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Erster Band. A bis Bl.
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Amerika

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det unter dem'54° D. die Straße des ersten WeltumjeglerS Magellan (s. d.),»nd jenseits derselben die Südspitze des Feuerlandes, das Eap Horn. Die'e drei-fache, in einer Etrecke von 2000 deutschen Meilen, durch 133 Breitengrade übereinen Flächenraum von 750,000 IHM. ausgedehnte und von der Andenkette gegendas stille Meer hin umgürtete Ländermasse hat der Europäer vorzüglich an den Kü-sten erforscht, doch auch das Innere derselben in mehren Richtungen durchzogen(z. B. Nordamerika: die Eapit. Lcwis und Clarke 1804, Maj. Pike 1805; Bra-silien: LangSdorf, Graut, Mawe, Koste, Eschwege , der Fürstv.Neuwied, Epir,Martins u. A.; überhaupt Alex. v. Humboldt s. d.). — Für die Geschichteihrer ersten Bevölkerung und ihres voreuropäischen Anbaues sind bei weitem nochnicht alle vorhandene Materialien gesammelt. Sagen, Denkmäler und andreSpuren scheinen aus eine doppelte Einwanderung von Osten her hinzuweisen, aufeine südliche, über die verschwundene atlantische Ländcrbrücke, und auseine nörd-liche , über die Inselkette des russischen Nordarchipels. Oder stammen die frühe-sten Bewohner Amerikas, die Tolteken in Mexico , von jenem Zweige der H: n-nen ab, der 100 Jahre n. Ehr. gen Nordosten zog, sowie die Völkerfamilie» Süd-amerikas von einem durch die Pest um 1050 südwärts getriebenen Stamme derMexicoer? Mehr Licht darüber, vorzüglich was Nordamerika betrifft, wirddieAmerikanische Antiguariengesellschast verbreiten, deren Zweck auf die Entdeckungder amerikanischen Alterthümer, auf die Erhaltung der vorhandenen Reliquien undWerkzeuge der Urbewohner, und auf die Sammlung der alten Handschriften, Ur-kunden und Bücher hinsichtlich der ersten europäischen Niederlassungen gerichtetist. Diese Gesellschaft, welche am 28. Okt. 1812 ihre Eorporationsacie erhielt,verdankt ihr Einstehen sowol als ihr Gedeihen der Freigebigkeit ihres PräsidentenEsaia Thomas von Worcester. Aus dem 1. Bande ihrer Denkschriften ersieht man,daß diejenigen Alterthümer, welche im eigentlichen Sinne den Nordamerikanischen Indianern angehören, meistens nur aus rohen steinernen Beilen und Messern, ausMörsern zum Stampfen des Mais, aus Pfeilspitzen und ähnlichen Dingen be-stehen, welche den in allen andern atlantischen Staaten gefundenen Dingen voll-kommen ähnlich sind. Eine zweite Classe von Alterthümer» besteht aus solchen Ge-genständen, welche die ersten Europäer in diesen Gegenden zurückgelassen, oderwelche die Indianer von den frühern Pflanzern erhalten haben. Man findet siehäufig in den Gräbern der Indianer. Interessanter ist eine dritte ElasseHon Al-terthümern, die von dem Volke herrühren, das die Forts oder Tumuli (Gräben, Wälle,hohe Aufwürfe, Feuerheerdeu. dgl.) in Je ordamerika erbaut hat. DiesesVolk mußte,nach diesen Werken zu urtheilen, weit gebildeter und mit den nützlichen Künsten be-kannter gewesen sein, als es die jetzigen Indianer sind. Aus den hohe» Bäumen,mit denen jene großen Werke überwachsen sind, schließt man, daß seit der Zerstörungjener Anlagen, die nahe bei einander, über die große Ebene von dem südlichen Uferdes Eriesees bis zum mericanischen Meerbusen hin verbreitet, meistens in der Nähegroßer Ströme angetroffen werden, und seit dem Untergänge des Volks, das st»errichtet und von dem sich nicht einmal die Sage erhalten hat, ein langer Zeitraum,vielleicht von 1000 Jahren, verstrichen sein muß. Die Bauart ist regelmäßig;Man will sogar in der Mitte des Binnenlandes vom Ohio die spuren einer zerstör-ten großen Stadt entdeckt haben. Merkwürdig sind die sogenannten Mumien, odergetrocknete, in grobe Zeuche ein gewickelte Leichname, welche man in einigen vonden Salpeterhöhlen in Kentucky gefunden hat. Sowie man weiter gegen Südenkommt, nehmen diese Werke an Zahl, Umfang und Größe zu. Ihre spuren lei-ten sogar durch die Provinz Texas und Neumexico und bis in ^üdameuka.

Je dürftiger und dunkler alle Nachrichten von dem frühesten Lebensalter die-ses Welttheils stnd, desto reicher an Begebenheiten ist die neueste Geschichte dessel-ben. Die früheste Fahrt der Isländer (982) nach Wmland (Grönland , Labrador