Band 
Zweyter Theil [5].
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Albani.

Albani.

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ihr zur Seite ein Amorin, der Geld in eineCassette wirft, und ein andrer in der Luft, derPfeile aus seinem Köcher schüttet; dann derHeniaphrodit, von Salmacis überwältigt. End,lich eine Galathea auf ihrer Muschel, im Ge,folge von Nereiden und Tritonen; in der FernePolyphem auf einem Felsen; letztres ein klei,nes Bild. Die Galerie zu München : EineGeburt (ganz klein), und St. Ursula, dieFahne in der Hand (halbe Figur in Lebens,große). Schleiöheim: Einen lebensgroßenMannskopf; Aktäon überrascht Diana und ihreNymphen im Bad (ganz kleines Bild). Düs­ seldorf einst: Venus und Adonis, der auf dieJagd verreist, mit Amorinen umgeben, 2^ 7"hoch, 3 ^ 2" breit; nach Fredon's de la Bre,tonniere Urtheil, Venus, von reihendem Kolo,rit, frisch und markicht kolorirt; der kleineAmor, welcher den Adonis zurückhalten will,von ganz einzig feinem Ausdrucke. Zwar scher,nen die Figuren so ziemlich von Einer Famt,lie zu seyn; aber sie gefallen nicht minder. DieLandschaft dann soll weniger Verdienst haben.Dresden ist, mit eilf Bildern von dem Unsri,gen, besonders reich: Schöpfung von Adam und Eva , 2^ hoch, 2^ 5 " breit. Ebendieselbenaus dem Paradies verjagt, 4 ' 2" hoch, 3 ^ 4 " br.Christkind in der Krippe, 6" breit, 3 " hoch(dies auf Kupfer). Ruhe in Egypten ; dieJungfrau stillt das von zwey Engeln angebeteteKind; Joseph liest in einem Buche, 2^ 10^"breit, 2^ 4^" hoch. Eine H. Familie mit Eli,sabeth, dem kleinen Johannes und zwey Engeln,2/ 4^" hoch, icS breit. Von Mytholo,gischem : Diana und ihre Nymphen, erschrockenbeym Anblick des so eben in einen Hirschen ver,wandelten Aktäon, 3 ^ 6" breit, 2^ 7'/." hoch;und ungefähr von gleicher Größe ein Dianenbadmit Aktäon auf der Flucht. Zwey Galatheen,die eine auf dem Wagen, die andre auf derMuschel, beyde mit Amorinen, beyde über 6"hoch, mit verhältntßmäßiger Breite- Landschaftmit Amorinen, die nach einem Schild schießen,6^ 5 ^ breit, 2' 8" hoch; endlich mehrere Amo,rine, die um ein Piedestal tanzen; zwey vonihnen heben Cupido, als ihre Gottheit, in dieHöhe ( 3 '6" breit, 2^ 7'/-" hoch, auf Kupfer).»Dieses Bild (sagt Lehnmger, »zeugt vondem Gebrauch, den Albani von seinen Kindernzu machen pflegte. Die Hauptgruppe bestehtaus acht Amorinen, die sich bey den Händenhalten, und einen Nundetanz um ein Piedestaltanzen, auf welchem das Bild von Cupido vonzwey andern erhöhet wird. Er dann scheint sichnicht wenig darauf einzubilden, daß er den un,crbittlichen Pluto bezähmen konnte, welcher imHintergründe die Proserpina , mit weggeworfe,ner Gabel und Orkusschlüsseln, entführt; undwieder ein Paar andre Amorinen heben jeneGabel und Schlüssel als Triumphzeichen in dieHöhe. Noch höher sitzt Venus in der Glorie,und liebkost ihren Sohn über seinen Sieg, denabermals drey andre Amorinen mit Musikseyen," ('). Sanssouci besaß von Albani :Eine Ruhe auf der Flucht ( 5 ^ hoch, t? ro"breit) auf Leinwand. Hiernächst: Venus undAdonis von sehr schöner Composition und reißen,der Färbung, mit einer trefflichen Landschaft im

Hintergrund (V 2" hoch, 5 ^ 1" breit); dannden gleichen Gegenstand, kleiner, aber mit nochschönern Figuren; endlich Toilette der Venus,wo eine Menge hübscher Mädchen sich mit ihremPutze beschäftigen. Die beyden letzter« Bilder(2^ i" hoch, 2' 7" breit) wurden dem Königevon seinem Gesandten, Baron von Kniphausen,zu Paris angekauft. Salzrhalum besaß einst,und vielleicht jetzt wieder, sieben Bilder, lauterMythologische Galanterien, darunter ein großes( 5 ^ 5 " breit, 4^ 6 " hoch), Diana mit ihren Nym,phen, in Gegenwart von Aktäons Verwand,lung; zwey etwas kleinere: Diana auf der Jagd;Liebesgötter beschäftigen sich mit ihrem Ge,wilde, und: Venus in der Muschel auf demMeere, von Tritonen gezogen; und vollendsvier ganz kleine, auf Kupfer.- Schlafende Ve,nus, Adonis mit seinem Panterthier neben ihr;Venus auf einem Ruhebett unter Bäumen, Vul-kan neben ihr, auf dem Hintergrund schießenAmorine Ziel nach einem mit einem Herzen bc,malten Schild; Diana läßt Amorn durch Nym-phen die Flügel beschneiden, und Amorine ihmdie Waffen rauben; Leda an ihrem Putztisch imFreyen, von den Grazien bedient; in den Wol-ken bespannen Amorine einen Wagen mit Schwa,nen. Auch pommersfelden will fünfe ha,ben: Einen betenden St. Franscisc, ganzklein. Dann Venus und Adonis mit Amoret,ten, in einer Landschaft (6^ 10" hoch, ie/breit); die Entführung der Europa (7^ hoch, 8'breit); somit wohl zwey von den größten Staf,feleybildern unsers Künstlers; ferner: Arnaudund Armida, kleiner; und Galathea, auf demMeere stehend (?), ganz klein. Endlich H.Landgerichts, Advokat Schmidt zu Riet (1809)eine trauernde Venus mit Cupido, wie sie dentodten Adonis finden.

In Frankreich war schon die alte KöniglicheGalerie an Bildern von Albani besonders reich,und besaß deren bereits fünf und zwanzig. Vör,derst: Adam und Eva aus dem Paradies ver,jagt (sagt Lepicie), und Adam, wie Eva ihmden Apfel überreicht (sagt Landon) und giebt,nach dieser Rubrik, von dem Bilde den Umriß.Nach Lepicie wäre es eine Kunstjuwele von2< 7" im Durchmesser; nach Landon G) diebeyden huckenden Figuren lebensgroß, und Adameine - schlechte Copie von M. Angelo's in derSiptina. Woher dieser seltsame Widerspruch?Die Keuschheit Josephs, klein auf Kupfer; nachLepicie, weder von Zeichnung noch von Farbeeben nichts Besonderes. Die Verkündigung,ebenfalls klein, auf Holz, nach Landon(^), derdavon den Umriß giebt, von großer Anmuth imAusdruck und Kolorit; der Bote mit gefaltetenArmen und dem Lilienstengel auf der Schulter,in der Höhe die Taube; die Gruppe von En,gelchen, die aus den Wolken dem geheimnißvol,len Auftritt ehrfurchtsvoll zusehn, besondersschön. Ebendieselbe Darstellung, ganz klein.H. Familie, mit St. Elisabeth, wo die beydenKinder sich umarmen. Joseph, an einem Tische,unterbricht seine Lektur über dem Anblick. ZweyEngel hinter Marien, mit gefallenen Armen, inder Höhe zwey andre kleine, die auf die SceneBlumen streu'n. Landon ( 4 ) giebt es im Um,risse. Lepice meint, es fehle diesem kleinen

t>) P. Tauf« Hot dies Bild für dos Galleriewerf gestochen,

(2) VH. N->. 58.

(Z) XVI. Xro. 66. Winkler nennt ein Blatt bey Audran (wesentlich von demselben Gegenstand),aber: en kam Oieu le pere, llans une ßloira ä'anßer ; was also sebwerlicb unsre Darstellung seynkann. Jene, alS von I. Audran sorgfältig gestochen, nennt Füßli , II. 266, die würdigste Dar-stellung dieses Gegenstandes. Brandes nennt noch ein schönes Blatt von I. Joannini; und Füßl«II. 268, zweye, nach zwey verschiedenen Darstellungen, von F. Andrjvt.

( 4 ) XVI. Xro. 8.

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