Actimn
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Activ und passiv
Sinne. Beider Unterschied hängt davon ab, daß bei der letzter» sich die sichtbareDarstellung mit der hörbaren (Declamation oder Gesang) verbindet, und mankann daher wieder die Action im recirirte» Schauspiel (s. Schauspielkunst) vonder Aetion des L?>per»sangers unterscheiden, deren Eigenthümlichkeit durch die Da-,tur der Musik bestimmt ist. Bei der pantomimischen Darstellung drangt sich Allesauf den sichtbaren Ausdruck zusammen. (S. Pantomime.) Die Ac.ion umfaßt1) das Tragen, die Haltung und Stellung des Körpers übe! Haupt, insofern da-durch gewisse geistige Eigenschaften und Zustände (des Denkens, Fuhlens undWollens) einer Person zu bezeichnen sind. Hierzu gehört also dieAttilude (s. d.),Gebärdung im weiter» L5in»e; 2) Bewegungen der Kerperrheile, also des Kopfes,der Arme und der Fuße, und 3) insbesondere Bewegung der ausdrucksvollstenGlieder dieser Körpertheile. Letztere sind nach dem Grade dieser AiiSdrucksfahigkeit:r>) Augen und GesichtSmuSkeln — daher Augenfprache und Mienen spiel; 0)Hände und Finger — daher Gesticulation im engern Sinne, deren auch derRedner bedarf. Der Fußbe we gung gibt die Tanzkunst besondere Ausbildungund Bedeutung. (Ld. auch M i m i k.) 's.
?l c t i u m , ein Vorgebirge an der Westküste Griechenlands , im alten Epi-ruS, die nördlichste -Lpitze von Akarnanien (im heutigen Albanien ), am Eingangdes ambracischen Meerbusens, jetzt Capo di Figolo (oder Azio am Golf von Ai ta)genannt, ist wegen der am 2. Ldept. des I. 31 v. Chr. bei demselben geliefer-ten Seeschlacht, zwischen PcraviamiS und ?lntoniuS, berühmt. Als Bcravianusdurcb die Begierde, mit Niemand die Herrschaft zu theilen, und durch das unsin-nige Benehmen des Antonius in s. Provinzen gegen Letzten, zu kämpfen begann,lagerten beide Heere auf den entgegengesetzten Ufer» des ambracischen Meerbusens.Das des QctavianuS war 80,000 M. zu Fuß, 12,000 Reiter und 260 Kriegs-schiffe, das des Antonius 100,000 Fußgänger, 12,000 Reiter und 220 Schiffestark. Trotz des Raths seiner erfahrensten Krieger, eine Landschlacht zu liefern,entschloß sich Antonius, auf Antrieb derKleopatra, zum Kampf zur See. Scdöngeschmückt rückten seine durch Größe ausgezeichneten Schiffe vor, die des Octavian waren kleiner, jedoch gewandter. Beide Flotten waren mit Soldaten von römi-schen Legionen besetzt, welche die Schlacht als ein Gefecht zu Land und die schiffeals Festungen, die erstürmt werden sollten, betrachteten. Die des Antonius war-fen Feuert, pfe und Pfeile durch Katapulten, während die des OctavianuS die feind-lichen Schiffe mit Haken an sich zogen und stürmten. Gleich nach Anfang derScblacht, als noch Nichts entschieden war, ergriff Kleopatra , die sich als Zu-schauerin bei derselbe» befand, bei einem kleinen Nachtheil der Mitte der Flotteihres Geliebten, feig mit 60 ägyptischen Schiffen die Flucht. Unbesonnen folgteihr AnroniuS sogleich in einem andern, und bald war nun der Sieg über die ver-lassene Flotte, trotz der tapfern Gegenwehr, durch die Waffen und noch niehrdurch das Zureden des ÄctavianuS, welcher die schimpfliche Flucht s. Gegners be-kanntmachte, erfochten. Die Flotte des Antonius vereinigte sich mit der desAugustuS; nach 1 Tagen folgte auch das Heer, welches der Schlacht, gleichdem Ockavian'S am Strande aufmai schürt, ruhig zugesehen hakte, und dem anfangsdie Feigheit seines so geachteten Feldherrn unglaublich vorgekommen war, ihremBeispiel. Antonius floh mir seiner Geliebten nach Ägppten und stürzte sich dort,von seinem Feinde in die Enge getrieben, in s. Schwert. AugustuS ließ zu s. Lie-ges Gedächtniß und aus Dank gegen die Götter den Tempel des Apoll zu Aciiumerweitern, dort die eroberten Siegeszeichen, dem Neptun unk Mars geweiht,aufhängen und alle 5 Jahre Spiele zum Andenken der Schlacht, die ihn zumHerrn der bekannten Welt machte, feiern. Auch baute er, wo sein Lager ge-standen, die prächtige >Lttadt Nikopolis, wo jetzt Prcvesa liegt. 32.
Activ und passiv (lar.) bezeichnet thätig und leidend, d. h. eine Wirk-