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Erster Band. A bis Bl.
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Amalla (Herzogin von Sachsen - Weimar )

Feinere von kein Grobem zu trennen. Letzteres wirb nochmals geröstet und durch-geworfen, ersteres aber gemahlen und durch Mehlbeutel gegeben. Das eigentlicheAmalgamiren oder Anguicken geschieht in horizontal liegenden Fässern, die sieb umihre A>e drehen, und welche gewöhnlich jedes mit 20 Centner Erzmehl, 3 Ctr. Was-ser und ^Ctr. stumpfen Eisinblechstücken besetzt werden. Nachdem die Fässer 1 lStunde umgegangen sind, wird ein Quecksilberzusatz von 5 Ctr. gegeben, und nunbleiben sie 16 —13 Stunde» in ununterbrochenem Umgänge. Ergeben Probendie vollständig erfolgte Amalgamation, so werten die Fässer ganz voll Wasser ge-geben und in eine langsame Bewegung gesetzt, damit sich das schwerere Quecksil-ber ruhig senken könne. (Ist dies geschehen, so werden die Fässer ausgeleert, undzuerst wird das silberhaltige Quecksilber, und dann werden die Rückstände abgelassen,und jedes wird besonders aufgefangen. Das erstere wird durch Säcke von Zwillichgepresst, um das mit dem Amalgam verbundene, noch immer etwas silberhaltigeQuecksilber durch mechanischen Druck zu trennen. Von dein in den Prefsäckenzurückgebliebenen Amalgam wird das Quecksilber durch Destillation getrennt; umaber allen Quecksilberverlust möglichst zu verhüten, bedient man sich eiserner, vonallen Seiten geschlossener und nur unken offener, glockenaruger Gefäße, welcheüber einen eisernen Ausglüheteller, auf welchem sich das Amalgam befindet, der-gestalt herabgelassen werden, daß die unken offene Grundfläche lenes eisernen Ge-fäßes durch Wasser gesperrt wird, in welchem Zugleich der Fuß steht, welcher dieAusglüheteller trägt. Der eiserne Mantel steht in einem Qfen, wird glühend ge-macht, und das Quecksilber in Dämpfe verwandelt, welche sich in dem Wasserverdichten. Das auf den Tellern zurückbleibende Quecksilber wird mit auf demTreibherd aufgesetzt, da es selten mehr als 12löthig ist, und dann fein gebrannt.Die Rückstände werden, mit Wasser verdünnt, in große Bottiche geleitet, dort durchRechen umgerührt, worauf sich die Quecksilberamalaamtheilchen senken. DieFlüs-sigkeit kann auf Quicksalz (Glaubersalz, welches mit Kochsalz, salzsaurem Eisn :c.verunreinigt ist) verfetten werden, welches bei dem Ackerbau benutzt wird. —Auchbeider Gewinnung des Goldes wird die Amalgamation, z.B. in Sudamerika, an-gewendet. Die goldhaltigen Silbererze werden deßhalb beim Mahlen mit Queck-silber versetzt und amalgamirt, wobei nur das rcgulinische Gold und Silber vonjenem Metall ausgelöst wü'd. Außerdem können auch silberhaltiger Rohstem undKupferstein und silberhaltiges Kupfer u. s. w. amalgamirt werden. — Kalt heißtdie Ämalgamaiion, wenn sie, wie die beschriebene, in der gewöhnlichen Lufttempe-ratur, und warm, wenn sie in erhöhter Temperatur geschieht. — Amalgamir-werk nennt man eine Anstalt, welche die zum Amalgamiren erfoderlichen Vorrich-tungen und Maschinerien enthält. Das vorzüglichste Weik dieser Art ist das ander Halsbrücke bei Freiberg in Sachsen ; man findet die Beschreibung desselben inVillefosse'S „Mineralreichthum" (deutsche Bearb., 3. Thl., S. 531), und dieAbbild, auf der 35. Taf. des Atlasses. ^

A malia (Anna), Herzogin von Wachsen-Weimar, geb, d. 24.Dct. 1539,Tochter deS Herz. Karl v. Draunschw.-Wolsenb. Während der letzten Hälfte des18. Jahrh, war diese Fürstin der Mittelpunkt und die Seele eines Hofes, der inmehr als einer Beziehung dem Hofe jenes kunstliebenden Herzogs von Ferrara glich,welchenTasso'S und Ariosio's Gegenwart verschönerte. Sie allein verlieh den Ge-lehrten die Unterstützung, welche sie umsonst von den größer» Fürsten des deutschenReichs erwarteten, indem sie ihnen einen VereinigunqSpunkk und eine angemesseneExistenz gab. Doch nicht' allein als großmüthige Beschützerin der Schriftstellerund Künstler und als erleuchtete Richterin ihrer Werke hat A. Rechte auf dieallgemeine Dankbarkeit. Zn ihrem 19. (Z. Witwe von Herzog Ernst August Kon-stantin, den sie 1758 nach einer 2jährigen Ehe verlor, wußte sie durch eine guteVerwaltung die traurigen Folgen des siebenjährigen Krieges zu tilgen, bedeutende