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Almcida.
Almen.
eines Handbecken, was noch um 1706 in denKreuzgängen dieser Abtey zu sehen war, unddavon auch Leuckfeld's ^niiguitates ^Vslken-reäenseL, Leipzig und Nordhausen 1706 4 °S. 469 einen Kupferstich liefern.
^Ii.^ Almeida, s. Almyda im Suppl.und unten.
sl. Il.^j Almeloveen (Johann I. ge-wohnlich Johann). Barrsch t. 28^ bemerkt,daß, außer den bereits in unsern Zusätzen ange-führten Blättern nach Saftleven, alle übrigen,und zumal die nach seiner eignen Zeichnung ge-fertigten, nicht viel taugen. Jene (die hollän-dischen Dörfer) halten 2" 7—8^" in die Höhe,i" in'" in die Breite; die vier Jahrszeiten2" 10", in's Gevierte. Die übrigen, ebenfallsLandschaften (mit Ausnahme eines schlechtenGesellschaftsbildes Papst Clemens X. und Gis-bert^Voets) sind alle von größerm Maßstabe,bis über 7" Breite und über 6" Höhe. WoherRost VI. 94 und 96 das Geburtsjahr diesesKünstlers sowohl, als des Job van Akenum 1614 anzusetzen weiß. ist uns unbekannt.Joubert nennt, als Variante 1624. Eben vie-ler nennt auch Johann van Aken als denjeni-gen, den der Unsrige bis zum Täuschen nach-geahmt habe, giebt dann sein Werk auf Zo—,0Bl. an, und scheint mehr als Barrsch daraufzu halten. Auch galten, auf Rivals Versteige-rung, jene zwölf Dörfer 122 Fr., und die (äußerstseltenen) vier Jahrszeiten ioi Fr. Brulliorführt als Monogramm von ihm ein I. X. k.an, das sich auf einem seiner Blätter finde, woein Mann an einem Strick ein Schiff aus einemkleinen Strom an's Ufer zieht.
Almen (Hans von), mit dem Zunamen derMugler, geboren zu Lauterbrunn im Berner-Oberlande 1777. Sein Vater war eine Art vonselbstgelehrtem Drechsler, der aber nichts zuStande brachte als einiges des einfachsten Haus-geräthes. Erst sein ältester in 1798 bey derRevolution umgekommener Sohn fing an, vonfreyer Hand Löffel und Gabeln zu schneiden;und von ihm lernten es seine zwey Drüder,Heinrich und Hans, unter welchen letztererder talentvollere war. Lange indessen blieb ihreSchnitzerey hier stehen, und nebenbey drechsel-ten sie Salzmühlen und ähnliche Gerächschaftenfür ihre Nachbarn, aber natürlich nur plump,und ohne die mindesten Zierrathen. Endlich,ungefehr um 1810 versuchte es der damaligeKunst liebende Oberamlmann Lhormann zu Jn-terlacken, das in dem jüngern von Almennoch schlummernde Kunsttalent zu wecken, undsandte ihm einige Zeichnungen von Schüsselnund Lassen, »m einen Versuch seiner Arbeitenin einer etwas höhern Gattung zu mache».Der Anfang gelang nicht übel, obschon die nichtnur einfache, sondern sogar fehlerhafte Einrich-tung seines Drehstuhls und der Mangel an gehörigem Werkzeug dem ehrlichen Hans fastuuübersteigliche Hindernisse in den Weg legten.Aufgemuntert indeß durch jenen ersten Versuch,wagte er bald den zweyten u. s. f., und da diefolgenden immer besser geriethen, erfand er all-mäiig auch neue Verzierungen, und brachte meistnur zu viele an, da der Rath von geschmack-vollen Gönnern seiner bäuerischen Vorliebe zuSchnörkcleyen nie ganz d«n Sieg abgewinnenkonnt«. Nichts destoweniger wurden die Bestel-lungen bey den beyden Drüdern immer häufiger.Dir Schottenkur-Gäste zu Jnterlacken trugennicht wenig zu dem guten Absätze bey, und bisnach Bern , ja, wie versichert wird, bis an denpreußischen Hof fanden sich Liebhaber zu dem
ländlichen Geräthe. Vortheilhaft genug wardalso die Kunst der zwey Brüder, und nicht nurkonnten sie, die von Haus aus dürftig waren,durch Hülfe derselben eine Schwester ernähren,und sich sehr wohl mit Kleidern versehen, son-dern sie kamen sogar in den Stand, ein neues,gut eingerichtetes Haus zu bauen, das (18, 5 )beynahe schon ganz bezahlt war, und dem Rei-senden , der vom Gasthofe zu Lauterbrunnen nach dem Staubbache wallfahrtet, rechts amWege, nicht fern vom ehemaligen Pfarrhause,reinlich und einladend in die Augen fällt. Mit-lerweile mochten sie zusammen alljährlich 376-600Schweizerfranken verdienen, was in diesen Berg-thälern ansehnlich heißen konnte. Freylich warder altere, Heinrich, unfähig die feinere Arbeitzu vollenden; aber er arbeitete dem jüngern indie Hand, und fertigte dagegen Geringeres,wie Löffel, Alpenstöcke, Lrinkschalen u. dgl.Auch jetzt (1816) wird er mit den Erzeugnissenseines Fleißes fortfahren, und den Versuch ma-chen, auch in die Fußstapfen seines jüngernBruders zu treten, damit ihre Kunst in Lauter-brun» noch lange nicht verloren gehe. Hansnämlich starb im Dec. 1814 an den Folgen desSturzes von einem Wagen, der ihm den Kopfso verwundete, daß sich, wie man leider zuspat entdeckte, die Hirnschale spaltete. DerStoff der Arbeit dieser beyden Brüder, welcheden Zunamen, die Mugler, trugen, war inder Regel weißes, reines Holz des schönenBergahorns, oder röthliches seltneres des Ei-benbaums. Die Form bot, wie gesagt, entwe-der kunstloses Tischgeräth, bis zu durchbrochnenLöffeln zu Staubzucker dar. Auf Bestellungwurden auch große Schüsseln für geschwungnenRahm u. s. f. ausgerüstet. Der Leib des Ge-fäßes war Drechsler-Arbeit; die Verzierungenwurden von der Hand hineingeschnitzt, oder inerhöhter Manier (Basrelief) durch Aufsparenvrn dem glättern Grunde herausgehoben. Einganz eigener Kunststyl waltete bey diesen Bil-dungen. Nicht antik, aber mitunter ein wenigaltfränkisch; nicht modern, aber oft nagelneuwar der Geschmack darin. Aeußerst selten hatteman nach einer Zeichnung arbeiten lassen; inder Regel war des Künstlers Erfindung freygeblieben, und manchmal hatte sie gar nicht un-gefällig , manchmal dagegen ebenthcurlich undschnörkelhaft sich ausgesprochen. Man konntesich in die Zeit der beginnenden Kunst versetzen,wo der Mensch ohne Vorbild und Schule selbst-ständig all' die Zierden sich ersinnen mußte, mitdenen er, auch im Stande der Wildheit schon,seine Wohnung, sein Geräthe, seine Waffengewöhnlich zu schmücken strebt. Seltsam mochteauffallen, daß unsre von Almcn's so wenig,oder gar nicht daran dachten, einländische For-men aus der Thier- und Pflanzenwelt nachzu-bilden. Wenn sie das Blatt des Ahorns, wennsie die Gentiane, den Eisenhut zum Muster vonihren Zierrathen gewählt hätten; wenn die Gemse,der Steinbock, das Murmelthier auf ihren Wer-ken erschienen wären, wie viel mehr würden siedas Andenken des Reisenden an das Alpenlandbelebt und erheitert haben. Hätte der geschick-tere von den Brudern noch länger gelebt, sowürde vielleicht seine Kunst auch diese höhereStufe noch errungen haben; denn schon ist dieletzte seiner Arbeiten, ein urnenförmigeü Zucker-gefäß, ungleich besser ausgefallen, als die mei-sten feiner frühern Erzeugnisse. Bereits auchhatte er versucht, auf einigen Schusseldeckelnjenen zweifelhaften Stollenwurm abzubilden,über den sich in Länigs Alpenreise ein so un-terhaltender Aufsatz findet. Und wenn auchdieser Versuch ein wenig schwerfällig ausgefallenist, so deutet er doch auf das erwachende Ge-