Der siebende Theil saget von148entweder in dem schwebenden Wasser wie oben gemelt/ dünne oder in einen Zehn ge-gossen vnd dünne geschlagen, folgends in Scheidewasser, wie oben gemelt, ge schie-den/ Zu diesem scheiden gehören gute Zip fertiegel/ in welche du auff einmal bey funff-tzig Marck Silber, oder mehr zu scheiden, einsetzen kanst.Wann viel göltig Silber erzehlter massen mit dem Schwefel zugerichtet,in einen Tiegel gesetzt, vnd das Golt mit dem Bley/ Kupffer und Fluß niedergeschla-gen ist, so schlägt sich das Golt von oben ab nieder, alß dan kanstu mit einem kleinenglüenden Schöpfftiegel etliche Plachmahl, doch nicht gar auff die helffte aus denTiegel schöpffen, darnach den Tiegel wieder zudecken, vnd aber niederschlagen, vnndletztlich den Zeug/ wie gemelt/ in einen Eisern Mörsel giessen, durch diesen weg wirddas Plachmahl auff einmahl vom Golde gewiß rein werden.Wocheiden der armen goͤltigen Silber.Wann man die armen göltigen Silber, deren ein Marck nur ein Heller oderPfennig Golt helt, im Guß scheiden wil, sol man das göldische gekörnte mit demSchwefel, wie oben gemelt, in einen Tiegel bey 50 Marck einsetzen, vnd wol fliessenlassen, alßdan solches mit gekörntem Bley, vnnd mit ein wenig Kupffer niederschla-gen/ vnd wann der Niederschlag recht verrichtet, das Plachmahl mit allem Zeug/ daßist/ mit sampt den niedergeschlagenem Silberkönig vnd dem Golt, in einen andernheißgemachten Tiegel, vnd wieder aus demselbigen in den ersten giesse, vnnd alß danerst in ein Eisern Instrument/ lenglicht wie ein Mülderlein formiret, so mit Läim ge-schlempt vnnd woldrucken worden, also, das es in die breite fliessen kan, daß sich derSilberkönig mit dem Golde fletzen, doch breit vnd gar dünne, so wird sichs befinden,das sich in solchem vmbgiessen, das Golt alles auff einmahl in den Silberkönig be-gibt/ und man darff das Plachmahl nicht noch einmahl ein setzen/ sondern kansts auffeinmahl rein vnd ledig machen. Solches ist nun wol ein vernünfftiger weg, weil sichder Silberkönig mit dem Plachmahl außbreitet, damit das Silber das Golt destodaß erreichen vnd annehmen kan.WJe daß Plachmahl sol zu gute gema-chet werden.DAß vbriege Silber, so im niederschlagen nicht in die Silberkönige kömpt,das ist in dem Plachmahl/ das kanstu nachfolgender gestalt also zu gut machen/ alleinwisse, wann man zum Niederschlag viel Kupffer vnnd wenig Bleybraucht, so wirddas Plachmahl reich am Kupffer, derohalben solches wiederumb zu gut zu machen,viel Bleyes haben wil.Wann du aber viel körnet Bley vnd wenig Kupffer darzu nimpst, so wirddas Plachmahl reich am Bley/ und arm am Kupffer/ vnnd schlägt sich gleichwol daswelches im zu gut machen desGolt solcher gestalt nach, nieder in Silberkönig,Plachmahls einem zuträglich ist/ man leidet auch am Silber keinen grossen abgangk.Wann deß Plachmahls 30 Marck ist/ das du zu gut machen wilt/ so richteeinen gar flachen Test zu, von guter geschlempter Aschen, wie zu der Silber Arbeit,setze den für ein Gebläß, das nicht zu starck sey, laß ihn erstlich erwarmen, vnnd thuedann 15 Pfundt rein Bley drauff/ blaß ihm mählich zu/ vnd so es anfangt zu treiben/so lege immer ein stucklein nach dem andern von dem Plachmahl darein, so nimpt dasBley dasselbige bald zu sich, vnnd verblest sich der Schwefel auff dem flachen Testvnd gräbt das Plachmahl auch nicht so sehr in Test ein, weil es arm am Kupffer ist,Were aber des Bleyes nicht genug, so kanstu des mehr hinnach setzen, so lange, bißdu alles Plachmahl eingetrenckt hast/ das treib auff den Testrein ab/ so wirstu befin-den/ das dem Silber im scheiden nicht viel vber ein Quantlin abgangen ist.Man
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
148
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