Goltertzen vnd Goltschlichen.147daraus nehmen vnnd wieder darein legen könne, solchen Tiegel decke nach dem einse-tzen mit einer Eisern stürzen geheb zu/ laß den Zeug wol fliessen/ vnnd wann er geflos-sen ist, so decke den Tiegel auff/ vnd rüre es mit einem Eisern glüenden Haken, der ei-nes fingers dicke ist, wol vmb/ und schlag das Silber mit gekörntem Bley zum erstennieder daß ist, daß du das gekörnte Bley auff den Zeug in den Tiegel strewest, davonsetzt sich das Golt mit etlichem wenig Silber darinnen zu grunde, das heist niederge-schlagen, wirff des nachfolgenden Fluß darauff/ rüre es einmahl mit dem Eisern Ha-ken wol vmb/ decke den Tiegel mit der stürtzen wieder zu/ vnd laß es also eine weile imFluß stehen, dann decks wieder auff, vnnd schlags wieber nieder mit gekörntem Bleyvnd einem wenig gekörnten Kupffer, diß thue zu dreymahlen, vnnd brauch allewegekörnten Bleyes und Kupffers darzu/ merck aber/ wann du 20 Marck Silber im Tic-gel stehen hast/ das du von dem Fluß auff dreymahl zum nieder schlagen vber 10 Loth/und vber anderhalb Marck körnt Bley vnd 4 Loth Kupffer nicht brauchest, dann sodu mehr brauchest wird der Silberkönig zu groß werden.Wann du nun zum drittenmahl niedergeschlagen hast, so laß den Tiegelmit sampt dem Zeug noch eine gute weil im guten Fluß stehen, darnach so heb ihn ausdem Fewr, vnnd laß ihn kalt werden, dann schlag jhn auff, so findestu von 20 MarckSilbers, vnten am boden einen Silberkönig, beyleufftig 6 Marck schwer, oder et-was weniger, in dem ist das Golt, so viel in 20 Marck Silbers gewesen ist.Nach verrichtung des ersten Guß/ so Probier das Plachmahl erstlich auffSilber/ vnd dann das Silber auff Golt/ befindestu/ daß das Plachmahl noch GoltHelt/ so setze es wieder in einen newen Tiegel/ vnnd laß es fliessen/ brauche deinen Nie-derschlag mit dem gekörnten Bley vnnd ein wenig Kupffer, gleich wie zuvorn, abernicht so viel/ es sey dann/ daß das Plachmal reich am Golde were/ dann braucht man desgekörnten Bleys vnd des Kupffers viel, so wird der Silberkönig desto grösser, vndkömpt das Golt auch zusamen/ sonderlich/ wann viel Golt im Silber ist/ mustu desNiederschlags erstlich desto mehr brauchen/ damit du das Golt alles nieder schlägst/vnd wann du das Golt alles in den zweyen Königen hast/ vnd befinst/ das sie noch zu armam Golde weren, daß ist, wo du nicht in denselbigen den 4 oder zum wenigsten den5 theil Golt hast/ dadurch das Golt im scheiden nicht gantz möchte bleiben, so mag-stu die Könige wieder einsetzen, körnen, vnd weder mit dem Schwefel zurichten, wiedu zum erstenmal mit dem gekörnten gethan hast/ vnd setze dasselbige gesonderte körntwieder in einen newen Tiegel/ setz auch ein wenig Kupffer darauff, vnnd bedeck es mitdem Fluß vnd ein deckel oben darauff, vnnd setz es also gedeckt wieder ins Fewr in eimWindtofen, laß es wol fliessen, schlags wieder mit dem kornten Bley nieder, brauchezu allen vnd einem jeden Niederschlag den hernach gesatzten Fluß/ rüre es mit dem Ei-sern Haken wolvmb vnd damit du den Silberkönig nicht zu groß machest/ vnd nichtviel vergebens im Scheidewasser scheiden darffst, kanstu ihn fein mit den Nieder-schlag(ob der Königklein oder groß werden sol) helffen, dann durch vleissiges Probi-ren kan mans allezeit innen werden, ob das Golt alles in den König, oder ob noch et-was in dem Plachmal blieben sey, damit man sich desto besser darnach zu richten hab.Wann du nun alle Sachen verrichtet, vnd den Tiegel heraus gehoben hast,so magstu den Zeug aus dem Tiegel in ein Eisern Mörsel giessen/ so mit Vnßlit odermit dünnen Läim bestrichen, vnd ein wenig warm gemacht sey, welches ich dann fürgar gut halt, dann in solchem eingiessen kömpt der König rein zusammen, vnd so bald derZeug aus dem Tiegel gegossen, so setze den Tiegel wiederumb alßbald in den Windt-ofen/ sonderlich wann der Tiegel gut/ vnnd dem zuvertrawen ist/ vnt stoß den Zeugaus dem Mörsel/ schlage den König vom Plachmahl ab/ vnnd setze das Plackmahlvon stunden an in ein Tiegel hinnach/ laß es fliessen/ wie es dann gar gerne fleust/ vndschlags wiederumb nieder, vnd halts in aller gestalt darmit, wie davon erst berichtgeschehen, dann geuß es wieder in den Mörsel/ vnnd laß es kalt werden, Zu letzt,wann das Gott alles in die Silberkönige niedergeschlagen, so nimb dieselbigenKönige, vnnd brenne die auff einen Test rein, vnd körne darnach dieselbigenTentwe-
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
147
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