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Erster Band. A bis Bl.
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241
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Alterthümer (deutsche) 241

lehrte für einzelne Theile oder das Ganze der deutschen Alterthümer geleistet haben,kann man m Bernh. Friedrich Hummel'S „Bibliothek der deutschen Alterthümer,Mein. geordnet:c." (Nürnberg 1787) und dessen „Zusahen zur Bibliothek" (eben-das. 1781) übersehen. Früher wurden die deutsche» Alterthümer vorzüglich zurErläuterung andrer Wissenschaften bearbeitet, wie z. B. Grupen „Deutsche Alter-thümer, zurErläut. deSsächs.und schwäb. LehnrechtS" (Z.Ausl., Halle 1782) undIoh. Gottl. HeineeciuS „.-liUiglaii^tos llcoo.niiue. juiNpi uü>a>lia,ii HiiUilian-les" (Kopenh. 1772— 73) schrieb, wiewol schon Paul. Chr. Höpfner in s. „17,r-inania iniiiezua, oder kurze Fragen von den alten Gebräuche» der Deutschen rc."(Halle 1711 — 12), undspäter Tresenreuter'S kurzes Conipendium („ 1nti,s>iitulk-?Oeu niu».", Göttingen 1761) den allgenieinen GesichtSptiiikt einschlugen. Zu denbessern und ausführlicher» gehören des erwähnten Hummel „Compendium deut-scher Alterthümer" (Nürnberg 1788), nebst s. „Beschreib, ncuentdeckrer Alterthü-mer in Deutschland" (1762) und Roßig'S „Alterthümer der Deutschen :c." (2.Aufl.,Leipz. 1801). Wiewol nun diesem allgemeinen Compendium kein neueres, unsersWissens, gefolgt ist, so har doch die Kunde der deutschen Alterthümer in der neuestenZeit, und besonders seit der Epoche der sranz. Zwinzherrschaft, durch welche dasdeutsche Nakionalgefuhl so mächtig aufgeregt wurde, umso größere Fortschrittegemacht, je mehr man sich mit gründlichen Untersuchungen über das Einzelne undi» bestimmten Provinzen Vorhandene beschäftigte: Untersuchungen, welche frühertheils vernachlässigt waren, theils nicht von dem umfassende» wissenschaftlichenStandpunkte unserer Zeit angestellt werden konnten, weshalb es auch nichtmöglichwar, ein gründliches Ganzes zu liefern. In dieser Beziehung sind rühmlich zu er-wähnen: Gräter, besonders in s. Zeitschrift „Zduna und Hermode" (1816, -1.);Büsching in s. „Wochenrl. Nachr. für Freunde der Gesch.", woraus besondersabgedruckt ist: „Der Deutschen Leben, Kunst und Wissen im Mittelalter", undandre Monographien, ;. B. „Das Bild des Gottes Tvr" (Dreslau 1819); „Dieheidnischen Alterthümer Schlesiens", 1. u. 2. Heft (Leipzig 1820 — 21), nebstKruse'S „Budorgis, (Leipzig 1819). Ferner: Dorow, „Opferstätten und Grab-hügel der Germanen am Rhein" (2 Hefte, Wiesbaden 1819 —21); „Rhein-gauische Alterthümer", von Bodmann, 1. u. 2. Abrh. (Mainz 1819, 4.); I. A.Pauli, „Die römischen mtd deutschen Alterthümer am Rhein" (1. Abrh.: Rhein-hessen, Darmstadt 1821); Görhe, „Kunst und Alterthümer am Rhein "; „Kur-märkische 2l!ierthums--Merkwürdigkeiten", im I. 1820 entdeckt, von Reichen-bach (Berlin 1821). Ferner gehören hierher: „Die deutschen Denkmäler", her-cmsgeg. und erkl. von Ban, Babo, Eirenbenz, Mone und Weber, 1. Heft(Heidelb. 1820); W. E. Grimm, „Über deutsche Runen" (Gott . 1821), undviele Forschungen, ;. B. Barrh'S, die Urgeschichte Deutschlands betreffend (Hof1818). Vornehmlich haben sich die Forschungen über deutsche Alterthümer neuer-lich auch mit Sprachdenkmalen (hier sind zu nennen von der Hagen, Grimm,Docen u. A.), sowie niir den Denkmälern der altdeutschen BauklM (hierher ge-hören Moller'S, Costenoble'S, Stieglitz's, O.uaglio'S u. A. Arbeiten; s. Ge-schichte der Ballkunst) beschäftigt. Auch dürfen wir nicht übergehen, daß diedeutsche Alterthumskunde sowol durch thätige Unterstützung mehrer Regierungen(;. B. der preußische» am Rhein ), in der Nachgrabung und 'Aufbewahrung alt-deutscher Denkmäler, als auch durch mehre kürzlich errichtete Privatgesellschaften,z. B. die Gesellschaft für ältere deutsche GeschichtSkunde, der thüringisch-sächsischeVerein zur Erforschung des vaterländ. Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale,dessen Sitzungen in der Stadt Naumburg gehalten werden, und 2 andre Gesell-schaften für Erforschung der Alterthümer im Königreiche Sachsen, welche in Dres-den und Leipzig ihren Sitz haben, mit Liebe gefördert wird. Als SammlungenltuSgegrabener teutscher Alterthümer nennen wir das Museum der rheinisch-west-

Eoiivcrsiilivus - Lepicv». Bd. l. 16