Band 
Zweyter Theil [5].
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Adame

risse von ihm vorhanden sind, von denen dereine, mit der Jahrszahl i 588 , Middleburgh,und der andre, von demselben Jahre, auf einerkleinen Pergamentrolle, einen Theil der Themse darstellt. Dieser Grundriß ist mit der Federgezeichnet, und mit den Worten Umwegs äes-oripllo unterschrieben ('). Adams starb im Jahr? 5 q 5 (nicht 1S91 wie das Lexicon sagt), und er-hielt ein Grabmahl zu Greenwich (^). FioriUo,V. -54-255.

sl. Il/j Adams (Robert), der jüngere,Williams (welcher bloß in unsern Zusätzen er-scheint) jüngerer Sohn, und somit des obigenJames Bruder, der berühmteste Englische Bau-meister seiner Zeit. Auf der Reise nach Spala-tro begleitete ihn, neben Clerisseau, auch dergeschickte Zeichner, Anton Zucchi. Ungeachtetihm der Venetianische Gouverneur (welchem Be-suche von Fremden in dergleichen Absicht etwasUngewöhnliches waren, und der dafür hielt,daß sie eigentlich die Befestigungswerke des Ortsin Augenschein nehmen wollten) viele Schwie-rigkeiten in den Weg legte, so kam er dennochin fünf Wochen mit genauer Abzeichnung undSiufnehmung der dortigen Ruinen zu Stande.Will man indessen seine und seines Brudersganze Individualität kennen, so muß man be-sonders ihr merkwürdiges Prachlwerk: IKe^Vorks in ^roliiteeture etc., gr. Realfolio,auf ihre Kosten gedruckt, zur Hand nehmen.Der erste Theil erschien in fünf Heften von 1778bis 1778. Er enthält das Schloß des Herzogsvon Northumberland zu Sion; die Villa desGrafen Mansfield zu Kenwood; das Schloßdes Grafen Bute zu Luton ; öffentliche Gebäude;Entwürfe für den König, die Königin, die ver-wittwete Prinzeß von Wallis u. a. Personen.Der zweyte Theil wurde 1779 ausgegeben, undzeigt das Haus des Grafen Derby auf demPlatze Grosvenor; das des Baronet Watk. Wil-liams Wyun auf dem St. Jakobsplatze; dasdes Grafen Shelburne auf dem Platze Berke-ley ; den Verfolg der Zeichnungen des öbgedach-ten Schlosses zu Sion; und verschiedene Ent-würfe zu öffentlichen und Privatgebäuden. DieZeichnungen beyder Theile fertigte fast sämmt-lich Robert (nur wenige Blätter hat Jamessowohl allein, als in Gesellschaft seines Brudersgezeichnet) von 1761 1776, und bewährte sichmittelst derselben nicht bloß als ein guter Zeich-ner für Architekturen, Verzierungen und Meu-bles, sondern auch für Landschaften und Figu-ren. Die Kupfer sind schön und trefflich vondrey und zwanzig Meistern (exclusive des Titel-kupfers) gestochen. Hier, wo nur die vorzüg-lichsten Werke der beyden Gebrüder in Rissenund Ansichten dargestellt sind, bemerkt man,wie ihre Absicht insbesondre dahin zu gehenscheint, etwas Neueres und Besseres rücksicht-lich der innern Verzierungen aufzustellen. Sieselbst erklären sich S. 3 der Vorrede dahin: Daßihre Arbeiten nicht allein den Beyfall ihrer Bau-herren erlangt hätten, sondern daß auch andreArchitekten bemüht gewesen, dieselben so fleißignachzuahmen, daß sie, ohne Eigendünkel, dreistbehaupten dürften , eine Revolution in dem Ge-schmacke der in England üblichen Architekturbewirkt zu haben. Was das an den Ufern derThemse zu London liegende, im Suppl. erwähnte,

A d e l u n g.

Gebäude Adelphi anbelangt, so urtheilt.fernde St. Conftanr (London und die EngländerH. 87) von solchem: Es sey zwar ein einfaches,regelmäßiges Gebäude; doch zeuge es eben nichtvon anderweitigen bedeutender» Talenten seinerErbauer. Dabey scheint dieser Schriftsteller dasvorzüglichste Verdienst desselben vollends mehrin seiner schönen Lage und herrlichen Aussichtzu suchen. Wie dem Allem seyn mag, so hal-ten die Britten fürdauernd den Unsern für deneigentlichen Schöpfer ihrer Baukunst. Auch warsein an Erfindung sinnreiches Genie nicht bloßauf sein eigentliches Fach eingeschränkt, sondernverbreitete sich auch durch seine Zeichnungen überfast alle Theile des so gemeinwichtigen Engli­ schen Manufakturwesens., Noch bemerken wirseine prächtigen Universitätsgebäude von Edin-burg, so wie noch mehrere öffentliche große Bau,ten in London , Glasgow u. s. f., welche nachseinen Entwürfen von Andern errichtet wurden.So wie alle vorzügliche Künstler in England,wurde auch er von den berühmtesten Männernseines Landes und seiner Zeit allgemein hochge-schätzt; Hume , Robertson, Gibbon, Ferguson,Smith, waren sämmtlich seine Freunde. Eng-land hatte an ihm und Sir Josuah Reynoldsbeynahe zu gleicher Zeit zwey seiner größtenZierden verloren. Zwey Landschaften nach seinerZeichnung, stellen ein ländliches Fest dar, dasder Graf von Derby (1774) >n seinem Gartenzu Oaks in Surry gab, und sind von Caldwallund Grignon (1780) gestochen. Noch ein drit-tes Blatt nach ihm, von I. Roberts, enthälteinen Pavillon, worin (1774) ein ähnliches Festgegeben wurde. Fiorillo, V. 6286Z2. M,-.

Adams ( ), ein Künstler zu Rotter­ dam

um i 8 o 5 , welcher Gläser, mit Figuren,in punktirter Manier (was wir nicht verstehen)verzierte. pFemnich, Orlssmalbeyrrage zucRenntniß von Holland , 8°, Tübingen 180g1. - 5 j.

sl.^j Adda (Graf Franz), ein Mayländer,starb i 55 o. es. tei'r. IV. 302 nennt ihn

einen Nachahmer von da Vinci, welcher Allerleyauf Holz und Schiefer für Privaten gemalt.

Adelai'de(Vicomtesse deCoucy). Eine solcheließ im Jahre 1086 verschiedene Malereyen fürzwey Kirchen fertigen. ^n»al. orll. 8. Lene-llioti V. 235 .

Adelbauser (Johann), zeichnete 1667,zur Zeit des Kongresses, den die Polnischen undRussischen Gesandten zu Grodno hielten, eintAnsicht dieser Stadt, welche i 568 von M. Zündtauf zwey großen Blättern in Friesenform gesto-chen wurde.

Adeln ng (Friedrich), zu St. PetersburgRussisch-Kaiserlicher Gtaatsrath, ein vorzügli-cher Geschichts- und Kunstkenner, arbeitete um1821 an einer Beschreibung der berühmten me-tallenen Thüren an der Sophienkirche zu Novo-gorob, wozu ihm der große Beförderer der Rus­ sischen Geschichte, der Reichskanzler, Graf vonRomanzoff, die genauestcchZeichnungen verschaffte,welche, in Steindruck gebracht, das Werk ver-zieren sollen, welches überdieß noch Mannigfal-tiges aus dem noch so sehr unbebauten Feld«

(-) Man sieht auf diesem Blatte die Themse von Tilbury bis London gezeichnet, und zwar mit vielenLinien durchstrichen, weiche den Gang der Kanonenkugeln andeuten sollen, die ein Schiff, daS nachLondon segeln will, vernichten können. S. /^a/z-o/-, p. 158.

(2) Es hat die Inschrift: Lßreßio viro, Uoverlo operurn reßioruin Supervisor!, srcchireckurae

pericissirno och. 159L. Liworr Lasst, operslioauro regiaruur coarrarorulalor, choc posuik ruouuweu-rum 1601 .