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Erster Band. A bis Bl.
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Angiologie Anglikanische Kirche 291

twf folgende Art bildet: Man denkt sich eine gerade Linie, welche an der Basis desSchädels vom großen Hinterhauptsloche durch den äußern Gehörgang bis an denuntersten Theil der Nase gezogen wird. Aiebt man nun eine andre gerade Luüe vonder untersten Stelle der Nase oder auch der Wurzel der obern Schneidezähne »achder Stim hin, so werden beide Linien einen desto spitziger» Winkel bilden, je we-niger sich die Gesichtsbildung der Thiere der menschlichen nähert. Noch bei denAffen beträgt dieser Winkel nur 45 — 60°, ja bei dem Orang-Utang doch schon63°, bei dem Neger ungefähr 70°, bei dem Europäer 75 — 85°. Merkwürdi-gerweise aber findet man, daß in den Kunstwerken der Griechen dieser Winkel60°, ja bei den Statuen des Jupiter sogar 100° beträgt. 31.

Angiologie, die Adern- und Lymphgesäßlehre, s. A n a t o m i e.

Anglaise (engl. muntre-<I.i»ce', ein Tanz von lebhaftem Charakterund leichter Bewegung. Er verdankt sein Entstehen dem franz.rip-nnlon, ist all-mälig einfacher geworden und beschränkt sich jetzt gemeiniglich auf 4 Touren. DieMelodien dazu sind mehr oder weniger schnell, bestehen aus 2 Wiederholungen von8 Takten, aus kunstlosen Verbindungen der Norensiguren und aus geradzahligenAbsätzen und Einschnitten. Die gewöhnliche Taktart ist ^ oder

Anglesea (Henri William Paget, Gras von Uxbridge, Marquis von'',britischer General der Reiterei, der seiner in der Schlacht bei Warerloo den 18.Zuni 1815, wo er ein Bein verlor, bewiesenen Tapferkeit wegen zumMarquis vonAnglesea erhoben wurde. Er diente unter Wellington in Portugal und Spanien ,wo er als Generallieutcnant, u. d. N.Paget, bei mehren Gelegenheiten sich durchGeschicklickkeit und Muth auszeichnete, auch mehrmals verwundet wurde. Beiseiner Rückkehr nach England im Aug. 1815 führte ihn die Bürgerschaft vonLichfield im Triumph nach dem Ltadrhause und überreichte ihm einen Ehrendcgen.Marquis Anglesea sitzt im britischen Oberhause und stimmte im Proccffe der Kö-nigin für die Ltrafbill. «Leine unglückliche Verbindung mit Lady CharlotteWelleSley, Wellington'S Schwägerin, die er nach der Scheidung von ibremManne ehelichte, ist bekannt. Er wurde Vicekonig in Irland , allein Ende 1828zurückgerufen, weil er Wellington'S Ansichten nicht theilte.

Anglikanische oder englische, auch bischöflicheKirche,ist die in England resormirte Kirchenversaffung, welche als einenHauptgrundsatz an-nimmt, daß die Bischöfe von Gott eingesetzt worden, und daß die Kirche unter ihnenstehen müsse. Die Päpste übten vormals eine große Gewalt über England ausund zogen jährlich sehr bedeutende Summen aus diesem Lande. Heinrich VIII. entzweite sich, wegen seiner Ehescheidung, mit dem päpstlichen Stuhle und erklärtesich (15311 für das Haupt der englischen Kirche. Doch blieb er noch eifrig katho-lisch, und änderte, die Oberherrschaft des Papstes in geistlichen Dingen und dasMönchSwesen ausgenommen, nur wenig in der alten Lehre s. Kirche. Die Refor-mation fand zwar schon unter ihm insgeheim, und unter s. Nachfolger Eduard VI. öffentlich, Beifall, aber sie ward erst unter derKöniginElisabeth(1558 völligeingeführt. Elisabeth gab der Kirchenverfassung in England die Gestalt, die sienoch jetzt hat, und ließ die Aufsicht darüber den Erzblschöfen und Bischöfen. IhreNachfolger, ob sie gleich fortwährend das Haupt der Kirche geblieben sind und diehöchste Gewalt über sie ausgeübt haben, behielten doch diese Verfassung bei, weilsie fanden, daß das königliche Ansehen dadurch besser, als durch die mehr republika-nische Verfassung der Presbyterianer, unterstützt werde. Jene bischöfliche episko-pale) oder hohe Kirche ist nun die in England herrschende und wird allein unter derBenennung der anglikanischen Kirche verstanden. Durch verschiedene Gebrauchedes ändern Gottesdienstes, vorzüglich aber dadurch, daß die Bischöfe das Regi-mentfuhren, unterscheidet sie sich von der genfer Kirche, welcher Älteste griechisch?re-shswr) vorstehen. Diejenigen, welche sich in England zu der letztem beken-

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