Band 
Zweyter Theil [5].
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192
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Avil a.

4 Y2 A ir g u st e.

von Marengo 1800 half, »nd dann auch beyeiner solchen auf den General Desaix. Von ihmallein besitzt man eine Medaille auf das Attentat.qegen das Leben Bonapartc's 1801. Schlichtergroll's nunnsmatlsche Annalen II. 5 o, nen-nen den unsern, unstreitig irrig, E. Auguste.

Auguste, Prinzessin vonSchwarzburg-Son-dershausen. Geyser hat zu irgend einer Schriftnach einer solchen eine kleine Landschaft mitRuinen radirt; und ist hierunter die PrinzessinAlberrine Charlotte Auguste zu verstehen,welche 1768 geb. und 1784 dem Prinzen Georgvon Waldeck vermahlt wurde. Dieselbe lebtenoch 1814.

ein französischer Prospektivmaler znAnfang des XlX. Jahrh, der damals zu Straß­ burg ein sogenanntes 'I'beatce piiiorc89>ie etmecanique, nach der frühern Erfindung vonLoutherbourg sehen ließ. Morgenbl. 1810, 872.

, französischer Maler, der auf demPariser-Salon 18 >4 französische, afrikanischeund amerikanische Vogel ausgestellt hatte, diemit vieler Wahrheit, und in Bezug auf Natur-geschichte sehr verdienstlich gefertigt waren.

Augustl'n (Heinr.), Goldschmied zu Paris ,gab i«»6 bey dem französ. Tribunal ein: lVle-nioire, oonleuant les mo^en 8 cl'exeeution«tun probet gu'il a con^u kle 8 le 9 Ilieemi-kloe XIH. pour 1'erection a la Kloire«le dlapoleon I. cl'une eolonne en metsl doieklont 1 e 8 basrelieks regresenteront les evene-rnens (le 8 a vie civile et militsire et klont8 » Statue colo 88 ale korrnera le eouronnemen».

sli.^ (Johann B-). Dieser trefflicheKünstler, ein würdiger Nacheifern von Jfabey,fertigt auf eine besondre Art große Miniatur-bilder (gewöhnlich etwa von L/) indem er denKopf auf eine Elfenbeinplatte malt, sodanndiese Platte in eine andere Komposition (derenmaterielle Bestandtheile nicht allgemein bekanntsind) einzusetzen, auf diese Komposition die Bey-werke zu malen, und dergestalt den Mangel derGröße der kleinen Elfenbeinplatten zu ersetzenpflegt. Sein Kolorit ist von außerordentlicherWärme und seine Ausführung so besonderszart, daß man zu derselben Würdigung des Ver-größerungsglases sich bedienen muß. Nicht min-der ist Augustin wegen seiner Malere» cn Emailleberühmt. Man bewundert au diesen eben auchdie Harmonie, das Delikate und das Saftigesowohl des Kolorites als der Farben. Schonauf dem Salon 1802 sah' man von ihm dasBildniß des Bildhauers Callamare, wovon esbey Eandon (dlouv. n. p. 82) bereits heißt:Es übertreffe Alles, was er bisher gefertigthabe; man könne die Starke des Reliefs, sowie die Lebhaftigkeit und den Guß der Nuancennicht höher treiben. Auf dem Salon von 1804hatte er nicht minder schöne Miniaturen ausge-stellt. I. e. IV. p. 108. Wohl irrig dürfte esdaher seyn, wenn Florillo (llk. 628) um r 8 o 5zwar ebenfalls von ihm sagt: »Er habe sichJsabey zum Muster gestellt, und sey ihm inpraktischer Fähigkeit sehr nahe gekommen"; dannaber hinzufügt:Es fehle seinen Bildern anGeist und Leben." Späterhin (im Salon 1810)sah' man nun auch von ihm in Email Bildnissein einem großem als dem gewöhnlichen Maaßedieser Gattung, wie ;. B. diejenigen der HH.Denen und Nadermann; und abermals Landon(Salon 1810. II. Il>6) rühmt von ihm, er habedarin die Lebhaftigkeit seiner Tinten und dasVollendete seiner Toccirung eben auch auf dieSchmelzmalerey überzutragen gewußt. Denon's

Bildniß erschien dann neuerdings auf demSalon 18,2 und fiel allgemein durch die großeAehnlichkeit, so wie durch die Wahrheit undFeinheit des Details auf (l. e. 1812. II. 110).Damals lebte er noch zu Paris in einem Alter erstzwischen 4 » und 5 o Jahren. Nach ihm gestochenerinnern wir uns einzig ein bey Ackermann zuLondon erschienenes Bildniß des Grafen Stanisl.Zamoyski, Med. kl. Fol. in punktirter Maniergesehen zu haben.

Augustin oder Augustrn's (d). Sohieß ein Ober-Ingenieur, Chef des chursächsi-schen Jngenieurcorps von 17011702.

Augustrnl (Alexander), ein Künstler inBreßlau. Von ihm sah' man 1820 Gypsabgüsseder Büste des Königes von Preußen, von Rauch ;ferner von dem vermuthlich antiken Bronze-Adlerim Regierungsgebäude, und dem FarnesischenHerkules, nach Guiards Verkleinerung; allesehr geschickt und genau gefertigt. Tüb. Runstbl.1822 S. 281.

sl. 11.^ Augustus, s-Agostmo im Lex.und Suppl.

So nannte sich zuweilen der untenff. Betrüger Hulrazob.

sTI.^ Aviani ( ), ein Landschafts-

und Marinen-Maler von Vicenza (wahrscheinlichderselbe, welcher ganz kurz schon in unsern Zu-sätzen erscheint) mag etwa um 16Z0 geblühethaben. Lanzi (k.6. ierr.) III. 208 nennt ihn,als in seinem Fache vortrefflich. Da er nochzu den Zeiten von Palladio's Schule und ineiner Stadt lebte, wo jede Strasse von schönerArchitektur belebt ist, so stellen auch alle seineBilder dergleichen dar, die dann weiterhin <tar-pioni mit kleinen wunderschönenFigürchen zierte,so daß man sich wundert, warum er nicht mitViviano, und andern Künstlern ersten Rangesin dieser Gattung, gleichen Ruf erlangte. Ermochte aber nur kurze Zeit, und meist in seinemVaterland gelebt haben. Von ihm finden sichim Gasthause der PP. Serviten zu Vicenza vierAnsichten mit prächtigen bürgerlichen und kirch-lichen Bauten. Andre dergl. besitzen die HH.Marchesi Capra in der berühmten Rotonde vonPalladio, und anderwerts. Auch soll er in Pal-lästen und Kirchen einige Plafonds gefertigt haben.

Aviano (Girolamo), der ältere, wird beyFiorillo V. 198 beyläufig als ein geschickterMaler des XV. Jahrh, genannt.

^l. 11.^ Avkbus (Caspar oder Cäsar de).Da derselbe seine Blätter bisweilen nur mitdem Taufname Gasparo bezeichnete, so trifftman denselben, unter letzterer Benennung auchnochmals im Suppl., und zwar mit Beyfügungder irrigen Vermuthung, als ob darunter derCasp. Alberet zu verstehen seyn dürfte.

Avi'gnon (d), so soll ein Kupferstecher in180.. heißen, der in dieser Oualität bey demLyceum Napoleon zu Paris in Anstellung standund ein schönes Vorschriftenbuch nach Baudongestochen habe. So z. B. gab er in 1809 zuParis englische Schriften nach Wheaterrost inLondon .

sii.^I Avila (Andreas Sanchez d'), Malers. Davlla in dem Supplemente.

(Franz). So hieß ein spanischerMaler aus der ersten Hälfte des XVII. Jahrh,dessen Bildnisse sehr geschätzt wurden. FtorlUsIV. 208.