Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
44
JPEG-Download
 

X

^ t Albern.

führte Bogenstellung mit den Sarkophagen desGeschlechts der Maladeste sich unter den erhal-tenen Resten des alten Athens befände, so wür-den Reisebeschreiber und Archäologen in der Ver,breitung ihres Preises und ihrer Abbildunggewetteifert haben", u. st f. Das Beßte überdieser Baute, so wie über die übrigen architek-tonischen Arbeiten des Unsrigen, finden wir beyMlilZla (ed. terv..), II. 169172, und beyd Avgensville (Viesdes 8ou1plours ot ^rcbi-leates), I. 1220. Seltsam genug laßt dieserihn 142 Jabre alt werden, und setzt nämlich sei-nen Tod in i 5 go(')> Auf einem der Grab-mäler der Familie Malatesta in dem gedachtenTempel zu Rimini (wir denken auf demjenigender durch ihre Liebschaften berühmten Jsotta)soll sich auch das Bildniß des Künstlers be-finden.

Alberri (Marcus). Nach Lanzi (ed. wi-r.)III. 164, perer Franzen, des Venetianers,Sohn, Süjüler und Gehülfe. Von ihm kenneman in St. Bartholomäo zu Venedig ein Para-dies in einer angenehmen, genauen und wohl-geordneten Manier.

sll^. (Maria Agatha, gewöhnlich

Maria), hieß die Demoiselle Albert, im Sup-plemente. Sie war die Tochter eines Predigerszu Hamburg , studirte Bildniß und Historie zuDresden von 1801 bis 1802, ward katholisch,ging als dienende Schwester zu Münster in einKloster, wo sie sich mit Wartung und Pflegekranker Personen beschäftigte, und starb dortetwa um 18in. Auf der Ausstellung zu Dres­ den ,802 zeigte sie drey Bildnisse, und auf derzu Weimar 1804 eine Maria mit dem Kinde,als wohlgcrathene Kopie nach Holdem.

sl.^I (Michael). Nach Lanzi (ed.wr/..), I. 149, befände sich sein Kindermord,in nicht großen Figuren, in der Tribune zu Flo-ren; (was nicht wenig heißt), und hatte derGroßherzog Leopold dieses Bild um Hohen Preisvon einer Kirche zu Volterca erkauft.

(Peter Franz). Ueber einen Malerdieses Namens aus der Florentinischen Schule,siehe oben den Artikel Franz A, Sohn desDuranre, mit dem er wahrscheinlich nur EinePerson ist.

sl. III (Peter Franz). Der Künst-ler dieses Namens, den sowohl das Lexikon alsmnsere Zusätze anführen, sind in der That zwey)>a»z verschiedene Entia, und nämlich derjenige«s Lexikons mit dem oben angeführten Franz,Maler aus der Venetianischen Schule, Eineu»V dieselbe Person; derjenige der Zusätze hin-gcgly, zwar ebenfalls Geschichtsmaler (undviellhcht sowohl mit dem vor angeführten glei-chen Namens, als mit dem obigen Franz,der di^Himmelfahrt in St. Sepolcro gemalt,

Alberti.

derselbe st*)), weit bekannter aber durch denStich freylich eines einzelnen, aber vortrefflichenBalttes, das, nach Bartsch (XVII. 3 , 3 ) einereiche und verständige Composition, mit voll-kommener Richtigkeit der Zeichnung, und großerGeschicklichkeit die Nadel zu führen vereinige.Dieß ist nämlich die schon in unsern Zusätzenbemerkte Zeichenschule, wo ein alter Künstlerzwey Schülern über ein Blatt mit Augen dieAuslegung giebt, und ein dritter nach einemSguelette zeichnet (19" 6"' breit, i 5 " hoch),und nun allerdings mit ketr. ifirnne.

Inventar et feo. unterschrieben, und unten

Mit: Homne super permissa, (super, per-missu?), und 1^- 8. k. (kelri 8tepbani kor-mis), wie Jouberr hinzuthut, der übrigensdies Blatt irrig dem Venetianischen PererFranz zuschreibt. Im AAnklerschen Gantka-talog wird solches als selten genannt; auchWurde es, auf Prevost's Versteigerung, mit3 , Franken bezahlt.

Alberr,( ), ein Baumeister zu Naum-burg an der Saale , der sich in der Angabekünstlicher Werkzeuge und Maschinen so berühmtgemacht hatte, daß ihn der Magistrat von Nürn­ berg , 54 » zu sich berief; i 54 i starb er aberschon daselbst. Sein Sohn Haloinon wurdechursachsischer Leibarzt. Doppelma)>r gedenktdieses Künstlers nicht. LNöbsen, Beschrei-bung einer Berlinischen MedalUensamni-lung, 1. 28.

( ), ein trefflicher Zeichner zu

Amsterdam 18,19. l^akleau

d'^mstepdsm, ed. II. 1809, p. 238 .

sl. 11.^ s. auch Albert und Al-brecht im Lexikon, Supplement und hier oben,und Albertus im Supplemente und unten.

Albertine (Charlotte Auguste, gewöhnlichAuguste), Prinzessin von Schwarzburg-Sonders-dershausen, s. unten Auguste.

sl. 11.^ Alberti'nell, (Mariotto), in un-fern Zusätzen irrig Albernn,. Nach Lanzi(ed. lerL.), 1 .164, 53 , starb er 45 Jahre altschon um i5,2. Dieser Schriftsteller nennt ihnMitarbeiter und Nacheiferet des Bartolomeo diSt, Marco in dessen erstem (jugendlichem) Styl,und daß er demselben auch nahe in seinem zwey-ten, doch so gekommen ist, daß sie zwar alsGewässer aus der nämlichen Quelle entsprun-gen, der^ unsrige aber als ein Fluß, vor demsich zu hüten sey, Batolomeo hingegen als einKönigsstrom erscheine. Von ihrem Gemeinschaft-lichen kenne man zu Florenz Mehreres, nament-lich bey dem Marchese Acciajuli eine Himmel-fahrt, deren obere Theil sicher dem Frake, deruntere hingegen glaublich dem Aibernnelil ge-höre p). In einigen Bildern desselben bemerke

(,) Muizia, gleich Andern, giebt ihm zwar ebenfalls ein hohes, aber unbestimmtes Alter, mit derganzV, dieses Schriftstellers Geiste bevgefügten Bemerkung: Oisgisris ß-->i><l« per clli crovs I»SUZ kedciiL uelle dar«. Dafür bemerkt dieser über ihn:Er lebte immer als ein wahrer Cavalier,liberal tnd höflich mit Jedermann, und vorzüglich ein Freund aller talentvollen Leute."

(») Der wiäklersche Gantkatalog läßt ihn Geschichte und Bildnissemit Geschmack" malen, womitfreylich üahzj's Urtheil über obigen Franz nicht übereinstimmt.

(5) Eben so vollendete er auf dem ehemaligen Kirchhofe von Santa Maria Nuova daselbst ein jüngstesGerichr in Fresco, welches jener unvollendet hinterlassen hat. Als man -657 diesen Kirchhof einriß,wurde das merkwürdige Mauerstück in einen benachbarten offenen Schuppen gestellt. Seither istder untere Theil desselben (gerade die Arbeit des Unsrigen) verdorben; der obere Theil hingegenvon St. Marco (eine Glorie) wenigstens weit besser erhalten worden. S. Isbleaux des 6-11-eirangerz. Lall. V. dcr». 2. Allein (aus der bemerkten Glorie zu schließen) vermuthe ich» daß hierein Irrthum statt finde, und dies jüngste Gericht wohl offenbar mit der Himmelfahrt Mariabey dem Marchese Acciajuli verwechselt wird.