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A xma ii ii.
;u dem Taschcnbuche Orphea (182/,) nachRamberg .
Axmann, s. auch gleich unten Aptmann.
Axrelmaier (Stanislaus Reinhard). Voneinem solchen hat man ein Werk über die Kriegs-baukunst, unter dem Titel: Alt und neues Troja;d. j. ein auff neu heutige Art ausgearbeiteterFortifikations-Unterricht. Kl- 8°. Salzburg 700.
Axtmann (Leopold), ein Schüler Hamil-ton's, geb. zu Fulneck in Mahren 1700, undgest. zu Prag 1748 in Diensten des GrafenCzernin. Derselbe wurde späterhin in HamiltonsSchule so trefflich ausgebildet, daß er bald denRuhm eines der ersten Viehmalers seiner Zeiterhielt; seine Pferde und Hunde zeichnen sichvornehmlich aus. In Böhmen findet man sehrschöne Arbeiten dieser Art von ihm. WeitherBeschreib, einer kleinen GeiiialdesainmIunI,zu Dresden . 8". Dresden 1812. Dlabacz.
— — (I. P.), ein Bildnißmaler zu Prag ,nach welchem A. Birkhardt daselbst dasjenigedes Grafen I. I. Franz in Wrbna und Freu-denthal gestochen hat.
Ap (C. V.), Abkürzung des Namens vondem bald unten ff. Christ, von Aprer.
Ayala (Barnabas de')> So heißt bey Fiorriklo IV. 296 ohne Weiteres, ein nicht unbe-rühmtes Mitglied der Malerakademie von Sevilla um die Mitte des XVII. Jahrhunderts, undZögling des Franz Zurbaron.
Apanza (Hieronymus de). So hieß einspanischer Ritter vom Alcantara-Orden , dersich 1620 zu Madrid aufhielt, und wegen seinerleidenschaftlichen Liebe zur bildenden Kunst be-rühmt war. Fiorillo IV. 182.
Aplesford (Hemage Finch Carl). Soheißt einzig bey Rost IX. Z5i, und, nach dem-selben bey Iouberr, ein um 1700 gebornerenglischer Kunstliebhaber, der mit vielem Geistim Geschmacke von Rembrandt und Ruysdael ungefehr 20 Blatter, meist Landschaften, geätzthabe, dje sehr selten seyen, da sie niemals inden Handel gekommen sind.
Aynkhurn (August), Münzmeister, s. obenAmkhurn.
Aprer (Abraham), Sohn von Michael II .Lernte zn Dresden bey den Goldschmieden Lor.Büttner und Abrah. Schwedler von 1626—1642,wo er zum Gesellen befördert wurde. WeitereNachrichten ermangeln über ihn. 7(7-6.
— — (Christian). Bruder des vorstehndenAbraham; wurde 1627 zu Dresden geb., hielthier seine Lehrjahre bey dem Goldschmied undJuwelier Paul Zink von 16,0-1646 aus, er-langte auch in seiner Geburtsstadt das Meister-recht, heirathete 1662 die Tochter des Gold-schmieds Mich. Goppert, und st. 1680 zuDresden . 7(7§6.
— — (Christ. Victor), vermuthlich einKünstler zu Nürnberg , der dabey sich auch mitdem Kupferstechen beschäftigte. Man führt inPanzers Nürnberger -Portraits einige Bild-nisse an, die mit i665 und 1667 datirt sind,und von ihm geätzt wurden; sie sind: PeterObermaier der ältre, Fol. (1662), Georg Wil-helm und Paul Ayrer (1667) beyde 12°., undJulius Ayrer L°. Dieser nach einem Gemäldevon Reinhard, 7(7-6.
I.
A z a r a.
sll.^ Aprer (Justina). Mensel III. (181g)S. 62 nennt dieselbe, unter den seit der erstenAusgabe seines deutschen Künstlerlexikons Ver-storbenen.
— (Marx), Buchdrucker, war 1/,87—>488zu Nürnberg , 1497 zu Jngolstadt, und 1492zu Bamberg im Zinkenwörth (wahrscheinlichFormschncider und) Buchdrucker. Mit Joh.Berneckcr ließ er daselbst ein Brantweinlied,ein Werkchen über die verkehrten Welthändelund das Leben des H. Sebalds 4°. erscheinen.Manche glauben, er sey selbst Verfasser des er-stem gewesen. Jack.
— — (Michael I.), derselbe, dessen Vorfah-ren ihrer ritterlicher Thaten halber, die sie ge-gen die Türken verübten, von Kaiser Ferdinand I. geadelt worden, wurde 1689 geb., kam zuDresden als Hofseideusticker in Bestallung, hei-rathete die Tochter des Hofseidenstickers C. Bit-felder und st. 1682 in letztgedachter Stadt.A- D. Richter das Geschlecht der Mat-theiten. St. Annaberg 1755 Fol. S. 8.
— — (Michael II.), Sohn von Michael I.,geb. zu Dresden 1679, und hier gest. MZ5,war Goldschmied, Juwelier und Rathsmitgliedin seiner Vaterstadt. Er hatte eine Tochter desJuweliers f>anl Zink zur Frau. MichaelisJnscriptiones und Epitaphien der Frauen-kirche S. 18b, 187 u. a. m.
— — (Michael III. ), Sohn des obgedachsten Christian, lernte des Vaters Kunst beydiesem und dann bey Christian Zink von 1(179bis 1684, wurde 1694 Z» Dresden als Meisteraufgenommen, und st. hier 1744 oder 1745,nachdem er die letztem 16 Jahre seines Lebens,vom Schlage gerührt, unfähig zur Arbeit ge-worden war. 7(7-6.
— — (Paul), Sohn Michael II. , geb.zu Dresden 1654. Nachdem er bey seinemVetter und Vormunde dem Goldschmiede undJuwelier Paul Zink, von 1648—1654 in derLehre gestanden hatte, durchwanderte er Deutsch land , Holland , England und Frankreich , kehrte1660 nach Dresden zurück, wurde Meister undstarb daselbst 1672. S. seine Leichenpredigt vonC. Lucius. Mittend erg (1672). 4°
— — ( ), ein Obriste, der in der
letzten Hälfte des XVII. Jahrh, der Schönschrei-bekunst halber — worin ihn der berühmte Tophanunterrichtet hatte — in England sich ausgezeich-net, und auch ein von Johann Sturt gestoche-nes Vorschriftenbuch herausgegeben hat. 17^».
L.on6oli (1714) guer gr. Fol.
Azara oder Azzara (Joseph Niklaus von),geb. >781 zu Barbunales, unweit Barbastro imKönigreich Arragon , begann seine Studien aufder hohen Schule zu Huesca , und setzte diesel-ben zu Salamanca mit solchem Erfolge fort,daß er die Aufmerksamkeit Don Richard Wall's,Ministers Ferdinand Vl. auf sich zog. Dieser,der das vollkommene Zutrauen des Königes besaß,bot dem Jünglinge Militär - und Civilstellen .nach eigener Auswahl an. D'Azara wähltedie Laufbahn des Auswärtigen, und erhielt 1766seine Erueunnung als Agent am päpstlichenHofe. Von der zartesten Kindheit au zeigte der-selbe einen entschiedenen Hang für -Wissenschaf-ten und Künste. Bekannt wurde er dießfallSzuerst, als er für ein dem Könige von dem Kar-dinal Ascagno Colonua geschenktes verstümmel-tes Brustbild des Kaisers Claudius, anderwerts,
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