Adger.
Admiral. 2t
dir Russischen Kunstgeschichte enthalten wird.T«b. RtMstbl. ,821, S. 22«.
Adger (Cornel). Ein solcher soll (nachBüsching) eine in i58Z von Hooghenberg ge-stochene Karte vom Erzstifte Kölln gezeichnethaben.
Adbenerc ), ein Baumeister. S-Duiroe in künftigen Nachträgen.
Adjaceri ( ), ein Florentiner, Günst-
ling der Katharina von Medicis, bewahrte (wahr-scheinlich zur Belustigung dieses Ungethüms)in seinem Schlosse eine ungeheure Menge un-züchtiger Gemälde, die er indessen auch denAugen des Publikums nicht entzog. LrEllms,vsmes galantes in der Lollectioll lles mä-moires pour servir ü I'distoire lle Trance.1 .XIV. 281.
.Adlectus; s. Felix der Freygelassene, inkünftigen Nachträgen.
Adler (Andreas), ein Gvldschmiedgesellevon Königstein, der 1619 bey Hcinr. Puttlostzu Dresden in Arbeit stand und damals auchsein Meisterstück fertigte. Unterdessen wies erdasselbe nicht zu Dresden auf, da er an einemandern uns unbekannten Orte das Meisierrechtgesucht hatte. M-e.
— — (Friedrich Gottlob), war Churfürst!.Sächsischer Hofmaler zu Dresden , woselbst erauch 1787, HZ Jahre alt, starb. Magazin derSächsischen Geschichte, Th. I V. S. 192.
— — (Georg Friedrich); s. den folgendenGeorg Gottfried A.
— — (Georg Gottfried), ein Maler zuLeipzig , wo er 1785 (seist. 55) als Oberaltesterder dasigen Malerinnung starb. Zuweilen giebtman ihm den Dornamen Georg Friedrich. Dasflorirende Leipzig ; der Leipz. Adreß-Raiender; das Leipziger Allerley, 176b,S. 208.
sn.) — — (Johann Anton), ein Maler.S. Schink im Supplemente.
— — (Johann Conrad), Rathsmäurermel-ster zu Berlin 1802 und noch 1819. -tk-o.
— — (Johann Georg), ein Bildhauer zuDresden , wo er schon 1729 angeführt wird.Bey dem Baue der dasigen katholischen Kirchewurde er mit gebraucht. Magazin der Sächs.Geschichte, Lh. H- S. 662 u. s. f.
— — (Johann Göttlich), geb. zu Leipzig ,lernte dort bey Johann Caspar Müller dasStempelschneiden und Schriftgießen, erhielt1711 einen Ruf von der Königl. DänischenMissen als Buchdrucker nach Tranquebar , langtedort 1710 auch an, und legte daselbst n- a. dieerste Papiermühle an- Gottsched, Redeauf die Erfindung der Buchdruckerkunst,1740. Note r.
— — (Johann Gottlob), ein Maler zuDreSden , den der dortige Adreßkalender von1812, nicht mehr aber der von 1819 benennt.
sl. Adler-Paticinia, nicht pa-licinia, wie der Druckfehler des Supplemen-tes will. Irrig ist auch dort dieser Artikel vondem des Philipp Adler (vor dem ein » stehensollte) getrennt; indem beyde dergestalt zusammen-
zufügen find, wie es in dem Lexicon bereits vor-gezetchnet ist, da sie nur von Einer und der-selben Person sprechen. Heinecke's dteßfälligeRüge (N. Nachr. S- 125) meldet darüber, wasfolgt: »Der Name partcina ist von Floren»le Comre erfunden, und einem Blatte vonDan. Hopfer entnommen, das ein Altarblattdarstellt, auf dessen obern Theile steht: HocOpus tee. , kstrieius. Dieses
etwas undeutlich gedruckte-k'-r-rrer,» halle isomre— katicina gelesen."
Adler (Samfon), eln Petschierstecher zuRiga 1610. I. C. Schnumann, RigaerAdreßbuch auf 1810, 8°.
— — ( ), Oberbaulnfpektor bey der
neu ostpreußischen Kriegs - und Domatnenkam,mer zu Plock 1804. Handbuch über den Bö-nig!. preuß. Hof und Grast, 1804.
Adlershelm (Christian Loren; von), geb.zu Leipzig ,608 und hier als geh. Kammerrathund Bürgermeister gestorben 1684. Derselbe hatteweite Reisen unternommen und stand bey vielenFürsten in gutem Ansehen. S. dessen Leichenpre«digt von Geo. Lehmann 1684, Leipzig , Fol.Loren; war ein großer Kunstfreund, und be-saß eine treffliche und berühmte Kunst- und Narturaliensammluug, die nach seinem Absterben derHerzog von Weimar erkaufte. Derselbe hattenoch bey Lebzeiten von dem trefflichen Melchior Barthel sich sein Grabmonument aus Marmorund Alabaster fertigen lassen. Dasselbe ist auch,so viel wir wissen, dermalen noch in Leipzig zusehen.
sl.^ Admiral (Johann oder Jakob). Hierist (vielleicht) von zwey unterschiedlichen Perso-nen die Rede. Johann l'Admiral , welcher(wie Rost, VI. 3oZ, wissen will) um 1680 zuLeiden geboren wurde, war ein Maler, dersich, nicht ohne Glück, mir der von Christophle Blond erfundenen Manier, bunte Kupferstichevermittelst mehrerer Platten zu fertigen, beschäf-tigt hatC). Jedoch kennen wir nur sechs ana-tomische Blätter, die er in dieser Manier ge-liefert, welche sehr gesucht, aber selten zu fin-den sind. Zwey derselben, die nach anatomischenPräparaten des B. S. Albinus gefertigt wur,den, finden sich in zwey Dissertationen des Al-btnus, die betitelt sind: vissert. lle Xrterii»et Veuis intestinor. I.eillse Lst. I7öt> 4", und :Oissertst. seeunlls lle solle se csusa coloris-Vetdiopum, ibill. 17344°. Dreye derselben,nach Präparaten des F. Rltysch, erschienen alslose Blatter, bloß mit einer hinzugedruckten Er-klärung der Darstellung. Das eine davon ist
betitelt: Icon memdi snse vsseulosso - - llej.et coi. llislioctst^pisimpresss slo. LaLknrrr«/.Xmsteloll. et L.n^ll. Lst. 17Z8, gr. 4". Daszweyte,und dritte, ohne Titel und Jahrszahl,haben über der beygedruckten Erklärung:
rse kiu)us expliestio, gusc nobis exbibetllursm rnstrem ex espite koetus bumsn»oeto eircitcr rneosiuin s eonceptione lle-sumtsni, vivis colorlbus, non penielllo lle-piets, seä
pis impresss ete.; und dann: Lxplleatioü^urse crsnii, serrs llivisi, periostio tecti,vrtse speciem reprsesentsntis etc. Beyde letz-tere wurden später gr. 4" nochmals einzeln mitder Jahrszahl i738.(?rostst Xmstelollsmi spullIscobum 6rsel per Henricum lle I.ctl>cet17)8) und mit ordentlichen (von uns Kürze hal-ber zusammengezogenen) Titeln: Icon llurse
jt
r «
(1) Nach Fiorillo (D- III. zo6) sollte der Unsrigk gar lc Blonds Schüler gewesen seyn.I. 6