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nicht die zur Verbrennung nöthige übersteigt, wird die Flamme durchden Luftzug beschleunigt, ihre Temperatur steigt, und sie wird glänzen-der, obgleich weniger ausgedehnt; aber sowie diese Grenze überschrittenwird, erhitzt sich die überschüssige Luft unnütz in der Flamme undraubt ihr die ihr eigenthümliche Temperatur; die Flamme hört daherauf so leuchtend zu sein; sie verlängert sich und nimmt eine bläulicheoder röthliche Farbe an; vermehrt sich alsdann das Zuströmen vonkalter Luft noch mehr, so kann sogar ein Erlöschen der Flamme dar-aus erfolgen.
Was den Einfluß des verminderten Luftzugs anlangt, so folgter aus dem eben von uns angeführten, indem er das Gegentheil desbeschleunigten Zugs hervorbringt; die Flamme muß daher länger wer-den, sich röthen und die Temperatur sinken. Alsdann entwickelt sichein Theil Gas beim Aufsteigen, ohne zu brennen.
Der dunkle kegelförmige Raum, den man im Mittelpunct allerFlammen gewahrt, ist derjenige Ort, welcher von den nicht brennendenDampfen eingenommen wird. Die diesen Raum umgebende glänzendeHülle ist die Stelle, wo die Verbrennung vor sich geht.
Bei jeder Flamme kann man folgende Erscheinungen wahrneh-men, welche das eben Angeführte bestätigen: Abgesehen von dem schwar-zen im Innern der Flamme befindlichen Kern gewahrt man an ihrerBasis einen in die Quere gehenden blauen Gürtel, welcher fast kaltist (von der niedrigen Temperatur dieses Gürtels kann man sich überzeu-gen, wenn man in denselben einen Metallstreif hält, welcher kaumwarm wird); über diesem kommt ein glänzend weißer und daraus folgtendlich noch einsehe heißer, aber, wie der untere, blauer Gürtel. Dieserdreifache Effect scheint sich sehr einleuchtend zu erklären; was den un-tern Gürtel betrifft, so ist er in Folge der Schnelligkeit des aufsteigen-den Gases bis zu einem gewissen Punct, als viel leichter denn die Luft-säule, der Verbrennung entgangen; in dem darauffolgenden brennt derdurch die Wirkung der hohen Temperatur niedergeschlagene Wasserstoffund Kohlenstoff, und in dem obern Gürtel bleibt nichts übrig, als derzum großm Theil entkohlenstoffte Wasserstoff, der fast nichts als Was-ser hervorbringt, dessen Dampf weit weniger Warmecapacität besitzt,als die in dem mittleren Gürtel erzeugte Kohlensäure. In der Thatweiß man, daß die Verbrennung des reinen Wasserstoffs mehr Hitzehervorbringt, als die des Kohlenwasserstoffs.
Gewöhnliche Brenner. Wenn das Gas in den letzten Ne-benröhren angelangt ist, so geht es von dort in die Brenner, um ver-brannt zu werden. Diese Brenner können ganz einfach aus sehr fei-nen Oeffnungen bestehen, welche in das Ende des letzten Leitungsrohresgebohrt sind; gewöhnlich jedoch giebt man ihnen die Gestalt der Argant'-schen Brenner. Die beiden Zweige der Röhre bilden zwei Zacken; diesetragen einen horizontalen hohlen Ring, dessen oberer Theil von mehrern kleinenzirkelrunden in einem Kreise angebrachten Löchern durchbohrt ist, durch