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Erster Band. A bis Bl.
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Amt

Amiilet

sielligt werden kennen. Die geringste Breite dieses von A. bis Nieuwe Diep 14Stunden langen CanalS, der durch ein zum Theil sumpfiges Land geht und außermehren Dörfern die Städte Purmerend und Alkmaar berührt, beträgt 120 Fuß. Erhat 4 Fallschleusen (üe-Uuu-.-i ä ,-u,-.) und 2 gewöhnliche (o-!»«-- >1« wel-

ches groß, find, daß ein Linienschiff durchpasstren kann. Zwei grolle Dampfschiffe bug-streu die Kauffahrteischiffe mit ihrer ganzen Ladung binnen 2 Tagen durch den gan-zen tLanal. (Vgl. Blanken.) Musterhaft ist die topographisch-medicinifcheBe-schreibung dieser Stadt von II. C. I. Nieiiwenhuijs: cmn-r ^,-ne<-sßun-

cli^o ckcr 8tust 4i»5wrchnn ('Amst. 1820, 4 Bde.).

Amt (»kl'icinn,. „kiice. l>»re!>»): 1) ein bestimmter Kreis von Befugnis-sen und Pflichten, in welchem Jemand mit Ausübung der Staatsgewalt beauftragtworden ist, z. B. das Amt eines Richters, Predigers, Lehrers, Polizeibeamtenu. s. w.z 2 die Behörde selbst, vornehmlich wenn sie nur einen verantwortlichenBeamten an der Spitze hat, als Iustizamt. Rentamt, Postamt; 3) die geogra-phischen Bezirke, in welche die Staaten zum Behuf der Localverwaltung einge-theilt sind; 4) das zu Besorgung der (Keschäfke bestimmte Local. (S. Staats-dienst, auch wegen Entlaffung und Entsetzung der Beamten.) 37.

A mt der Schlüsse l. Darunter versteht die Kirche die Macht derSündenvergebung unk Sündenbehaltung, auf welcher die Beichte, als auf ihrerGrundlage, beruhe. Der stralsunder Superintendent Knipstrov fügte wahrscheinlicherst 1564 den 5 Hauptstücken des lutherischen Katechismus noch ein sechstes bei,welches von dem Amte der Schlüssel handelt. Die Antwort, welche auf die Fra-ge: Was ist das Amt der Schlüssel? gegeben wird, lautet so: „Es ist die sonder-bare Kirebengewalk, die Christus seiner Kirche auf Erden hat gegeben, den bußfer-tigen Stündet» die Stünde zu vergeben, den unbnßfertigen aber die Sünde zu be-halten, so langest? nicht Buße thun". Man beruft sich hierbei auf Ioh. 20, 21— 23, und nach Match. 18, 10 unterschied man im Amte der Schlüssel den soge-nannten Löse- und Bindeschlüssel. Die geläuterten Ansichten, welche hiervonjetzt in der protestantischen Kirche stattfinden, s. bei Absolntion. 11.

A mnlet, ein mit gewissen Figuren oder Charakteren bezeichneter Körper,z. B. Stein, Metall, welchen man bei sich trägt, um sich abergläubischer 'Weiftdamit gegen Krankheiten und Bezauberungen zu verwahren. Der Raine stammt,wie die Sache, aus dem Orient; in seiner jetzigen Form aus dem Arab., wo erli.-nn-nl, d. i. ein Ankängsel, lautet; denn die Ableitung vom latein. >IU,<- hatweniger für sich. Als ein bequemerer Ersatz für die steinernen und metallenen <Kna-denpfänder (Talismane) muß man ihn für jünger als jene balten, doch haben dieAmulere dafür desto größere Verbreitung gefunden, denn bei den Türken und vie-len Völkern des mittlern 'Asiens glaubt jeder Einzelne sich durch ein Amulet feien zumüssen. Im christlichen Eurova waren die Juden ihre Verbreiter. Das merkwür-digste möchte wol das sein, welches Lord Bvron bis an seinen Tod in einer Kapselauf dem Leibe trug: ein TeufelSpact zwischen Satan und Salomo. durch den Jeder,der ihn trug, vor des Erster» Tücken sichergestellt ward. („Allg. Zeit.", 1825,Beil.55.) Bei den alten Völkern, ;. B>. Agvptern, (Kriechen, Römern, findet man sie häu-fig. Von den Heiden nahmen die Bafilidianer den (Kebrauch der Amulete an. IhreÄmulete waren Steine mit dem eingelchnittenen Worte Iluaxa-i. Die Juden triebenbesonders vielen Aberglauben mit den Amulete». Viele Christen der ersten Iabrbun-deSte trugen Amulete , die mit einem Fische bezeichnet waren, als Sinnbild des Er-lösers. Den christliebenNeistlichen ward der(Kebrauch der Amulete bei Verlust ihresAnus auf der laodicäischen Kirchenversammlung untersagt. Mit der Verbreitungarabischer Wissenschaft und Astrologie verbreiteten sich auch die astrologischen Amu-lete der Araber, d. i. die Talismane (s. d.), im Abendlande. Die kleinen Heili-genbilder, welche die neapolitanischen Schiffer bei sich tragen, sind auch nicht« Andres