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Die Beleuchtung mit Gas aus Stein- und Braunkohlen, Torf, Oel, Fett, mineralischen und vegetabilischen Harzen ... : mit vorgängigen Untersuchungen über den Gehalt dieser Brennmaterialien an Wasser- und Kohlenstoff, ihr Leuchtvermögen und ihre fabrikökonomische Anwendung, nebst statistischen Angaben über die Gewinnung derselben in Frankreich, England, Belgien ... und einer Beurtheilung der neu vorgeschlagenen Verfahrungsweisen bei der Gasbereitung / von Pelouze dem Vater ...; und mit Analysen und kritischen Bemerkungen von ... Pelouze dem Sohn ...; ins Deutsche übertragen von H. Bruhn
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2) Das Rohr hatte 3 Zoll Durchmesser.

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Hieraus geht hervor, daß die durch eine Röhre strömende Gas-menge sich umgekehrt wie die Quadratwurzel der Röhrenlänge verhalt.Dies ist ganz übereinstimmend mit dem, was von dem Lauf des Was-sers in Röhren bekannt ist; aber noch muß die Dichtigkeit der Gasemit in Rechnung gebracht werden. Das aus Oelen gewonnene, wel-ches viel reicher an Kohlenstoff und weit schwerer als das Steinkohlen-gas ist, erfordert einen weit großem Röhren - Durchmesser für dieselbeStrömungszeit.

Bei der Ausführung der Gasbeleuchtung wird das Problem nochdurch eine wesentliche Betrachtung sehr complicirt. Wenn von einerSeite die Schwierigkeit der Strömung mit dem zurückzulegenden Ab-stände wächst, so äußert von einer andern Seite die Menge Gas, derman freien Durchweg gestatten muß, beständig das Bestreben, sich zuvermindern, bevor sie an den äußersten Punct der Röhre gelangt, davon ihm an allen Puncten Nebenröhren gespeist werden, die es andie verschiedenen dazwischengelegenen Consumtionsörter führen. Im All-gemeinen muß man daher in der Praxis mit den Durchmessern nichtgeizen, da kein andres Hinderniß daraus hervorgehen kann, als daß an-fangs bei Begründung des Etablissements ein größerer Kostenaufwand_ entsteht. Wo die Grundstücke nicht zu theuer sind, ist es zweck-mäßig, statt eines einzigen Hauptgasometers in der Gasbercitunqsanstaltmehrere Gasometer an verschiedenen Abstanden anzulegen; dadurch wer-den die Unkosten der großen Durchmesser erspart und zugleich einebessere Regelmäßigkeit im Dienste herbeigeführt. Diese Gasometer kön-nen alsdann durch um vieles engere Röhren, und ohne um die Ge-schwindigkeit der Strömung besorgt zu sein, am Tage gefüllt werden.

Die Leitungsröhren in den Gassen müssen hinreichend tief unterden Erdboden gelegt werden, damit sie nicht durch das heftige Stoßenschwerer Wagen, durch heftigen Frost oder durch schnellen und star-ken Temperaturwechsel leiden oder gar zertrümmert werden. In Paris reicht eine Tiefe von 30 bis 36 Zoll für gußeiserne Röhren hin.

Die Röhren in Paris , in denen der Gasstrom sehr bedeutend ist,wechseln nach den Localitäten und nach der Art der Beleuchtung, d. h.nach der Anzahl der Brenner in jeder Gasse, zwischen 3 bis 6 ZollDurchmesser. Aber das aus dem Gasometer führende Hauptrohr hältin jeder Anstalt 10 bis 12 Zoll.

Die kleinen Nebenröhren, welche das Gas aus den unter denGassen liegenden Röhren aufnehmen, um es in das Innere der Ge-bäude zu führen, variiren nach der Anzahl der von ihnen gespeisten