statue Schwerins aus weißem Marmor, ist, gleich mehrern andern Bildsäulen preußischerHeiden zu Berlin , ein vollendetes Muster des schlechten Geschmackes. Die gewundene Stellungder Heroen, die Alongeperücke, das Ordensband über dem römischen Costüm, die alt-französischenSchnörkel wahrhaftig, man sollt«, um diesen Helden einen Beweis von Nativnalachtung zu ge-ben, solche Schandwerke auf immer zertrümmern."

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