Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
45
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Albertini.

Alberkran ti.

man etwas Trockenes, wie z. D. in einer Ma-donna mit St. Dominik und Santa Cakherinavon Siena , in St. Sylvester auf Monte Cavallozu Rom . Aber eben müsse man ihn nicht dort/sondern zu Florenz suchen; wie z. B. in zweyGemälden in der Kirche St. Julian/ von ungermeiner Kraft im Kolorite, und guter Nachah-mung von Frate's Styl; vollends am nächstenkomme er demselben in einer Heimsuchung Ma-riä, die sich einst in dem Priester-Congregations-hause befand / und itzt die berühmte Tribune derGalerie ziert(D. Endlich machten auch dreyeseiner Schüler, Franciabigio , Jnnocenz vonJmola, und besonders Visino, ihm große Ehre.Von ihm lesen wir bey von Männlich: »Solange derselbe mit seinem Mitschüler Baccio dellaPorta in Freundschaft und Gesellschaft lebte,arbeitete er mit größtem Fleiß, folgte seiner Füh-rung, und ahmte genau seine Art, die Naturzu sehen, nach. Baccio übermalte manchmaleinige fehlerhafte Theile in desselben Gemälden,und diese wurden nachher von mittelmäßigenKennern für Originale von seiner Hand ange-nommen; diejenigen aber, welche tiefer blickten,und denen dieser Umstand und die Werke desAlberrineHi unbekannt waren, nehmen sie nurals alte Copien nach Baccio an. Im Grundeirren Letztere weniger, als die Erstern; denn einjeder Nachahmer irgend eines Meisters, kopirtmehr oder weniger sein angenommenes Muster,zwar nicht seine Werke Fug für Zug, aber dochseine Art zu sehen, zu empfinden und darzustel-len. Sobald Baccio die Welt verließ und einMönch ward, fieng Albertinelli an, eine ge-wisse Manier anzunehmen. Seine Compositionverlor an Größe, Einheit und Einfalt, undseine Färbung an Harmonie; sie ward dunkler,eintöniger und roher. Er war auch in seinerAufführung ein Sonderling, und um ganz inlärmender Freude zu leben, bestand er auf einigeZeit eine Schenke. Seine vorzüglichsten Werkefind zu Florenz , zu Vtterbo und zu Rom ." Vondeutschen Galerien besitzt von ihm, unsers Wis-sens, einzig diejenige zu München ein kleinesBild, ganze Figuren auf Holz: BescbneidungChristi. Gestochen nach ihm kennen wir einzigjene Heimsuchung Mariä in Masqueliers Gale-riewerke, von N. Thomas, und im Umrisse inden lableaux etc. I. e.

Alberrini (Colo); s. unten Alberttno.

-- (Johann), ein zu seiner Zeit berühm-ter Glockengießer von Alexandria della Pagliaim Mayländischen. Nachdem 1Z9Ü Carulucciodi M- Paolo da Orview eine sehr großeGlocke für den Dom zu Orvieto gegossen hatte,mit der man, ihrer Unbehülflichkeit und andererMängel halber, nicht zufrieden seyn konnte, somußte Johann i 4>5 dieselbe Glocke in einenbessern Stand setzen. «lr

p. 297293.

Aibertlno (Cola di), ein Künstler in Mo-saik, der 1333 und i 36 o an der Verzierung desDomes zu Orvieto arbeitete. Man nennt ihnauch Eola Albertini. etc.

x. 27h 384 .

fll.J Albert olli (Jocundus), gebürtigvon Lugano in der Schweiz , ein 1822 noch le-

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bender Maler und Bildhauer, vornehmlich abervortrefflicher, theoretischer und praktischer Bau-meister zu Mailand , und öffentlicher Lehrer die-ser Kunst daselbst. Schon vor vierzig Jahrenkannte man von ihm: Ornament! kliverxi,inventati, (li8eAnati eck eseAuiti -la

ineis! cl» 6iae. 1.uAane8e. (bli-Isno 1782). Glenne stecorarioni cli no-tiili sale et altri ornamenti sti 6. ^ZissreoZ/Z,incisi <la 6iae. iVlereoli est e^nst. cle Lernar-clis. (Nilano 1787). lVIiaeellanea per iOiovani stuäiosi 6e1 UiseAno, pnklleala stao. ^Z^sreoZZr, parte tcrra. (lVIilano 1796) Ar.iol. Letztres schöne Werk findet man seltenvollständig; Theil I. muß 24, Theil kl. 2Z,und Theil III. 20 Kupfer enthalten, und außer-dem noch jeder Theil einen Titel und eine De-dikation, so wie auch Theil ik. noch ein bedruck-tes Blatt mit Text. Endlich : Lorso elemen-tare tli ornamenti arebiteltonici icleato ecliseAnalo cla 6. ^ZSsrroZZZ. (Vlilano r8c>5)Ar. kol. Eberrs biographisches Lexikon.Von ihm, als praktischem Künstler, wissen wirnnr so viel, daß nach seiner Zeichnung diewunderschönen Verzierungen , und zumal Rosonivon der seltensten Mannigfaltigkeit für den so-genannten Simplon-Bogen zu Mayland aus-geführt^), und zwar vollendet, aber noch nichtan ihrer Stelle angebracht worden, und mit-lecweile dort sorgfältig aufbewahrt werden. OhneZweifel bey ^Gelegenheit dieser Arbeit war es,daß unser Künstler durch ein Dekret des KaisersNapoleon vom i». Okt. 1809 zum Ritter dereisernen Krone ernannt wurde. ^0. Von ihm,als Maler, s. seinen Artikel im Supplemente.I. Mercoli's Blatt einer H. Familie, nach ihm,nennt der winklersche Gantkatalog schön.

Albertolli (R-), soll ein Künstler heißen,nach dem, in unsern Tagen, ein Dildniß des italie-nischen Dichters, Joseph Parini, von Locatelligestochtn wurde. Zt/§e.

sJlJ ( ). Unter den von Pa­ ris

wieder nach Berlin (?) zurückgebrachten Bil-dern befand sich von einem solchen eine Mariamit dem Kinde.Traulichkeit des Kindes mirGott (?) und nachdenkende Frömmigkeit der Mut-ter scheinen die trefflich gelösten Aufgaben; derMaria möchte man indessen mehr Wärme in dieschönen Züge hauchen." So heißt es, wunder-lich genug, im Tüb. Morgendlarr. In demZurückbringen eines Bildes von ihm nach Ber­ lin , dürfte indessen irgend ein Quid pro Quostecken? Fast denken wir, daß hier von denoben erwähnten Bilde des Jocundus A- ddRede seyn dürfte.

slJ Albertoni (Paul), Lanzi (eäi,..terr)-, n. 23 n, nennt ihn und I. P. Melyiorri,seinen Mitschüler bey Maratti, als gut geach-tete, doch (und zumal den Unsrigen) nchl sehrbedeutende Meister.

Alberrranti ( ), ein Kmstleraus der

letzten Hälfte des XVIU. Jahrh. Nach seinerZeichnung wurde, unter der Leitung von Mar-stall, ein Bildniß des letzten'igs von Polen,Stanislaus Augustus, sehr mittelmäßig in 8-»gestochen,

(>) Seit >786, da jene Congregation eingezogen würbe. Dies Bild trägt das Datum von »5<>z>

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(») Der Bogen selbst ist die Arbeit des Baumeisters Cagnvla.

I.