Adam
Adams
19
ihn zwar nach Berlin ; er schickte dafür aberseinen Bruder Caspar Balthasar. Seine Werke,unter denen man das im Lexikon gedachte Grab-mahl der Königin von Polen für das beßteachtet, sind eben so zu beurtheilen, wie die desLamberr Sigisberr Adam, dessen Artikel zuvergleichen ist. Er starb 1778. Ersch undGrubers allgemeine Encyklopädie (nachDundenr.)
sll.^I Adam (Peter). Wir halten dafür,daß der Taufname Derer eine Erfindung austrüber Quelle sev, indem, unsers Wissens, einsolcher Adam zu den noch unbekannten Künst-lern gehört. Was man weiß, beschränkt sicheigentlich nur darauf, daß ein p. oder R Adam(denn der monogrammirte Ausdruck des Lauf-namens in seinen Bezeichnungen spricht sich indieser Hinsicht schwankend aus) sechs Landschaf-ten, etwa zu Anfang des XVIll. Jahrhunderts,mittelmäßig, vermuthlich nach eigner Zeichnung,geätzt hat.
sl. III — — (Robert), ein englischerBaumeister, findet sich im Lexikon, Supplementeund unten unrer Adams.
sli.I — — (R ); s. oben Derer Adam.
Adam,' (Peter). So heißt in LesfingsAnalekten, S. ,90, ein Verfertigte nachgemach-ter Edelsteine.
— — (Salomon), ein guter dänischer Ma-ler, sowohl in Miniatur als in Oel Erwürbeletztlich zum Aufseher der Gemälde der Grvß-kanzlerin von Holstein ernannt. Wein«, ich,Historie « Danmark, S. ,34. Salomon lebtein dem zweyten Viertheil des xvm. Jahrh.
Adams (Peter Paul di M.), ein Künstlerin eingelegter Holzarbeit^ der schon ,315 in demDome zu Orvieto beschäftigt war, und in ,570noch als Vorsteher der acht Holzetnleger undacht Lehrburschen erscheint, welche dort im Chörearbeiteten. In den Registern der ebendaselbstbeschäftigten Maler, liest man unter dem Jahre,556: Petrus Paulo Vls^. pro tac-
tura 1'omi vllltii Lorporis Xsti, lik. XVI.Unstreitig bezieht sich dasselbe wohl auch aufden Unsern, der mithin also etwa nicht minderBücher mit Miniaturen verzierte. L-orra «is/D»o^ro Orvrsro p. 117, 283, 284, 38,.
sl. n.^ — — Tedesco, so wie Adamode Francforr; s. Adam Elzheimer im Lexikonund den Supplementen.
— (Samuel), ein Sohn von Andreas;churfürstlicher Jagdbaumetster und Landbauschrei-ber zu Dresden , der, nebst verschiedenen Jagd-gebäuden , das gräflich Wolffersdorfische Palaisauf der Moritzstraße und das jetzige Amthausdaselbst, nach dem Bombardement des sieben-jährigen Krieges, wieder herstellte. Er starb zuDresden 1787, 70 Jahre alt. Magazin derSachs. Gesch. Lhl. I. S. 343 , und Thl. IV.S. 584 .
sl.^ — — (Siaisbert Michael), der jüngsteSohn von Jakob Gigisbert, wenn er nämlichviere hatte, und dieser nicht, wie wir vermu-then, kein Anderer als der obige Caspar Bal-tbasar ist. Von seiner Vollendung der Statueseines Bruders Caspar: Mars in Wuth, imGarten zu Charlottenburg , s. oben den Artikeldieses letzter». Uebrigens ist noch zu bemerken,daß die mehrern der obigen Notizzen sowohl,als derjenigen im Lexikon und dem Supplementeüber die Künstler Jakob Sigisberr Adam unddessen Söhne, aus des Confusionsraths Oester reichs bekannten Nachrichten von den Merk-würdigkeiten der Königl. Preußischen Schlössergezogen sind.
sll.^ — — (Veit Jeremias), Meusel III.zählt diesen Wunderkünstler in der Zuckerbäcke-rey um 1808 noch unter die Lebenden. SeineModelle bildete er selbst, und besaß deren eineMenge, die von seinem erfinderischen Geistezeugen.
sl. II.^I - — (W ); s. Adam willaerrsim Lexikon und Supplemente.
— — ( ), Kupferstecher zu Paris um
, 8 oZ. Ob vielleicht der Nachkömmling einesder Söhne von Jakob Sigisberr, welchereinzig in unsern Zusätzen erscheint?
— — ( ), ebenfalls ein uns übrigens
unbekannter Kupferstecher dieses Geschlechts,von dem es im Tüb. Morgenblarr 1807 S.2248 heißt: „Von ihm und Benoir gemeinschaft-lich erschien >807 ein Blatt, in der Größe desOriginalbildes, nach Buonaroti, welches mankurz vorher in dem Hause eines Privatmannszu Paris gefunden hatte, das den Erlöser vorder Geißelung darstellte. Adam stach das Ar-chitektonisches?), Benoir das Uebrige."
Adamoll ( ), ein Maler, von dem
F. H. v 0 n derHagen (Briefe in die Het-marh IV. 555 ) ein erst in ,8,4 gefertigtes >ehrgroßes Oelgemälde in einer Kapelle zu Arezzo sah. Hagen erklärt dasselbe „fast für dasBeßt^", was er aus der neuen italienischenSchule gesehen hatte.
sll.^ Adams (Carl), der Schwedische Ci-seleur. In der VoysAe cle ckeux pranosis,tome II. p. ,2g (8" Paris ,796) heißt es UM,793 von ihm: „Seine großen Bronzearbeitenhat er unter Sergells Aufsicht vollführt, undsein Attelier, in dem er u. a. die Statue GustavAdolphs ciselirte, stößt an diejenige des genann-ten Künstlers. In den Königlichen Zimmernzu Stockholm findet man Bronzen von ihm, sofleißig und elegant gearbeitet, daß sie auch dembeßten — Französischen Künstler Ehre machenwurden!"
sl. 11.^ — — (James), des unten ff. jün-ger» Roberts Bruder. Derselbe besaß zwarweniger Genie und Theorie seiner Kunst, alsletzterer; dagegen übertraf er denselben in derpraktischen Ausführung. Tue vorzüglichsten Denk-male seines Ruhmes sind: Portland-Place,ein großer mit Pallästen gezierter neuer Platz,und die noch mehr bewundernswerthen Adelphi-Buildings, wo einige hundert der größten, zier-lichsten und bequemsten Häuser auf Gewölbenruhen, deren kühne, kolossalische Bauart dasGanze zu einem des alten Roms würdigen Werkemacht. Er starb zwey Jahre nach seinem Bru-der 1794. Fiorillo V. 632 - 633 . S. unten auchweiter den Artikel dieses letztern, wo freylichüber die Adelphi-Buildings ein von dem obigenganz verschiedenes Urtheil gefällt wird. Vondem Unsrigen selbst geatzt, mnnl Joubercein seltenes Blatt, welches den in ,588 erfolg-ten Untergang der — sogenannten unüberwind-lichen Spanischen Flotte darstellt. Vergl. unsereZusätze, wo, nach Heinecke, dieses Blatt(wahrscheinlicher) dem gleich folgenden älternRobert (Zeltgenossen jenes Ereignisses) zugeeig-net wird.
sil.^ — — sRobert), der ältere, Ober-ausseher der Gebäude der Englischen KöniginElisabeth. Walpole gibt zwar keine Werke vonihm an, bemerkt aber, daß noch zwey Grund-