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Alvensleben
Alxinger
dem Zaar, er lieferte (am 8. Apr. 1707) den Liefländer I. R. von Patkulss. d.)an Schweden aus, gestattete den Schweden Winterguartiere in -Lachsen undverpflichtete sich, Nichts in dem Kirchenwesen zum Nachtheil der evangelischen Kir-che abzuändern. August wollte diese Bedingungen nicht genehmigen, gab jedochin der Hoffnung, das eine Miltermig erlangt werden würde, dem Geh. Ref.Pfing-sten ein Blanket. Allein Karl bestand fest auf jenen Bedingungen, und Pfingstenschrieb nun die Ratisicakio» der FriedenSurkundc auf das Blanker. Der Friedewart erst am 26. Nov. publicirt; denn August mußte ihn geheim halten, weil erin Polen gewissermaßen von den Russen abhängig war und daher sogar, nach be-reits abgeschlossenem Frieden, einen Angriffder Russen aufden schwedischen GeneralMardenfeld bei Kalisch (den 29. Oct. 1706) unterstützen mußte. Er kehrte den 19.Jan. 1707 nach Dresden zurück. Der Sieger behandelte das Kurftirstenthum sehrhart und verließ Sachsen erst im Lepk. 1707, nachdem er mit Preußen dasAltranstädter Bündniß vom 16. Aug. 1707, und mit dem Kaiser Joseph >. am22. Aug. und 1. Sept. 1707 die Altranstädter Convention geschlossen, dadurchaber den Protestanten in Lchlesien die freie Religionsübung gesichert, sowie dieZurückgabe der eingezogenen 118 Kirchen und Lchulen verschafft hatte.— NachKarls Niederlage bei Pultawa erklärte August den 8. Aug. 1709 den AltranstädterFrieden für ungültig, weil Jmhof und Pfingsten das Blanket gemißbraucht undihre Vollmacht überschritten härten. Jener wurde zu lebenswierigem Gefängniß,dieser zum Tode verurtheilt, jedoch ebenfalls auf den Königstein gesetzt. Augustzog, aus die Einladung einiger polniseben Großen, nach Polen , nahm von demThrone wieder Besitz und erneuerte sein Bündniß mir dem Zaar.
Alvensleben , eine adelige, jetzt zum Theil gräfliche Familiesluther.),die vorzüglich im Magdeburgischen und in der Altmark begütert ist und ihreAbstam-mung von Wichard von Alvensleben, bischöflich halberstädtischem Ministerial zuAlvensleben um 1175 — 85, ableitet, sich in verschiedene Linien theilt und vielehochverdiente Männer unter ihren Mitgliedern, z. B. den Grafen PhilippKarl, Sohn des KriegSrathSpräsidenten in Hanover, zählt. Dieser wurde 1715geboren, studiere in Halle die Rechte und wurde Referendar der berliner Kriegs-und Domainenkammer, nachher 1775 auüerordeml. Gesandter am sächs. Hofe,1787 am Hofe ;u Versailles, Botschafter bei der Republik der verein. Niederlande 1788, und in England 1789. 1790 wurde er Minister der auswärt. Angelegen-heiten, unk erlangte den Ruf einer thätigen Geschäftsführung, sowie eines ein-sichtsvollen und zugleich höchst menschenfreundlichen Ltaatsmannes. Lr starb1802. — Des königl. preuß. Kriegsraths L. W. Wohlbrück's „Gesehichrl.Nachr. von dem Geschlechte von Alvensleben und dessen Gütern ' (Berlin 1819,2 Thle.) ist ein für die deutsche Adelsgeschichte überhaupt sehr wichtiges Werk.
Alxinger (Johann Baptistvon), geb. zu Wien 1755, siudirke unter demberühmten Antiquar Eckhel und gewann bald die Alten so lieb, daß er in der Folgenie aufgehört hat, sich mit ihnen zu beschäftigen. Durch den Tod seiner Alternin den Besitz eines beträchtlichen Vermögens gesetzt, bediente er sich seiner D ockor-würde und seines Titels als Hofadvocat nur, um die Streitigkeiten Derer, die sichan ihn wandten, unentgeltlich beizulegen. Seine Gedichte, die er 1780 zu Halle,178-1 zu Leipzig und 1788 zu Klagenfurt in einer Sammlung herausgab, er-warben ihm damals einen Namen. Man fand eine lebhafte Einbildungskraft, sei-nes Gefühl und gefällige Leichtigkeit darin; weniger Beifall gewann eine neueLammlung seiner Gedichte (Wien 1794). Desto günstiger waren seine Haupt-werke: „Doolin von Mainz" (1787) und „BliomberiS" (1791), aufgenommenworden, 2 Ritkergedicbte, in denen er als Nachahmer Wieland'S erscheint undAlles leistete, was man mir einem von Hähern Dichtergaben entblößten Talent undFleiße in der Poesie leisten kann. Ihr Ruf war nur vorübergehend. Lein letztes