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Altcrlhüiner Schlesiens
fälifchen hllterkb. zu Bonn, die fürstl. Alterthümersammlung zu Braunfels (bär-gest. von Schauni, in lithograph. Vlanier), und die des H. Rosengärtner zu Salz-burg . Dlirch solche Bemühungen ist zu hoffen, daß wie das Leben unsers Volksvon seinem frühesten Zustande an immer klarer überschauen und auch dadurch dierichtige Würdigung der Gegenwart gewinnen werden, welche die Kenntniß der Ver-gangenheit immer vermittelt. Zugleich wird durch sie die thätigste Belebung derVaterlandsliebe und des NationalsinneS ausgesprochen und bewirkt. 44.
Alterthümer Schlesiens. Eineseit 1815inBreslaubestehendeGesellschaft für vaterländische Cultur, welche zu belehrenden Unterhaltungen, ge-meinschaftlichen Untersuchungen wissenschaftlicher Gegenstände, die den Namengemeinnütziger verdienen, und vorzüglich zu Aufbringung aller Hülfsmittel, diediesem Zwecke forderlich sein können, mit Genehmigung der höchsten Behörden zu-sammentrat, hat ihren Eifer vorzüglich auf die alten Denkmäler sowol heidnischerals christlicher Zeit gewandt. Ein Journal, „Correspondenz der fehles. Gcsellsch."gibt von ihren Arbeiten Rechenschaft. Mit ausgezeichneter Theilnahme betriebman aber die Aufsammlung der heidnischen Überreste, die im Museum der bres-lauer Hochschule ein Unterkommen, und an Pros. Büschinz einen gelehrten Erklä-rer fanden. Beim Anlegen einer neuen Landstraße, unweit Wohlan, traf manauf weit verbreitere Todtenstärteu; Geräth, wie auch schon anderwärts entdecktworden ist, kam zu Tage und wurde in den „Heidnischen Alterthümern Schlesiens",herauSgeg. von Busching (Leipz. 1820), mit Skeindr. in gr. Fol., genau bekanntaemacht. I>. Kruse baute auf die Ldrrlicbkciten der Todtenstätien ein geograph.System, das, PtoleniäuS vervollständigend, vorzüglich die W„h„orte der Logiernachweisen sollte. Zuerst trug ercS in der „Budorgis" vor, dann weiter, trotz derWidersprüche zweier Beurtheilet-(in den Wiener und in den Heidelb. Jahrbüchern),in dein ,/Archiv für alte Geographie, Gesch. und Alterthümer, insonderheit dergermanischen Völkerstämme" Breslau 1821). 19.
A l t h ä a, Gemahlin des Öneus und Mutter der De>anira(s. d.).
Altona, nach Kopenhagen die größte dänische Stadt, im Herzogth. Hol-stein (53° 5t'25" Br. und 43° 2G38" H. L.), eine Viertelstunde unterhalb Ham-burg an der Elbe, ist vom Hamburger -Berge, Hamburgs Vorstadt, durch einenkleinen Bach, jetzt der Stadtgraben genannt, getrennt. Die Ltadt enthält über23,000 Einw. (unter diesen 2400 deutsche und portugies. Juten, die das Bürger-rechr haben, mit einem Dberrabbiner, linker dem alle Juden, auch die Hamburger,von der Elbe bis an den kleinen Belt stehen, ausgenommen die Glückstätter) undetwa 2230 Häuser und 520 Wohnkeller, ist aufcinem sehr abschüssigen Boden ge-baut, welcher sich zum-Stadtgraben, besonders stark aber zur Elbe senkt, indem sievon dieser Seite einen amphitheatralischen Hinblick gewährt. In Altona ist, einenTheil an der Elbseite ausgenommen, die Bauart nicht gedrängt, und es sind mancheGärten in der Stadt, desto unregelmäßiger sind die wenigen freien Plätze. Unterden öffeml. Gebäuden zeichnen sich aus: die Lutherische Kirche, das RathhauS linddas Waisenhaus. Der schönste Theil der Stadt ist die Palmaille , eine lange undbreite Straße, an beiden Seiten mit ausgezeichneten Privatgebäuden, und in derMitte mit einem mit mehren Reihen Bäumen besetzten Spatziergange, von woman an einigen Stellen den Blick auf die Elbe, die mit Mühlen und Wersten ver-sehenen Inseln und das gegenseitige öde, meistens mit Heide bewachsene, bergigeUfer hat. Die Straßen sind größkentheils breit und gerade, viele gut, und einigevorzüglich gut gepflastert. Desto schlechter ist die Straßenbeleuchtung. Die Fabri-ken sind unbedeutend, mit Ausnahme der Zucker-und Seifensiedereien, der Thran-brennereien und Catkundruckereien. Der Herings - und Wallflschfang dieser Stadtist ansehnlich. Wichtig ist der Handel, obgleich die Stadt weder einen guten Hafennoch Canäle hat, die den Transport der Waaren erleichtern. Weil Hamburg mit