Band 
Zweyter Theil [5].
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18
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geätzt, kennen wir ein Blatt in quer Quart/ dieRuinen von Wolfstein in der Oberpfalz darstel-lend. Er ist ein Künstler unserer Tage/ undbesagtes Kupfer gehört zu irgendeiner bey Herz-zu Augsburg erschienenen Folge. ALro.

Adam (Hans), ein Zimmermeister zu Ulm ,der auf Anordnung des dasigen Rathes, nebstdem Rathsmaurermeister Matthäus Gaiser, voni 586 bis i 5 gi den Umbau eines großen Gebäu-des besorgte. XL---.

(Hans). Nachdem die Nikolaikirchezu Greifswalde i 63 c> durch den Einsturz ihresThurmes zu Grunde gerichtet wurde, und mannoch in gleichem Jahre mit dem neuen Aufbaueder Kirche in gothischem Geschmacke begann, sowaren die Baumeister derselben, die man sämmt-lich aus Stralsund herbeygeholt hatte: CarstenGerbest, AmtsmeifferderHauszimmerleute, derden Thurm erbaute, und neben seinem Lohne noch ein Geschenk von fünf Ellen Tuch erhielt;bann der Mäureramtsmeister Christoph Thumsmel, der, obwohl er schon i 65 s den Bau ver-ließ, doch auch mit einem Kleide und einemWammse beschenkt wurde; und endlich HansAdam, der, statt des letzter«, den Bau weiterführte, und ib 53 zu Ende brachte. D. H.Biederstedt, Geschichte dieser Rieche.Greifsw. 1808, 8°, S. 53 , 4 >.

sn.) (Jakob). Er ist richtig derje-nige I. Adam (nicht Adams), von dem dasSupplement die Frage auswirft: Ob von ihmdie Wiener Bilderbibel herrühre? Diese Stichesind recht artig, wenn schon ihr kleines Formatden Künstler beschränkt haben muß. I» 1791fertigte Adam, nach Grassi, ein sehr schönesBildniß der deutschen Kaiserin Maria Ludovica,in 4°. ^Uebrigeus verschmähte ^derselbe auchnicht, für mehrere botanische Bücher des Ja-cquin, für den großen Wiener-Atlas des Schrämblu. a dgl. Werke Arbeit zu liefern, die ein ge-ringerer Künstler vielleicht eben so wohl hattefertigen können. Mensel, 1H. (1808) zählt ihnnoch unter die Lebenden-

sl. II.^ (Jakob), ein engl. Bau-meister; s. Adams im Lepicon und Suppl.

sll.^ (Johann Andreas), chursäch-sischer Kammer-Conducteur; s. Christoph Ried-rich im Supplemente.

(Johann Christian), wird in dem-nigl. Sächsischen Staatskalender auf 1809 alsBaukommissair benannt, nachdem er bereits 1807,zufolge des Dresdner Anzeigers, Jahrg.1807, S. 63 -j, als adjungirter Baukommissairverpflichtet worden war. Vermuthlich ist er EinePerson mit demjenigen Adam (dessen Taufnameuns unbekannt ist), welcher, nach Aussage Rei-ters, 1788 zu Dresden unter dem HofbaumeisterHölzer studirie, und von dem man auf dortigerAusstellung 1797 gute architektonische Zeichnun-gen sah.

sll.^ (Joh. Gottfried), ein Mäurer-meister; s. Marrin pfiyner im Supplemente.

(Joh. Gottfried Benjamin). Ein Stein-schneider zu Dresden , der zuerst in: Dresden , zurRemirnlß seiner Häuser und derselben Be-wohner (179g), und dann noch in dem Dresdn.Adreßkalender auf 1812, nicht mehr aber indem von 1819 erscheint.

sk. III Adam (Lambert Sigisbert), derälteste Sohn von Jakob Gigisberr, auch etwakurz, im Gegensatz seines jüngern Bruders,der Aelrere genannt. Im achtzehnten Jahreseines Alters begab er sich nach Metz, von daaber 1719 nach Paris , wo er vier Jahre späterden ersten Preis erhielt, und nun als Königl.Pensionair nach Rom eilte, wo er zehn Jahreblieb. Unter den von sechszehn Künstlern einge-reichten Zeichnungen zu der Fontaine von Trevigab Clemens der XII. der seinige» den Vorzug;allein die Vortheilhaften Anträge, die ihm Fran-zösischer Seits gemacht wurden, ließen ihn nichtzur Verfertigung dieses Werkes kommen. Erkehrte nach Paris zurück, bildete die Gruppeder Seine und Marne für die Cascade von St.Cloud, und wurde 1737 der Akademie einver-leibt. Sein Aufnahmsstück war Neptun, derdie Wogen besänftigt, zu seinen Füßen ein Tri-ton. Man muß gestehen, daß unser Künst-ler den Marmor zu behandeln verstand, und daßer meisterhaft in nackten Figuren, und elegantin Drapperien war; man muß aber auch hin-zufügen, daß er sich mehr an Bernini , als andie Antike hielt, daß er als Bildhauer mit derMalerei wetteifern wollte, und daß er daher(so gut wie andre verdiente Künstler) den Feh-lern seines Zeitalters erlag. Im Schlosse zuSanssouci (im Vorsaale durch die Colonade) siehtman von ihm einen ausruhenden Mars vongroßem Charakter, aber der Amor neben ihm zu

dünnt; Copie nach einer Antike in der VillaLudovisi (1730). In der kleinen Gallerie:Brustbild von Neptun, und Amphitrite. ImGarten um das Bassin der großen Fontaine:Die Luft und das Wasser; Nebenbilder deSFeuers und der Erde, von seinem Bruder Ca-spar. Dann zu Charlottenburg (in einer

Vorrathskammer von Sculpturen): Die

Köpfe von Sommer und Winter. Dieser Lam-bert Gigisberr war es auch, der in 1729, alser in Rom studirte, die damals von dem Kar-dinal Polignac gefundenen zehn Statuen, welchevon ihm die Familie des Lykomedes getauftwurden, diesem Irrthume gemäß restauiirte,welchen erst im Jahre 180) der Professor Leve-zow in Berlin , in seiner dießfälligen archäologi-schen Untersuchung siegreich gestritten hat('). In1753 gab er: Oollectlon cle suulptures untr-eues Arccgues et romaincs, lrouvees ü Homestsns les inines cku palais «je dleron ct cleKarins, «je 8 r. seulpteur orllin. ckn

koi. l^Llis 1755, in-tol Dieses Werk ent-hält eben die oberwähnten, u- a. ehemals demKardinal von Polignac zuständigen Antiken, undist, nach der Zeichnung des Unsrigeu, von St.Fessard, Defehrt, u. a. gestochen.

(L. B.) So nennt pJicolai, wohldurch irgend einen Verschuß, einen der Bild-hauer dieses Geschlechts, von welchem im Hofedes Kvllegienhauses an der Lindenstraße zu Ber­ lin das marmorne Brustbild des GroßkanzlersCocceji ersichtlich sey.

sl. ^ (Nirolaus Sebastian). Zuerstging er nach Paris und dann nach Rom , woer 1728 auf dem Capitol von der Akademie denPreis erhielt. Nach neun Jahren kehrte er zu-rück nach Paris , wurde Mitglied der Akademie,und lieferte bey seiner Aufnahme: Prometheus ,dessen Leber der Geyer verzehrt. Fälschlich legenEinige dieß Werk seinem Bruder Lamberr Gi--gisberr bey. Der König von Preußen berief

l>) Die Restauration bestand wesentlich in den Köpfen. Einer derselben stellte nunmehr (wie es irgend-wo heißt) den bekannten Laron Stosch vor, waS aber von Desterreich als Fabel erklärt wird.