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^cta Lli'uljitcu'um eVcts Lanclorum
Geheime Eabinetsacten, Ministerialactcn, Kammeracten, RegierungS-, GerichtS-arten u. s. w. Man legt tie zu einer Sache gehörigen wol »ngehefter unter einemUmschlag (Tectur) zusammen und bezeichnet die einzelnen Stucke mit Zahlen, ineinem Vierecke ((.»m'icli-ni^ulus), nach welchen sie angeführt werden (u,.->o. I. 61),aber weit zweckmäßiger ist es, sie genau chronologisch zusammenzuheften und dieBlatter mir Zahlen zu bezeichnen. Die Aufschrift der Acten, welche die Behörde,vor welcher sie geführt sind, den Gegenstand und die Zeit angeben soll, ist das >1u-luuin. weil es früher mit rothen Buchstaben gemalt wurde, der Inhalt das >i-der Acten. Öffentliche Acten haben solle Beweiskraft, vorzüglich die ge-richtlichen, wenn sie in gehöriger Form geführt sind, wozu die Gegenwart oer er-fokerlichen Beamten, das Vorlesen und in einigen Ländern, z. B. Preußen, auchdie Unterzeichnung der handelnden Parteien gehört. — Privatacten oder Ma-nualacten sind die, welche von Privatpersonen zu ihrer Notiz gesammelt werden.Zu getreuer Führung der Acren sind oft eigne Beamten bestellt, Actua-rien (s. d.). 37.
Antu b. r u il i t n r n m, die erste in Deutschland erschienene gelehrteZeitschriK, und lange Zeit hindurch eine der gelesenste» und am weitesten verbreitere».Zunächst wol das Beispiel des „„I ,I<> 5.>ean>," und des „k1i,,i,,>, lo,1«litte,!>ti", aber zugleich auch die eben damals sich hebende Thätigkeit des deutschen Buchhandels, veranlaßten den leipziger Professor Otto Mencke 1680 zur Begrün-dung dieses kritischen Instituts. Nachdem er durch eine Reise nach Holland undEngland die nothwendigen Verbindungen eingeleitet hatte, begann er in Gesellschaftder ausgezeichnetsten deutschen Gelehrten 168- die Herausgabe des Journals,welches mit jedem Jahre sich einen großer» Kreis von Lesern zu verschaffen wußte.Zu den Mitarbeitern gehörten Carpzov, Leibnitz , Thomasius, H. v. Bünauu. A. m. Der Zweck desselben beschränkte sich auf treue und vollständige Relatio-nen, und es blieb dieser Tendenz auch dann noch treu, als (zunächst durch die inHolland erscheinenden franz. Journale) größere Lebendigkeit und Selbständigkeitin die öffentlichen literar ischcn Verhandlungen gekommen war. Vielleicht in dieserzu geringen Beachtung des allmälig verwobnten lüerarischcn Publieums, gewißaber in der sorglosen Redaction des Pros. Bel seit 1751 und in den Unruhen dessiebenjährigen Kriegs lag der Grund, warum das Journal immer mehr an innermGebalr und äußerer Verbreitung verlor. Zuletzt erschien es so unordentlich, daß1782 erst der Jahrgang 1776 ausgegeben wurde, mit welchem es schloß. Mitallen Supplementen und Registerbänden bildet eS eine Reihe von 117 P.»an-banden. ^ 52.
.Iota 8 a n o t n r ii m ist theils die Benennung für alle-Lammlunge» äl-terer Nachrichten über die Märtyrer und Heiligen der griechischen und lateinischenKirche, theils insbesondere der Titel eines alle jene Nachrichten umfassenden Werks,welches aufVeranstaltung des Jesuitenordens von dem antwerpener Jesuiten I c bannBolland 1643 begonnen, und nach dessen Tode von ander» Geistliche» desselbenOrdens — von dem Begründer gewöhnlich B oll and i sten (s. d.) genannt — biszum I. 1794 ssi-lgesetzt, obwol bis jetzt noch nicht beendigt wurde (Antwerpen ,Brüssel und Tongerloo, 1643 — 1791, 53 Fol,oba»de, welche nur bis zum 15.Oct. gehen). Bereits im 2. und 3. Jahrh, finden sich Spure» von Aufzeichnung ein-zelner Nachrichten über Personen , welche sich durch einen heiligen Lebenswandeloder durch Beständigkeit bei den Ehristenvcrfolgungen ausgezeichnet hatten; aus-führlichere Biographien begannen mit dem 4. Jahrh.und mehrten sich bis zuEndedes MircelalrerS in unübersehbarer Anzahl. Seit ungefähr dem 6. Jahrh, fingman an, aus diesen einzelnen Lebensbeschreibungen allgemeinere auf Erbauungberechnete Werke zusammenzusetzen, und die erste kritische Sammlung von Ori-ginallegenden lieferte 1474 Boninus MombritiuS. Über alle diese und andre