von Oxford ), Dolingbroke, Röthester, Buckingham, Georg Granvill« und Siemon Harcourt ersetzt, und das Parlament aufgelöst. Man beschloß den Frieden.Marlborough >M'd angeklagt, entsetzt und verw esen. Indeß scheint A., unge-achtet der Schritte, welche sie öffentlich gegen ihren Bruder that, die Hoffnung,ihm die Nachfolge zu sichern, nicht aufgegeben zu haben; aber die unversöhnliche ;Feindschaft Orsord's und Bolingbroke's, von denen Ersterer den Letztem anklagte, 'daß er den Prätendenten begünstige, wurde ihr zu einem unübersteiglichen Hinder- jniß. Bekümmert, ihren geheimen Wunsch nicht erfüllt zu sehen, verfiel sie ineinen Zustand der schwache und Lethargie und starb den 20. Juli 1714. Die j
Worte: „O mein theurer Bruder, wie beklage ich dich!" welche sie auf dem Ster- j
bebette aussprach, enthüllten das Geheimniß ihres ganzen Lebens. Die RegierungA.'s war übrigens nicht nur durch große Waffenthate» ausgezeichnet, sondernauch das goldene Zeitalter der Literatur.
Anna Iwanowna, Kaiserin von Rußland , geb. 1693, die TochterIwan'S, altern Bruders von Peter dem Großen, vermählte sich mit dem Herzogvon Kurland, ward Witwe und bestieg 1730 den Thron der Zaaren auf eineWeise, die Erwähnung verdient. Peter ll., des unglücklichen Alexis Sohn, warin seinem 16. Iabre gestorben; die jungen Pnnzen Iwan und Basil Dolgoruckyhatten unter der Leitung des alten Kanzlers Ostermann die Regierung geführt.
Da dieser sich schmeichelte, unter einer Fürstin, der er den ersten Unterricht imLesen gegeben hatte, sein Ansehen zu behalten, bediente er sich seines ganzenEinflusses, um der Herzogin von Kurland die Krone zu verschaffen. Er gewannden Senat und die in Moskau versammelten Großen, und so ward A. den bei-den Töchtern Peters des Großen vorgezogen, und derFürstBasilDolgorucky beauf- ^tragt, ihr die Wahl der Nation bekanntzumachen. Als er bei ikr eintrat, fander einen schlecht gekleideten Mann im Zimmer, dem er ein Zeichen gab sich zuentfernen. Dieser aber war nicht eben geneigt zu gehorchen, und als Dolgoruckyihn bei dem Arm nahm, um ihn zur Thüre zu führen, hinderte ihn A.; eswar Ernst Johann von Biren, der bald im Schutze seiner Gebieterin Rußland be-herrsckte. A., die anfangs versprochen hatte, ihre» Günstling zu entfernen unddie unumschränkte Gewalt der Zaaren einzuschränken, war kaum auf den Throngestiegen, als sie Beides zu erfüllen verweigerte und sich als -Lelbsiherrscherinaller Reichen ankündigte. Biren setzte jetzt seiner Ehrsucht keine Grenzen. DieDo'gorucky wurden die ersten Opfer derselben. Sie wurden theils hingerichtet,theils verwiesen. Gleiches Sebickjal hatte» ihre Freunde, ungeachtet A.'S fle-hentlicher Vorstellungen. (Dgl. Biren.) A. zwang die Kurländer 1731 ihnzu ihrem Herzog zu erwählen, und ernannte ihn sterbend zum Regenten währendder Minderjährigkeit des Prinzen Iwan (von Braunschweig ). S ie starb 174 0.
Annaberg , Bcrgstadt und eine der wichtigsten Manusactursiädte dessächsischen Erzgebirges, ain basalt. Bilberge, ist eine von den mittlern Städten,führt auch nnt-r d'esen anf d-n Landtag-n im weir-rn Ausschüsse den Vorsitz, undenthält in 644 Häusern etwa 4000 Einw. Als seit 1492 der Bergbari in dieserGegend, besonders am schrecken- und Schottenberge, außerordentlich ergiebigwurde, sodafi man die Anlegung einer neuen Stadt für nöthig hielt, um der stetsanwachsenden, vom leichten Erwerb großer Reichthümer gelockte» MenschenmengeUnterkommen zu verschaffen, wurde 1496 im Namen des Herzogs Albert derGrundstein dieser neuen Stadt gelegt, welche in wenig Jahren durch den Hebeldes reichen Bergbaues vollendet da stand. Anfänglich war ihre Verfassung,sowie dieMehrheit ihrerEinw., bergmännisch. Späterhin, als der Bergbau sank,und Barbara Uttman das Spitzenklöppeln erfand, wenigstens einheimisch machte,traten Gewerke an die Stelle des Bergbaues; doch wird noch jetzt Silber, Zi.mund Kobalt gewonnen; auch ist in der Nähe ein guter Marmorbruch. Als Alba's