Ackermann.
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dernden Dilettanten, von einem Todtentanze,und von T. Rowlandsons Tanz durchs Leben,so wie von dessen 24 Scenen aus dem Landprie-sier von Wakefield; von der kleinen Welt von Lon-don (Akicrocosm ok London ) in drey prächtigenQuartbanden, und den ausgewählten Ansichten(zelect Views) dieser Stadt in 75 kolorirtenAnsichten in Einem Octavband. AckermannsPapier - und Farbenhandels, u. f. u. f., nurnicht zu gedenken, wie solches Alles in den an-gezogenen Aufsätzen im Morgenblatte mit derganzen Fülle von Börngers unterrichtender Ge-schwätzigkeit erzählt ist.
Ackermann ( ), ein Goldschmied des
XVII. Jahrhunderts, vielleicht zu Nürnberg .In der Lurkeusen Lunst, und Q)erkschulevon I. B. (Nürnberg 1706, 4°, I- 224) findetman ein von ihm herrührendes Recept abgedruckt,was den Goldschmiedskünsten zugehört.
sl. 11.^ — — s. auch Akermann im Le,xicon, Supplem. und unten.
Aconeius (Jakob), italienisch Contio; einPhilosoph, Rechtsgelehrter, Theolog und In-genieur , der zu Anfang des XVI. Jahrhundertszu Trident geboren wurde und vornehmlich sichder Rechte befliß. Da er der Religion halbersein Vaterland meiden mußte, so wandte er erstsich nach Strasburg , und darauf (etwa zwischen> 55 o und > 56 o) nach London , wo er als Inge-nieur bey der Königin Elisabeth gute Aufnahmefand, und >568 oder bald hernach gestorben ist.Man hat ein Werk von ihm, was in italienischerund deutscher Sprache die Kriegsbaukunst be-handelt, und betitelt ist: ä^rs inuniendorumnppiclorum; später übersetzte er zu London dasselbe auch ins Lateinische. Obgleich er indiesem Buche sich rühmt, er sey der erste, dereine kunstmäßige Anweisung übenden Festungs-bau ertheile, so haben doch Dürer u. a. m.dasselbe schon vor ihm geleistet.
sll.^ Acqua, auch Aq ua (Christoph dell'oder dall'). Derselbe ätzte einige schlechte Blätternach Jacob Ciesa zu: koesie italiane svpruI'uItiniL Auerra, consecrate Lila AI. dt be-derico il Arrrnde ke di krussirr, du 6uil.
Verrar!. Vioenra 17644°; und andre geringeSächelchen zu den Werken des Metastasio, dieitalienisch in 16 Theilen, Vener. >781-83, 8°,erschienen, theils nach eigner Zeichnung, theilsnach der des Giu. Gobbis. Dasjenige, was er>768 nach Joseph Galli-Bibiena stach, zeigt dasSupplement unter dem Artikel des letzter« an.Noch wird ein >77> in gr. Fol. von ihm nachA. Sacchi gestochenes Bildniß des M- AntonPasquakini irgendwo «sehr schön" genannt. DerUnsrige war von Vicenza gebürtig, und scheintdort auch wohnhaft gewesen zu seyn. ^0.
— -- (Joseph dall), vielleicht ein Sohn desVorstehenden. Wir kennen von seiner Handmittelmäßig gestochene Rheingegenden nach Brink-mann; auch soll er Landschaften nach Aberli, in4°, geliefert haben.
si. II.^ Acquilan 0, f. Aquilano im Le-xikon, im Suppl. und unten.
Acquifti (Ludwig), ein um >807 noch leben-der Bildhauer in Rom , verfertigte, in einerschwülstigen Manier, eine Menge Basreliefs fürverschiedene Kirchen in Bologna , und restaurirte
Adalpert.
den vatikanischen Genius als Amor, der abersehr mißlang. Eine Vestale von ihm in Mar,mor war besser, gut drappirt und trefflich ge-arbeitet ; nur Gesicht und Hände sehr kleinlich,und letztre zu klein. Eine Atalanta hingegen,wie sie eben den Bogen abgeschossen, war (hierwohl ein Kapitalgebrechen) zu schwerfällig, dasGesteht (das sich, nach der Absicht des Künstlers,über den Schuß verwundern soll) unbedeutend,und das Gewand geschmacklos. Dann hat ermehreremal die Venus vorgestellt, und dazuimmerhin die medizäische, bloß mit Veränderungdes Oberleibs und der Arme genominen. Sostellte er sie dar, wie sie sich ein Diadem in dieHaare schlingt, und in seinem neuesten Werk«(> 8 n 5 ) wie sie den wüthenden Mars zurückzu-halten bemühet ist, ein Grupp in Lebensgröße,mit äußerstem Fleiß in Marmor ausgeführt, abermit wenig Eigenthümlichkeit und Originalität;denn auch die Figur des Mars, den Torso aus-genommen, scheint zu offenbar aus dem Borg,befischen Fechter entlehnt zu seyn. Der Kopfder Venus hinwieder ist kleinlich und hart, vonwiderlich süßem Ausdrucke. Das Ganze soll denFrieden darstellen, und könnte eher das Gegen-theil heißen. Die beßte Arbeit dieses Künstlerssind ohne Widerspruch seine Basreliefs, welcheer für die prachtvolle Treppe des Pallastes Bra-schi verfertigt hat, den Pius VI. mit dem außer-ordentlichsten Aufwande für seinen Nipoten er-bauen ließ; in jeder Rücksicht besser als Cano-vas ähnliche Arbeiten; sie stellen Gegenständeaus dem Homer und der Römischen Geschichtevor. Hier hat er seinen ersten schwülstigen Stylabgelegt. Der Gegenstand ist immer vollständig,doch einfach und ohne Ueberladung ausgedrückt.Jene Gruppe, Mars und Venus, ist für denreichen Mayländer Sommariva bestellt (H. A.modellirt nicht in Thon, sondern in einer Zu-sammensetzung von Gyps und Sand, ungefährso wie solche die Stuccaturarbeiter gebrauchen,und empfahl dieß auch Andern, was wohl derschnellen Fertigung, nicht aber der Feinheit einesModelles zuträglich seyn kann, und demselbenallzuviele Steifheit giebt.
fii/j Aceins (CäsarAnton). Derselbe istEine Person mit dem im Supplemente rubricir-ten Accius .
Acurzlo, s. oben Accurzio.
Acxrelmeier, s. unten Axtelmeier.
Adalberr, Abt von Tegernsee im Xir.Jahrh, (heißt es bey FioriUo D. l. >88) ziertesein Psalmbuch mit besonderer Aufmerksamkeit.
Adalpert und Aripo, zwey Künstler desX. Jahrhunderts, frischten um das I. 978 dieMiniaturen der sogenannten goldenen Handschriftder Evangelisten im Kloster St. Cmeran zu Re-gensburg wieder auf. Das Bild, welches Carlden Kahlen darstellt, ist merkwürdig. Er ßtztauf einem prächtigen, mit Edelsteinen geschmück-ten Thron, hinter dem kostbare Tapeten ausge,breitet sind. Seine Kleidung ist griechisch. Zubeyden Seiten des Throns stehen Engelchen mitStäben in den Händen, Waffenträger und Hof-bediente. Einige weibliche allegorische Figuren,mit Fruchthörnern, bezeichnen die verschiedenenProvinzen seines großen Reichs. Eben so inter-essant sind die übrigen Bilder, von denen manschöne in Kupfer gestochene Copien hat. Fiorill»D. l. 65.
(>) Ein Palamebes von Canova wurde ebenfalls für diesen edeln Mailänder bestellt; das Bild zerbrachim Arretier des Künstlers, und S. hatte die Grohmuth, ihm solches zu zahlen, ohne eine neueBearbeitung dafür anzunehmen.