des Stockwerks, oder eigenthümliche Spulen, oder Beides zugleich. Den Fuß-boden nimmt man häufig von Estrich, der Wohlfeilheit, Leichtigkeit und Rein-lichkeit halber, mit einiger Abschüssigkeit für die Feuchtigkeiten aus der Luft unterder Brustlehne. Die Einfassung der Brustlehne kann durchbrochen sein oder nicht,sowie es von der Phantasie des Besitzers abhängt, die Breite der Einfassung mitBlumen, Pflanzen, Brustbildern rc. zu schmücken.
Altar, ein erhöhter Platz, dann, weil man sich seiner zum Opfer bediente,ein Opferplatz, Opferherd. Anfangs waren die Altäre aus Erde oder Asche, später,als man Tempel errichtet hatte, aus Stein, Erz, und in schöner Form mit mannig»faltigen Verzierungen. Sie standen gegen Morgen vor der Statue des Gottes, nie-driger als letztere. Sehr verschieden von diesen sind die Altäre in den christl. Kirchen.Hier war der Altar kein Opferherd, sondern ein Tisch, an welchem das Liebesmahlgehalten wurde. Als sich dies in kirchliche Ceremonie verwandelte, blieb jedoch derAltar einTiscb, in denChor der Kirche gestellt, woran das Abendmahl ausgetheiltund andre Kirchengebräuche vorgenommen wurden. Die gemauerten Altäre bei denChristen kamen wahrscheinlich erst unter Konstantin dem Großen auf. Die Verord-nung, sie allezeit gegen Morgen zu stellen, ist vom Papst Si.rtuS II. In denrömisch-kath. Kirchen findet man seit Gregor VI. mehre Altäre. Der Hochaltar,als der vorzüglichste, ist im Chor der Kirche und steht erhaben aufStufen; die an-dern kleinern sind an den Pfeilern,-Leitenmauern oder in Capellen angebracht. Auchin den größer» protest. Kirchen ist gewöhnlich ein großer lind ein kleinerAltar.
Altdorfer Albert oder Albrecht), berühmter alldeutscher Maler und Ku-pferstecher, geb. zu Altorf in Baiern 1188, gest. 1538 in Regensburg , wo er diegrößte Zeit lebte. Unter s. großen Bildern ist der Sieg des Alexander über DariuS,welches durch die Franzosen aus München nach Paris kam, und die Geburt des Hei-landes, in der kaiserl. Galerie in Wien , ausgezeichnet durch Fleiß und Mannigfaltig-keit des Ausdrucks. Als Kupferstecher wird erzu den sogen, kleinen Meistern gerech-net, auch der kleine Dürer genannt, weil er diesem Meister steh sehr näherte. Vonseinen seltenen Kupferstichen liefern Bartsch und Heinicken Verzeichnisse.
Altenburg , ein sächsisches Herzogthum im alten Osterlande, welches durchdie reußische Herrschaft Gera in 2 Theile getheilt wird. Es entstand dadurch, daß1603 Herzog Johann von Weimar, des unglücklichen Kurfürsten von Sachsen ,Johann Friedrich , Enkel, das väterliche Land mit dem Sohne seines verst. BrudersFriedrich Wilhelm I. theilte, wobei dieserAltenburg wählte, und er selbst Weimar erhielt. Die altenburgische Linie erlosch 1612, und das Fürstenthum Altenburg fielan Herzog Ernst den Frommen zu Gotha , dessen Söhne das väterliche Erbe theil-ten, wodurch Altenburg in den gothaischen, eisenbergischen und saalfeldischen An-theil zerstückelt ward. Nach Herzog CbristianS zu Eisenberg Tode, 1101, kam dereisenbergische Landesantheil wieder an das Haus Gotha , welches jetzt die 6 ÄmterAltenburg, Ronneburg, Eisenberg, Camburg, Roda und Kahla von dem Alten-burgischen besaß. Dieser gothaiscbe Antheil enthielt 25 IHM., mit 109,551 E,(in 11 Städten, 505 Marktfl. und Dorf.). Der saalfelkische Antheil (3 Äm-ter: Saalfeld, Gräfenthal und Propstzella, 8 OM., 22,300 E., in 4 Städten,2 Marktfl. und 92 Dorf.) gebort, nebst Camburg , seit 1826 dem Herzoge vonSachsen-Meiningen -Hildburghailsen. Seit 1806 sind durch einen Vergleich dieVerhältnisse, welche den saalfeldischen Landestheil noch mit Altenburg staatsrecht-lich verknüpften, völlig aufgehoben. Durch den Theilungsverkrag vom 15. Nov.1826 erhielt Altenburg (mit Ausnahme CamburgS und einiger Parcellen) der bis-herige Herzog von S.-Hildburghausen , welcher nun Herzog von S.-Altenburgheißt. Dieses Fürstenthum, eins der blühendsten Länder Deutschlands , hat auf23^ LlM. 108,000 E., die durch den ergiebigen Feldbau und die starke Viehzuchtsehr wohlhabend sind.—Die Landschaft hat 3 Curien: das Ausschußcollegium (16),