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Jahrhunderts in Italien gelebt zu haben, lindsoll Kupferstecher und Kupferstichverleger gcwe-seyn. Als Kupferstecher legt man ihm bey: EinAbendmal nach L- Agresti; die Steinigung desH. Stephan nach Marc Venusii qu. Fol. u. a. m.Auch eine Geiselung Christi, nach M. Angelo,tragt keinen andern Namen als den seinigen.Als Verleger, besage» Heinecken's Nach-richten II. 417, habe er den Verlag des römi-schen Kunsthändlers Pet. Paul Palumbi's an sichgebracht. Die Weisung des Supplementes aufden Artikel des Kupferstechers Gaspara, falltübrigens weg, da dieser keinen Albern, son-dern Eine Person mit dem Gaspar ab Avibusabgiebt.
sl. Il.^j Albert, (Cherubin). Lanzi 06 .lerr.), 1. 220, irrt sich vermuthlich, wenn erihn (wie er sagt nach Baglioni) zu einem SohneAlberrs Alberti macht. Nach ihm hatte er sicherst spat auf's Malen gelegt, und darin nocheinen ziemlichen Ruhm erworben. In Zeichnungund Ausführung war er leicht, ungezwungenund geistreich. So z. B. in einer Dreyeinigkeitmit etlichen Heiligen in der Hauptkirche zuBorg»; so an der Facade eines Pallastes da-selbst, mit sehr guten Einfallen, Wappen, Ge-nien und launigten Frisen; so endlich in denFiguren und Ornamenten des Plafonds einerKapelle alla Minerva zu Rom , den er auf einenGoldgrund malte. Von ihm, als Stecher, heißtes bey Bartsch XVn. 45—48. „Seine Blät-ter sind überhaupt von reiner Zeichnung, ange-nehmem Geschmack in den Figuren, und oftschönem Ausdruck in den Köpfen; die Drappe-rie hingegen hart und steif, und das Helldunkelohne Wirkung. Sein Grabsiichel ist August. Car-racci's sehr ähnlich, doch nicht ganz so geschicktgeführt, und minder reinlich. Von bloß geatz-ten Blättern kennt man von ihm einzig eineMadonna mit dem Kinde in einer Landschaft,von i 568 datirt, was er somit schon in seinemSechszehnten gefertigt haben muß. Von seinenübrigen Arbeiten ist die älteste mit s 5 ?t, diejüngste bezeichnete von 1602 datirt. Spätere, bisan seinen i 6 i 5 erfolgten Tod gefertigte, mögen sichwohl unter den Nichtdatirten befinden. Dreyßige,mit 1628 bezeichnet, gab sein Lochlermann an'sLicht (S. l(.ott. 8u lla pittu ra, 1.200. Brief an denRitter del Pozzo). Barrsch glaubt, daß dasWerk des Unsrigen nicht über 174 Blätter ent-halte; denn unter der Folge von i 56 Blättern(Leben St. Bernards nach A. Tempesta) seyen^nur dreye seine wirkliche Arbeit; und wenn^trutt behaupte, daß man 76 (in der Thatloß 65 ) kenne, die keinen andern Namen, alsd«n seinigen tragen, so folge daraus nicht, daßsolche alle seine eignen Erfindungen seyen. Hei-neüe's Verzeichniß in seinem Dictionnair end-lich W in mehrern Rücksichten gepfuscht." Nunfolgt Xas von Bartsch, 1. c. 49-122. Näm-lich :
GegenstÄwe aus dem Alten Testamente . 6
- X r - Neuen - . 85
Heilige, beyderley Geschlechts . . 28
Einige andre>religiose, zum Theil allegori-sche GegMände . . . . 18
Mythologie
Bildnisse. .'.12
Wappen.z
Mannigfaltiges.45
172
Noch folgen bann acht Blatter, welche Hei-necke gedoppelt verzeichnet, und vierzehn, welche
er Alberti theils ganz, theils höchst wahrschein-lich, irrig zugeschrieben hat.
Die Meister, nach welchen der Unsrigc gesto-chen hat: sind: Alex. Alberti, Peregr. von Bo logna , M. A. Buonaroti, Pol. von Caravaggio,C- Cort, I. Ligozzi, Muziano , P. Pellegrini(Tibaldi), F. Potenzani, Rvsso, F. Salviati,R. Sanzio, A del Sarto, M. von Siena , A.Tempesta, F. Vanni, F. und Th- Zucchero.(Die meisten nach Buonaroti, von Carrarvaggio und Sanzio.) Barrsch taxirt, wiewir wissen, die Arbeiten selten. Füßli scheintunter ssherubins schöne Blätter zu zählen: Er-schaffung des ersten Menschen; Adams Verja-gung aus dem Paradiese; Romul, der den Rö-mern den Sabinerinnenraub befiehlt (eine in vierBlättern, zusammen 6' 4 " lange, und 6" 3 ^"hohe Frise>, was Füßli sehr gut gestochen;dann , nach T. Zucchero, eine Geiselung Christi,und eie Bekehrung St. Pauls (O 6" hoch, ^lo", breit), die er vollends meisterhaft nennt 0). —Ein Brustbild Heinrich IV. von Frankreich , miteinem historirten Rande, heißt der winklerscheGantkatalog selten. Einer unserer Freunde nenntnoch von ihm den wohlgestochenen Titel zu: 1-e
6ue re^ole 6eIIa krospottiva pration 6i/ae. oon i comenlari 6 e 1 R. I'. VI.
Dantr, kol. Iloin. i 583 , welllies beyBarrsch fehle, und bemerkt noch überdieß, daßder Unsrige sich sehr verschieden, nämlich: Al-berti, Alberrius, Albertus und Albert» ge-schrieben habe. Eines seiner Blätter: Neptunin einer Nische, nach Caravaggio , ist mit Lbe-rub. 1., alle übrigen sind mit einem seinerMonogramme bezeichnet, deren Brullior fünfekennt. Derselbe spricht ebenfalls von einem Blattedes Unsrigen, welches Barrsch nicht kenne, dassich in der Sammlung des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen in Wien befinde, und das fastlebensgroße Brustbild eines Mannes darstellt,dessen Haare fast wie die eines Dominikanersgeschnitten sind; und ebenfalls, daß dort einPaar Monogramme von Albern fehlen, die sichhingegen bey Brulliot finden. Jouberr bemerkt,daß sein Werk (160 Bl. stark) auf der Verstei-gerung von Basan um 72 Franken verkauftworden, und zahlt zu seinen größten Verdien-sten, daß durch ihn Polydors schöne, aber durchdie Zeit zugrundgerichtete Frisen an Häuserfaca-den seyen erhalten worden.
Alberti (Cosinus). Von einem Maler die-ses Namens spricht beyläufig Lanzi (eä. terr.)I. 221.
-(Donatus). Auch von einem Maler die-ses Namens spricht beyläufig Lanzi 06 . wrr.)
I. c.
sl.^j — — (Durante), von St. Sepolcro.Nach Lanzi 06 . terr.), I. 220, hatte derselbemehr Fleiß als Genie, und war eben so blödein der Zeichnung, als matt im Kolorit- EineGeburt Christi alle Dallicella zu Rom , soll nocheine seiner beßten Arbeiten seyn. Derselbe warnicht, wie das Lexikon sagt, Roman A-, son-dern Michaels Sohn. Heinecke schon willwissen, daß er auch als Kupferstecher und Form-schneider gearbeitet habe. Vollends nennt Barsch,IX. 48, von ihm (doch zweifelhaft) das gesto-chene Blatt einer Justitz, mit dem Schwerdtin der einen und der Waage in der andern Hand,zu ihren Füßen einen nackten Mann, der einenSäbel in der Rechten hält. Dasselbe ist bloßmit dieses Künstlers Beynamen: dOro, bezeich-
(') 8üßli batikt eö, irrig, statt »575 mit >6,4.