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Erster Band. A bis Bl.
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Anbruch Anrillon (David — Charles — Friedrich)

seien Erdkörper , mit Feuermaterie umgössen; die Sonne, deren Lauf allein dieJahreszeiten bestimme, sei flach wie eine Scheibe, so auch die in der Luft schwe-bende Erde. Diogenes po» Apollonia führte seine Lehre weiter aus.

Anbr u ch, Dasjenige, was zuerst von einer Sache genommen, wodurchsie also angebrochen wird, insbesondere in den Bergwerken das erste Entblößender Erze. In den Schmelzhütten nennt man auch diejenigen Silberstücke, welcheim Treibofen an dem Spor herum stehen bleiben, wenn sie von den sogenanntenBlicke» angebrochen sind, Anbrüche. Auch das Beginnen der Fäulniß wird vielfäl-tig Anbruch genannt, z. B. anbrüchiges Obst u. s. w. In dieser Beziehung wirdanbrüchig auch „»eigentlich von verdächtigen und gefährlichen Menschen gebraucht.

A n e i l l o n, eins angesehene Familie in Metz, die nach Preußen auswan-derte. 1) David A., geb. zu Metz 1617, Sohn eines Rechtskundigen reform.Religion, machte seine ersten Studien bei den Jesuiten , die Alles aufboten, umihn zur Veränderung seiner Religion zu bewegen. Er studirte dann die Theo-logie zu Gensunter Sponheim, Deodari und Tronchin, und betrat erst in Charenton und in Meaux , endlich in seiner Vaterstadt den Lehrstuhl. Nach der Aufhebungdes EdictS von Nantes begab er sich nach Frankfurt , wurde Prediger bei kerCo-lonie in Hanau und als solcher »ach Berlin berufen, wo er 1692 starb. Von sei-nen nicht sehr zahlreichen Schriften hat sich keine erhalten. — 2) Charles A.Sohn des Vorigen, geb. 1659 zu Metz, machte seine Studien in Hanau, Mar-burg, Genf und Paris , und ließ sich dann als Advocat in seiner Vaterstadt nie-der. Als solcher genoß er eines so großen Ansehens, daß seine Mitbürger ihn zurZeit des Widerrufs des EdictS von NanreS an den königlichen Hofnach Versailles de-putirten, um zu bewirken, daß in Rücksicht ihrer eine Ausnahme gemacht werde.Er bewirkte jedoch nur, daß man sie etwas milder als die andern Hugenotten be-handelte. Hierüber unzufrieden, folgte er seinem Vater nach Berlin . Der Kur-fürst vonBrandenburg nahm ihn sehr gut auf und ernannte ihn zum Richter undDirecror der !>,->»gws, die sich in Berlin befanden, dann wurde er mit der Lei-tung der besondern Gerichte beauftragt, die ihnen waren zugestanden worden: hier-auf ward er zum Ambassaderatb, zum Historiographen des Königs und zum Chefder franz. Erziehungsanstalten befördert. Auch gebrauchte man ibn zu diplomati-schen Geschäften. Er starb in Berlin 1715. Von s. zahlreichen Schriften führenwir an: „Ilisloiro de l'ri.diüssenw.ut des braiieuis rei'niftes dnns lcs etats dul-randenb»»!'-,'" (Berlin 1690), und „älülan^cs LI illgues de lilteralnre" (Ba-sel 1698, 3 Bde.). — 3) Friedrich A. (Jean Pierre), Enkel des Vorigen,geb. zu Berlin d. 30. Apr, 1766, ist k. preuß. Wirklicher geh. LegationSrath undseit 1825 Director der politischen Section im Ministerium der auswärtigen An-gelegenheiten, erhielt von s. Vater (Ludwig Friedrich A.), der als Mann von Geistunk Gelehrsamkeit berühmt war, die zweckmäßigste Anleitung zu den Studien,für welche ihn glückliche Anlagen, ernster Fleiß und rege Geisteskraft zu bestimmenschienen. In dem Kreise der Wissenschaften, die ihn als künftigen Geistlichen undRedner nach alter gründlicher Weife beschäftigten, zog ibn vor Allem die Geschichtean. Nach vollendeten Studien begann er seine Laufbahn zu Berlin als Professorbei der Militairakademie und als Prediger bei der franu Kirche am Werder, teilteLebrvorträge wie s. Predigten zeichneten sich durch Gehalt und Deredtsamkeit aus,besonders erhielt eine Trauungsrede, die er 1791 zu RKeinSberg in Gegenwart desPrinzen Heinrich hielt, großen Beifall. 1793 machte er eine Reife nach derSchweiz; späterhin besuchte er Frankreich. Nach s. Rückkehr in Berlin erschienen1801 s. Olclan^es dc ll > terulnre et de >>1iile>soplde" (2?hle., 2. A. 1809), inwelchen der scharfsinnige Denker und sprachgewandte Schriftstellerauch von dem Aus-lande anerkannt werden mußte. An diese schlössen stch s. ezsuis de >><>!! Ist,»«

«t jdiilosojdiio" (Berlin 182», 2 Bde.). 1803 kam sein GeschichtSwerk heraus: