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Axma n n.
Auvign y.
Auvignp (d'), ein Maler, der, aus War schau kommend, 179b durch Dresden reiste;man lies'c seinen Namen in dem Fremdenbuchedas man auf der Dresdner Gemäldegaleriehält.
Auvray (I. oder F. d'), der Sohn eineszu Paris beliebten Schauspielers und von dortgebürtig , kam mit seiner Mutter nach Dresden ,und studirte hier, etwa von 1777—1779, dieMalerkunst bey Casanova, besuchte aber sodanndie Ingenieur- Akademie. Es glückte ihm nicht,bey dem sächsischen Ingenieur-Korps eine An-stellung zu erhalten, und deßhalb verließ er um2790, als Kosciusko die pohlnische Insurrek-tion leitete, Dresden , trat anfänglich in pohl-nische und darauf in russische Dienste. Hierstieg er von Stufe^ zu Stufe und befand sich181Z als Generalmajor und Chef des General-stabes von dem Wittgenstein'schen Armeekorps,in dem Kriege, den Rußland gegen Napoleon führte.
— — (Philipp Peter Joseph, gewöhnlichPhilipp), genannt »Jeel; geb. zu Dresden 1778,der Sohn eines Kammerdieners bey dem General Forell . Derselbe erlernte die Historie und dasBildniß seit 179 s bey Casanova, und nach des-sen Tode bey Schenau. Man sah von ihm aufden Dresdner Ausstellungen bis 1807 mehrerehistorische Kopien nach der Dresdner Galerieund nach Schenau; sodann aber auch Bildnissenach dem Leben, in Miniatur und in Oel.Auvrap erscheint noch in dem Dresdner Adreß-kalender auf 1812 als dortiger Zeichenmeister,fehlt jedoch in dem auf 1819; und ist vermuth-lich inzwischen verstorben.
Aurvera (Franz), ob des NachstehndenSohn wird nicht gesagt, geb. zu Aub im Würz-burgischen, wurde in Bamberg vom BildhauerKamm, in der zweyten Hälfte des XVm.Iahch.zum bessern Künstler gebildet; dann kam er nachMünchen in die Werkstätre von Roman Anton Boos , und st. dort im Herzog Josephs Spital,„wie mich'' (sagt Jack) „sein Gcschaftsgenoßund Jugendfreund, der verstorbene BildhauerHoffmann (r8i6) versicherte."
— — (Job- Georg Wolfgang, von), einItaliener von Adel, ward in Rom zum Künst-ler gebildet, wurde im Verfolg Hofbildhauerzu Würzburg , lieferte viele Arbeiten in Marmorfür die Domstifte Mainz , Würzburg und Bam berg , und besonders für die Grabmäler desChurfürsten Lothar Franz , und des FürstbischofsFriedr. Carl von Schönborn, welche sich in derDomkirche befinden. Er st. um 1766 zu Würz-bürg. Der große (?) Peter Wagner war seinNachfolger. Jack.
Auzou ( ). So (oder vielmehr irrig
Auzen) heißt bey Florille III. 5 v 6 eine vor-zügliche französische Bildnißmalerin, nicht un-wahrscheinlich Schülerin von Regnqult, vonderen Arbeiten sich auf dem Salon des Jahrsi8i>3 ausgestellt fanden Seitdem wagte sie sichmit Glück auf die mittlern Höhen, theils in derGattungs - theils zwischen derselben und dereigentlichen Geschichtsmalerey. Schon auf demSalon von 1804 sah' man von ihr, unter derRubrik: Das erste Coquetteriegefühl, das Bildeiner ungefehr zehnjährigen Tochter, die sichim Spiegel beschaut; ungemein anmuthig. Dochbemerkt Landen (Xouv. Ues Xrls IV i 3 r bis1Z2), die ein wenig übertriebenen Schatten,
und das auf die Schenkel der Figur reflektirendeLicht des Feuers brächten eben keine gute Wir-kung hervor- Späterhin auf den Salon 2808gab sie: Agnes von Meranie, BeyschläferinKönig Philipp Augusts, wie sie diesem letztem,kurz vor ihrem End, eine schriftliche Erinnerungzugehen läßt: Philipp crinnre dich unsrer Kinder!Von diesem Bild in Figuren natürlicher Größe,urtheilt Landen (8al. 1808 p. 97), der davoneine Nachbildung im Umrisse giebt: Es zeichnesich durch Nüchternheit der Komposition aus;die Zeichnung dieser Künstlerin sey korrekt, ihrPinsel weder trocken noch schüchtern, und diebesagte Darstellung durch Milde und Wahrheitungemein bemerkenswert!) (H. Den Salon von1810 bereicherte sie vollends mit zwey Bildern:Vörderst der Kaiser und die Kaiserin, wie siein der Galerie zu Compiegne von ein Dutzendjungen Töchtern mit Blumenkränzen empfangenwerden; ungemein gut gruppirt; viel Manigfal-tigkeit in Stellung und Ausdruck; die Mädchenalle weiß gekleidet, was bekanntlich eine schwereAufgabe ist. „ Wenn man " (sagt Landen Salon181c» p. 70, wo er davon eine Nachbildung imUmrisse giebt) „an diesem Bilde^eine etwas le-bendigere und leichtere Toccirung wünschen möchte,findet man dagegen darin ungemeine Harmonie,und keine Spur, daß andre Künstler daranmitgearbeitet haben, wie solches sonst etwa beyden Damen der Fall ist." Dann das Bild einerjungen Liefländerin, die ein Bäumchen zu be-gießen kömmt, welches sie bey der Geburt ihresersten Kinds gepflanzt hatte, und es — zerbro-chen findet, worüber Landen (der davon l. 0.p- 8i einen artigen Umriß giebt) urtheilte: »DerKopf der Mutter habe Ausdruck; das Kind seygut gezeichnet, das Costum und alles Beywerksorgfältig angegeben, und das Kolorit ange-nehm." Aus den Salon von 1812 endlich gabsie wieder eine allerliebste Darstellung aus derkönigl. französischen Galanterie-Geschichte (wasin diesen jüngsten Jahren besonders großen Bey-fall fand): Wie der Sohn des Connetablevon Montmorency dieTochter Heinrich ll. (Dianavon Frankreich) um ein Maßliebchen bittet, andessen Balsamgeruch sie sich so eben erquickthatte, und die beyden Liebenden in ihremschuldlosen Umgänge von Dianens Eltern über-rascht werden. Auch von diesem Bilde giebtLanden (Salon -812 I. p. 12) die Beschreibungund den anmuthigen Umriß. — Seither habenwir von dieser geschickten Künstlerin nichts weitervernommen.
^Ii.^ Arvaldenmair, s. waldeninalrim Suppl.
sk.^I Aparero oder Asserero (Joachim).Lanzi (LU. terr.) V. ZZ, bemerkt über ihn, erhabe von der Zeichnung seines zweyten LehrersAnsaldi größern Nutzen als von dessen Koloritsgezogen. Effekte des Helldunkels dann suchteer auf der Bahn seines ersten Lehrers Borzoni.So z. B. in dem schon im Lex. angeführtenRosenkränze bey St. Brigitta in Bologna
sn.^I Axelt (Johann), s. Job. Azeld im'Suppl. und hier.
Axmann (Anton), Maler, fertigte in derPfarrkirche zu Zentbechhoven 1706 ein schönesDeckengemälde zum Zeichen der Verehrung derH. Catharina. Jack.
— — (I.), ein deutscher Kupferstecherneuester Zeit, arbeitete, nebst mehrern Andern,
(>) Der Brief, den Agnes ihrer Vertrauten überzieht, sieht übrigens in der Nachbildung im Umrisseeinem — Qnartante gleich.