Band 
Erster Band. A bis Bl.
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251
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Amalungen Amen 251

Familie gegangen war, bildeten seinen Meist und sein Her;. Nach Beendi-gung ihrer Studien gingen A. und sein Bruder SatyruS nach Mailand , woBeide in die juristische Laufbahn traten. Hier zeichnete sich A. so aus, daßValentinian ihn zum Statthalter der Provinzen zwischen den Alpen, dem mittel-ländischen Meere, Toscana, der Etsch und dem adriatischen Meere ernannte.Sanfkmuth und Weisheit gewannen ihm die Achtung und die Liebe der Böller,deren Wohlstand durch die Unruhen des AriamSmuS zerrüttet wurde, und als derbischöfliche Sitz von Mailand erledigt worden, ward er einstimmig von den Aria-nern und Katholischen in der Kirche zum Bischof ausgerufen. Lange weigerte sichA., diese Würde, die ihm eine drückende Bürde schien, anzunehmen; aber um-sonst. Er floh bei Nacht und glaubte sich auf dem Wege nach Pavia ; stakt dessenfand er sich unerwartet wieder vor Mailands Thoren. Endlich ergab er sich, em-pfing die Taufe, da er bisher nur Katechumene gewesen, unk 8 Tage darauf diePriesterweihe. Diese Begebenheit-feiert die Kirche noch heute am 7. Dec. A. er-warb sich auch als Bischof durch seinen Charakter allgemeine Verehrung. Erstarb397. Sanft, leutselig, duldsam, gefühlvoll und bescheiden, gebrauchte er sein An-sehen nur zum Glück seiner Mitbürger und zum Besten der kath. Kirche. SeineSchriften (beste Ausg. von den Bencdiciinern, 2 Bde., Fol., 188b — 90) tragenden Stempel seines Charakters, "ihm ist auch der Ambrosianische Lobgesang ooerdas l)<-„„, tauchn,zugeschrieben worden; aber eine gründliche Kritik hatdargethan, das derselbe von einem unbekannten Berfasser sei. So viel ist gewiß,daß A. den Gesang in der abendländischen Kirche verbesserte. Vielleicht führte erin dieselbe den antip höllischen Gesang ein. Noch wird ihm der sogenannte „Am-brosiaster oder Pseudo-AnibrosiuS", ein latein. Commentar über die 13 Briefedes Apostels Paulus, fälschlich zugeschrieben.

A malungen (Amelungen), im Nibelungenliede 3 Brüder: Walamir,Widünir und Theodimir, welche zu den tapfersten und hochgeachtetsten Helden desHunnenkönigs Etzel oder Atrila gehören. Walamir und Theodimir (im Helden-buche Ditmar genannt) verloren nach dem IornandeS 458 eine Schlacht gegen denKaiser Leo, worauf Theodimir seinen 7jährigen Sohn Theodorich , nachmaligenKönig der Ostgothen, dein Sieger als Unterpfand des Friedens nach Konstantinopel sendete. So die wahre Geschichte; derSänger des Nibelungenliedes freilich machtauch diesen Theodorich zum Genossen und Helden des Königs Etzel, der ihn so liebge-wonnen hat, daß er ihn nicht um die Hälfte seines Reichs missen will. 52.

A m e n , ein hebräisches Wort, mit welchem man Etwas versichert (Ja ge-wiß! wahrlich!), ist aus der Religionssprache der Juden in die der Christen über-gegangen. Der in den jüdischen Synagogen am Schlüsse der Versammlung er-theilte Legen ward von den Anwesenden mit einem Amen bekräftigt. Auch inden religiösen Versammlungen der ersten Christen ward das Gebet, welches derÄlteste der Gemeinde oder ein Lehrer sprach, von der Gemeinde mit einem Amenbeschlossen. Noch jetzt wird bekanntlich jede Predigt mit diesem Worte geendigt,welches aber nur dann in seiner wahren Bedeutung genommen sein kann, wenn derSchluß der Predigt eine allgemeine Wahrheit, oder eine Ermahnung, oder einenWunsch ausspricht. Ziii Fall die Predigt mit einer Drohung schlösse, würde manschwerlich geneigt sein können, dieses Wort in einer andern Bedeutung als: Nunist der Vertrag beendigt, zu nehmen. Der sel. MoruS in Leipzig schloß selten odergar nicht seine Predigten mit diesem Worte. — Das Amen zu einer Sache sprechen,heißrauch in der Sprache des täglichen Lebens: diese Sache bestätigen, bekräftigen.Es ist ssa und Amen — es bleibt dabei. Wenn von dem Amen eines Componistendie Rede ist, so versteht man darunter dieses Wort in Musik gesetzt, damit in die-sen Tönen der Chor das vom Prediger vor dem Altar gesungene Ga'bet, oderden von demselben abgesungenen Legenswunsch beantworten könne. 11.