Band 
Zweyter Theil [5].
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Alamani .

A l b a n i.

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ZsIamant (Peter). So nennt Lanzi (cll.ierr) II. 17, dem Quirls R'^scoli zufolge,einen Maler von Ascoli , Schüler von Carl Cri-velli, einen wackern Quatrocentisten, von demsich in St. Maria bella Carita, seiner Vater-ftadt, eine Tafel mit der Jahreszahl 1489befinde.

eigentlichAlamanns(An-ton). In des Alex. Donarus Roms veius soreoons, erl. ultims. ^mstelsecl. 1696 4", fin-den wir eine von einem Anonymus gestocheneKupfertafel mit vielen Gebäuden, und der Auf-schrift: Veleris Qspitolii sclumbrsta msAni-luclo bezeichnet: äelinesvit.

Auch ein Blatt mit allerhand alten Gebäudenin dem Buche: Ooscririone (li Roms sntios.In Roms 1727, 8°, I. PSA. 66, ist eben so be-zeichnet; unstreitig ist dieß ein Abdruck der schonoben erwähnten Platte, obwohl wir beyde nichtzusammen vergleichen konnten. VorgedachtesWerk erschien zuerst Roms i6Zg 4°, und ib.1726, 4°. Doch haben wir diese Auflagennicht gesehen.

fl. Il/j-(Johann). Derselbe ist Eine

Person mit dem im Lexikon bereits benanntenJoh. de Aleniania. Vergl. daher diesen Artikeldort, und dann auch unten.

oder Ale man 0 ( ),arbeitete

um 1290 unter der Leitung des Bildhauers Ramodi Paganello , an der Slusschmückug des Domeszu Orvieto . Lesers r/s/p. 263, 264.

s. auch Alemanta im Lexikon

und unten, und Allemanna im Lexikon.

Alamanus, s. Alamanno oben.

Alsnra; s. unten Alcanrara.

fl. Alard, s. Allard im Lexikon,Suppl. und unten.

Alardi (Hermann), s. unten Allard

Alavoya ( ). Ein solcher, uns bis-

her ganz unbekannter französischer Künstler, wirdbey Landon 1808 unter den damals zu Paris theils wohnenden, theils auf den dortigen Sa-lons Arbeit ausstellenden Landschafts-, Marine-und Architekturmalern genannt.

^II-H Alaux (Johann), auch Alaux derSohn genannt, ein junger Künstler von Bour-deaux, Schüler von Vincent und Guerin, erhieltin 1807 von der Gesellschaft der Wissenschaftenund schönen Künste seiner Vaterstadt den Auf-munterungspreis einer goldenen Schaumünze fürzwey Gemälde: Ulysses, von Euryclea erkannt,und: Cleobis und Biton, die ihre Mutter zumTempel der Juno ziehn; dann 1814 (damals28 Jahre alt) einen zweyten; diesen wohl zuParis . Deffenrl. Nachr.

Alba (Großherzog ). Dieses militäri-sche Ungethüm zählt Fiorlllo, IV. 35 , zu den-jenigen Spanischen Großen, die unter Karls V.Regierung die schönen Künste beförderten, in,dem sie herrliche Lustschlösser und Palläste auf-führen, und solche mit Malereyen schmückenließen.

sl. Il-H Alba (Rosa), ist der verdorbeneName von Rosalba ssarriera, auf Bildnissen,welche Sinzenich nach ihr gestochen hat.

Albacini (Carl), Bildhauer und Professorder Akademie von St. Luca zu Rom . , Ihnernannte die in 1807 dort verstorbene Künstle-lerin, Angelika Kaufmann , zum Vollzieher ihresletzten Willens; und eben er war es auch, der,in Gesellschaft von Camucini, Canova u. a.Akademikern, ihre Leichenfeycr im Geschmackejener ältern von Raphael von Urbino u. s. f. ver-anstaltete. Tüb. Morgenbl. 1807, S. n68.Ob. Hackerrs Leben, S. 192, nennt ihnden beßten Statuen-Restaurateur zu Rom imletzten Viertheil des achtzehnten Jahrhunderts.

Albanese (Modesto ), ein von Padua ge-bürtiger Mönch, welcher die Kirche des dastgenBenediktiner -Klosters S. Giustina beschrieben,und in einem iconographischen, stenographischenund orthographischen Risse abgezeichnet hat.Diese Zeichnung wurde 1690 von dem GrafenFranz Maripicro Sassonia gestochen. Ein sehrseltenes Blatt. kitture, Loulture

^rokitetture eoo cli Rsäovs, p. g 3 , Note s.

sl. Il.^j Alb an, (Franz). Seine Charak-teristik bey dem geistreichen Lanzi (e6ir. lerr.)V. iol u. ff., ist ein wahres Meisterstück:«Mit seinem innigsten Freund Zampieri strebteer, wie schon LNalvasia, bemerkt, nach demgleichen Ziele. Völlig übereinstimmend warüberhaupt ihr Geschmack an gewählter, gründ-licher und pathetischer Zeichnung, und ebenso glichen sie sich sehr in der Färbung; nurdaß Albani's seine in den Fleischpartien et-was röthlicher, und nicht selten durch seineGrundtrungsart (metollo kielle iniprimiture)wie verdorben erschien. In dem Originel-len der Erfindung übertraf er seinen Freund undfast alle andern von der Carraccischen Schule,gewiß aber, nach Mengs, Alle in den weibli-chen Figuren. Daher nannten Einige ihn denAnakreon seiner Kunst. So wie dieser durchkleine Lieder, erwarb er sich durch seine Bilder«chen einen großen Namen; die Liebensgöttin mitihren Amorinen, Mädchen, die der erster», undKnaben, die den letztem glichen, waren Beyderfast einziger Gegenstand. Zu solcher Kunstgat-tung (man sehe sein Bildniß zu Florenz , dasallen Frauen gefällt) bildete ihn die Natur, dasLesen der Dichter, und das Glück, das ihmeine Frau und zwölf Kinder zu Theil werdenließ, welche immer (Einige glauben nur zuoft) bereit standen, ihm zu schönen Modellenzu dienen. Endlich bewohnte er eine Villa, dieihm eben so den Stoff zu den anmuthigstenLandschafts-Staffirungen lieh('). Diese zierteer bisweilen mit nicht minder schönen Bauten.Solche Bilder sieht man von ihm in Galerienhäufig, und öfters dieselben in mehrern, durchseine Schüler wiederholt, und von ihm bloßausgebessert. Selten findet sich darunter einBacchanal (^). Dieses Thema, worin sein Leh-rer Hannibal ein so großer Meister war, schienihm unangenehm zu seyn; und wenn er imGanzen den Styl desselben sich zum Musternahm, so mäßigte er solchen nach seiner sanf-tem Weise, und wie es seine schon genanntengewöhnlichen Gegenstände vertrugen oder viel-

(>) Noch scheint es uns zweifelhaft, ob man diese, oder die küssenswerthen Wesen, womit er ste be-völkerte, seine Staffirung nennen, und ob man ihn hiefür loben oder tadeln soll?

(r) Eben so heißt es bey ksiortllo N. 575.Album war ein erklärter Feind von Bambocciaden, undallem damit in Verwandtschaft Stehenden. Seine Gedanken darüber erklärt er in der Antwort aufeinen Brief seines Schülers, A. Sacclü."