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Freyheit der Malerey vertheidigten, und es dahinbrachten, daß die derselben Beflissenen von Ab-gaben, Zöllen, Kriegsdiensten u. s. f. entledigetwurden. Fiorillo LV. 271.
Avenmarg ( ), zeichnete die Ruinen
des Metilfleines bey Eisenaä), zu F. G. Diet-richs Beschreibung der vorzüglichsten Garten inund bey Eisenach . Dritte Aufl. Eisenach 18118°. Ein Anonymus hat selbiges geatzt-
sll.^ Avenne ( ), scheint Eine Per-
son zu seyn mit dem Maler Davenne imSuppl.
sl. ll.^ Avene (Peter van). So ist aufKupferstichen etwa der Nam des P. van Avonrverschrieben-
Aventl'nus (Johann), ein bekannter Ge-schichtschreiber; geb. zu Abensberg in Bayern a/M, und gest. zu Regensburg i 5 Z-s. In desOrkelius 1'lieatruin orbi8 lerrsrnm 1(179 ister als ein Landkartenzeichner aufgeführt, dereine Karte von Bayern i 533 zu Landshut her-ausgegeben habe-
Auer (Anton), Münzamtsverwaltec oderMünzmeister zu Augsburg seit 1790-
sl.^j — — (Joh. Paul). Derselbe warder erste Gatte von Susanna Maria Gan-drarr, und st. (nicht, wie das Lex. sagt 21, son-dern) 99 I. alt. Seine Manier ist der seineszweyten Lehrers Liberi ähnlich. I. A. Boener,C. C. Eimart und Jak. Sandrart haben Bild-nisse, immerhin wackerer, aber dunkeler Männernach ihm gestochen. //«r>rssLs. Von ihm besitztin Deutschland , unsers Wissens, die einzigeGalerie zu Salzrhalum ein 4" br. und 3 ^5 " hohes Bild auf Leinwand: Junges Mädchen,das auf dem Klavier spielt; hinter ihr ein Junge,der aus einem Notenbuche singt. LebensgroßeHalbfiguren- Eine, uns übrigens unbekannt ge-bliebene, Leichenpredigt auf ihn von l)aul Weber,wurde zu Nürnberg 1(187 4° gedruckt. Aufseinem von Joach. de Sandrart Jünger 1688in Fol. gestochenen Bildnisse liesst man die An-zeige, daß er i6Z8 geboren wurde, und 1687starb; welches, wie gesagt, nicht ganz eigentlichmit der des Lex. paßt, das seinen Tod 168720t. 5 i giebt.
— — (Simon), ein Drechslergeselle vonKirschau in Oestreich, der 1609 zu Dresden inArbeit stand-
— — (Tobias), ein Goldschmiedsgeselle,welchem 1V2H die Dresdner - Innung seinenLehrbrief aushändige» ließ. Da er außerdemzu Dresden nicht erscheint, so muß er sich aus-wärts niedergelassen haben.
— — ( ), aus München , eines Bür-
gers Sohn- Sein Vater mochte ihn zu frühermBrodterwerb bestimmt haben, und widerstrebteseinem Triebe, Maler zu werden. Erst im Neun-zehnten gelang es ihm, in die Porccllainfabrikenach Nymphenburg zu komme», wo er anfangsgemeine Tassen malte, sich aus sich selbst ent-wickelte, und, ohne alle Aufmunterung vonAußen, zu einem hohen Grade von Vollkommen-heit fortschritt. Früher benutzten einige franzö sische Generale sein Talent, und von ihm magein Bildniß Moreaus gewesen seyn, von demman 1802 zu Mannheim sprechen hörte, unddas man für Email hielt. „Jetzt" (heißt esim Morgenbl. 1814 S. 168) „ist wohl seineZukunft eben so gesichert, als beschäftigt. SeineGemälde gleichen vollkommen der zartesten Mi-
A uerbrich.
niatur; nur der Porcellainglanz unterscheidet sie.Damals hatte der Kronprinz ihm aufgetragen,auf 8.4 Tellern, 12 Platten und 12 Vasen dievorzüglichsten Gemälde der Münchner -Galerievorzustellen. Detail hierüber s. c. „Die per-sönliche Bekanntschaft mitdiesemwackernManne"(heißt es dann weiter) „erhöht noch das In-teresse für seine Arbeit, indem er mit seltenerOffenheit und Bescheidenheit gegen theilnehmendeBesuche von den Geheimnissen seiner Kunstspricht." In 1822 unterm 12. Aug. bedauertdann ebenfalls das Morgend!., daß dieserverdienstvolle Künstler gedachter Fabrike zu früheentrissen wurde, ohne jedoch das Jahr seinesTodes zu bemerken. „An/eine Stelle" (heißtes dann Ebendas.) „kam übrigens H. Adler,der ihn nicht nur ersetzte, sondern, wo möglich,noch an Weiche der Behandlung und Farben-schmelz übertroffen hat." Von diesem ein Meh-reres in künftigen Nachtragen.
Auer (K ), (ob etwa ein Sohn oder Bruderdes Obigen?) ein Bayerscher Lithographe. Vonihm heißt es im Tüb. Bunftbl. 1820 S. 4 « 9 -'Derselbe weiß seinen Stein so sicher und bestimmtzu zeichnen, mit nöthiger Abwechslung von Kraftund dunkleren und lichteren Tönen, daß seineBlätter (in den Heften der Galerie von Mün chen und Schlelsheim) nach du Jardin, P.Pottcr, I. Both, Dekkcr, Hahn, Hamilton,van der Beide, Wynant's, Romeyn u. a. zuden gediegensten dieser Kunstgattung gehören."
sl.^j Averaria oder Averara (JohannBaptist), st. 1548 in der Blüthe seiner Jahre.Ridolfi, undMuzius in seinem DeaU'O UiLer-gamc», rühmen ihn für die Schönheit seiner Fär-bung, die Zeichnung in seinen Kinderfiguren,und die Wahrheit seiner Landschaften. In sei-nen Frescoarbeiten erscheine er als kein geringerNachahmer von Titian . L6. lerr.lll. 107.
sll.^ Auerbach (Johann Carl, gewöhnlichCarl). Derselbe erscheint 176Z als Maler undKunstmitglied der Wienerakademie, und eben so(in dem Wiener , Hof- und Sraatsschermarism)noch 178h, hiernach mit dem Epithel:Schätzmeister von Malereyen bey den Landrech-ten (?). Da der Jahrgang dieses Schematis-mus von 1793 seiner nicht mehr gedenkt, sowird er in der Zwischenzeit verstorben seyn.
— — (Johann Christoph), Rathszimmer-meister zu Chemnitz , bauete in ixn den St.George» - Kirchthurm daselbst. A- D- Rich-ter'« «theinnitzer-Ehronik (2 Thl. 4°. Chcm-nitz 723—754). Thl. 1 S. 29b.
sl.II.^I — — (JohannGottfried), aus derehemaligen Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen gebürtig. Derselbe hatte anfänglich sich denStudien gewiedmet. Nach Fäßli (Anna!.1 . 6.) arbeitete er zu Wien von 1716—17Z».Von ihm besitzen in Deutschland die k. k. Gale-rie zu Wien das Bildniß K. Carl VI. ,m Or-denshabit des goldenen Vließes. Ganze lebens-große Figur. Und im untern Belvedere daselbstdas noch größere des Prinzen Eugen s von Sa-voyen, zu Pferde; dieses an der Spitze derbekannten dortigen Schlachtenstücke von Par-rocel. — SalZthalinn dann das Bildniß ebendieses Feldherrn, geharnischt; im Hintergrundeine Landschaft mit einer Stadt und Festung(Z, ii" br., 5, 1" hoch). Unter den Stechernvon Bildnissen nach ihm, die bey Heinecke(viel.) verzeichnet sind, befindet sich auch I. B.Probst. Dort sind seine Geburts- und Todes-jahre wohl irrig in ibd'7 und 1743 angegeben.
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