Herauskommen aus der Eisterne an diejenigen Röhren an, welche dasGas in die Gassen leiten. Da es wichtig ist, daß das Gas des Haupt-reservoirs außer der Consumtionszeit nicht mit den Vertheilungsröhren inVerbindung stehe, so ist am äußersten Ende des Hauptrohrs ein großerHahn angebracht, welcher wahrend der Zeit, daß kein Gas fortgeleitetwerden soll, geschlossen bleibt. Wegen der Weichheit des Bleies unddes hohen Preises des Kupfers sind die Hauptleitungen meistens vonGußeisen.
Begreiflich ist es, daß der Durchmesser, welchen man den Röhrengeben muß, von der Anzahl der erleuchtenden Brenner und folglichvon dem Volumen des Gases, welches hindurchstreichen muß, abhängt.Da es in mancher Hinsicht umständlich ist, den Druck des Gases in derGasometerglocke zu vermehren, um dem Widerstand in sehr weit führen-den Rohren das Gleichgewicht zu halten, und da außerdem die Anzahl derBrenner sich mit der Zeit oftmals vermehrt, so ist es rathsam, um dessehr kostspieligen spätern Wechsels der Röhren überhoben zu sein, gleich beiBegründung eines Etablissements den Leitungen mehr als hinreichendenDurchmesser zu geben. Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine Mündungvon 6 Zoll unter dem Druck einer Wassersäule von 18 Linien hinreicht,um stündlich 7,800 Cubikfuß Steinkohlen -Gas ausströmen zu lassen,aber die Menge Gas, welche in einer gegebnen Zeit geliefert werden muß,darf nicht allein den Durchmesser der Röhren bestimmen, sondern dieAbstände, die das Gas zu durchlaufen hat, bis es an den letzten Aus-flußpunct gelangt, haben ebenfalls bedeutenden Einfluß auf die Leichtig-keit und Schnelligkeit seines Strömens, denn die Reibung an den innernWänden der Röhren ist ebenfalls von bedeutender Wirkung.
Die Herren Gscard und Cagniard de Latour haben, um die Kraftdieser Reibung zu messen, in der Gasbereitungsanstalt des HospitalsSaint-Louis Versuche angestellt, deren Resultate wir hier mittheilen;man sieht daraus, welchen bedeutenden Einfluß die Abstände äußern, diedas Gas bei seiner Vertheilung zu durchlaufen hat.
Der Gasometer war mit Steinkohlengas angefüllt, welches untereinem Druck von 15 Linien Wasser stand; und die Versuche wurdenam End« eines Rohres angestellt, dessen Länge man nach Belieben ver-ändern konnte; hiernach erhielt man folgendes Verzeichniß der Stcömungs-Geschwindigkeiten.
1) Das Rohr hatte einen Durchmesser von 1 Etm. 579.
Lange des Rohrs. Den Strömungs-Geschwindigkeiten
verhältnismäßige Zahl.
0M. C. . . .
0 M.
73000
37 53 . .
0.
12880
84 . . .
0.
10828
85 06
0.
09567
109 04
0.
07444
126 58 .
0.
06940.