Band 
Zweyter Theil [5].
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A l l o r i.

Alm ante.

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Landschaft, worin zwey Unzüchtige sich in eineflammende Grube stürzen (H. In Deutschland dann zeigte, unsers Wissens, einzig die Galeriedes H. Hofgerichts - Advokaten Schmidt's zuRiet von dem Unsrigen das Kapitalbild einerMagdalena unter einer Gruppe von Bäumen,völlig dieselbe mit der berühmten des Correggio ,die Allon so hoch schätzte, daß er sie mehrmalskopirte, und einzig Beywerke und Landschaftvon eigner Erfindung hinzuthat. Eine solchesoll auch (nach Fiorillol. 417 not. p.) H. Pro-fessor Heeren zu Görr,eigen besitzen, welchederselbe auf seiner Reise durch Italien erstandenhalte. Arbeiten von ihm befanden sich auch imspanischenEskurial. Tü b. Lunftbl. 1822S. i8Z.Gestochen nach ihm kennen wir das vorgenannteBild der Ehebrecherin, von B. Eredi; St. Ca-tharina von Siena , über Halbfigur, aus derGalerie Lichtenstein (^), von I. A. Janotha,schön; il kallo rll klaminio, 1a sloria lli (le-sare(^), und la cena cii L^kace, drey großeBlätter von C- Gregor!; Brustbild einer jungenDame, aus der ehemaligen Brüßlcr - Galerie,C. Vorstermann; sein eigenes selbstgemaltesBildniß in der Galerie zu Florenz , von H. Rossi;die Darstellung der Verzierung bey der Hochzeitder Prinzessin Christina von Lothringen, zu Flo-renz »589 u. s. f.

sl. II ^ Allori (Christoph). Lanzi L6.wir. I. 2Z6, 263, 2H6 nennt ihn den Cantariniseiner Schule, dem er zwar an idealer Schön-heit seiner Figuren nicht gleich kam, aber ihnbesonders in der Färbung des Fleisches übertraf,was um so viel mehr zu bewundern war, da erdie Carracci und Guido nicht kannte, sondernmit feinem Takt das Meiste aus sich selbst schöpfte,und seinen Pinsel nicht ruhenließ, bis derselbeseinem Begriffe gehorchte. Daher auch, unddann seiner zerstreuenden Ausschweifung wegen(bemerkt der etwas lakonische Lanzi, der zumalsein Buch für eine Großherzogin schrieb) seineArbeiten so selten sind; was sich sonst aus sei-nem frühen Tode weit natürlicher erklären lässt.Für sein Meisterstück hält dann dieser Schrift-steller seinen St. Julian im Pallaste Pitti , undeinen H. Menettus, ein kleines, aber vortreff-liches Gemäld bey den Servicen zu Florenz .In kleinen, zart toccirten und mit den schön-sten Figürchen staffirten Landschaften erreichteihn kaum Einer. Auch malte er viele kleineanonyme (wahrscheinlich meist Frauen-) Bild-nisse , um sich in schönen Formen zu üben. AlsKunstbeute aus dem Pallaste Pitti zu Florenz sand sich einst von ihm zu Paris , wahrscheinlich

jetzt wieder an seiner Stelle, eine Judith mitdem Haupte des Holofernes (H. FioriUo 111.596. Sein selbst gemaltes Bildniß hat Pazzifür die Lenke lli kkirullk elc. und M. Angeiv'sseines ( 2 - V. Franccechini gestochen. Die oben,unter Alexander A. angeführte Calharina vonSiena eignet der Catalog von Brandes, wahr-scheinlich irrig, dem Unsrigen zu. Dann vonGeschichtlichem: P. Bettelini (nach V. Gor-zim's Zeichnung) eine Madonna mit dem Kinde(Maler amadilis); Glvv. Cantini seine vorer-wähnte Judith mit Holofernes Haupte; P. M.Gandolfi Ebendasselbe (Pr. 7 Rchth.), undein Christuökmd auf dem Kreuze schlafend.

sl. 11.^ AI los auch Allost (Peter van).So erscheint zuweilen perer Roek.

jAl-H Allou (Adelaide ). Der WinklerscheGantkatalog nennt sie Malerin und Kupferste-cherin, geb. zu Paris -

— — (Egidius). Der MnklerscheGantkatalog nennt ihn BUdniß- und Geschlchls-maler; und Gaulr de Saint-Gerinain zähltihn unter diejenigen französischen Künstler, welchezwar (der Unsrige 1737—1742) mit Ruhm ihreArbeiten in den Salons ausgestellt halten, aberweiter auf den Geschmack des Zeitalters keinenEinfluß hatten. Er starb 8i Iabr alt 17hl.Gestochen nach ihm haben N. Tardieu dasBildniß von Bon Doulogne, als des MalersAufnahmsstück in die Akademie; M. Dossierdas anonyme Bildniß einer zeichnenden Dame,unter der Rubrik: I'Optigue, in der That aberAllou's Gattin, Anne Ragumer; L. Des-places (Amüsement Lzya^noi) ein Mädchen,das auf der Laute spielt; I. B. Robert, zweyjunge Flötenspieler.

sli.) Zlll 0 uks ( ). Dieser Name scheint,

auf Blättern nach Meissonier, welche bey Hu-quier Vater «nicht Hugier, wie es in unsernZusätzen heißt) gefertigt wurden, apokryphischzu seyn.

Allston (W.), ein neuerer englischer Gat-tungsmaler in Morland's Geschmacke, von demman z. B- einen französischen Soldaten kennt,der seine Großthaten erzählt. Fiorillo V. 8,g.(Im Register heißt er, durch Druckfehler,Allen.)

Almanre, Bruder, ein Hüttenmeister undReligiöse der damals berühmten Abley Walken-ried in Thüringen , goß 12,8 ein großes metal-

(») Dieses Bild (gegenwärtig im Besitze von H. Lucian Buonaparte) wurde in der Schätzung derGalerie d'Orleans für 1500 Fr. gewerthet. Ph. Lrierre hat eö für das Galeriewerk gestochen;und im Umrisse befindet es sich in den erc. des 6s1er. errang. Oll. VI. !Vio. 1. Ein

anderes von dem Unsrigen: Bildniß einer Frau in einem Lehnsessel, einen Hund Unter'm Arm(52" auf 25) auf Holz, wurde »809 bey der Versteigerung von le Lrun um 525 Fr. verkauft.

(2) Der Katalog von Fanti nennt es nicht.

(z) Wie er in Egypten Tribute von mehrern Nationen erhält.

(4) Allori liebte eine schdne Frau dermaßen , daß er sich selbst bewußt war, den Kopf darüber verloren zuhaben. Er malte daher seine Geliebte unverkennbar ähnlich als Judith, und gab Holofernes Kopffeine eignen Gesichtszüge. Tüb. M. QI. >8>5 S- 74. Dieses Bild wurde >8ro vortrefflich vonM. Gandolfi gestochen (Pr. ,z st. go kr.). „Allori's Styl" (heißt es ebenfalls im M. DI.1820 S. izz) „ist edel, und er weiß überall Würde mit Anmuth zu verbinden. Im Colvnr eiferter dem Correggio nach, und oft mit Glück. Von seinen Gemälden mag der größere Theil imFlorentinischen vertheilt seyn; die deutschen Galerien besitzen wenige kavon. AuS dem erwähntenBilde (dessen Gegenstand sonst so unästhetisch ist) lernt ma» >o ziemlich seinen Charakter kennen,und es darf gewiß seinen vorzüglichen Arbeiten beygesellt werden. Der Künstler weiß Wirkunghervorzudringen, ohne Absichtliibkeit zu verrathen". Don der Anfangs angeführten Anekdote weißübrigens der Verfasser dieses Urtheils nichts.

(5) Für eine Biographie desselben. Das Lex. theilt solches dem Alexander zu.

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