Annalen
Annominanon
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Tyrannei die Protestant. Belgier vertrieb, wanderten von daher viele Posamentirerein, und die Spitzenmanufactur erhielt eine Schwester i» der jetzt so bedeutendenBandfabrication. A. liefert weißzwirnene und schwarzseidene Spitzen, verschiedeneSortenGorl- undLtchmelzspitzen, Bänder in den verschiedensten Gattungen, mehreSorten Franzen, Klciderbesetzungen u. a. Posamentirarbeiten. Die Zahl der Po-samenkirer belauft sich bloß für A. auflOOMeister, 100 Gesellen u. 200 Lehrlinge.1826 wurde zur lOOjähr. Feier des Geburtstages von Ch. F. Weiße eine Erzie-hungsanstalt für arme Kinder gestiftet.
Annalen, geschichtliche Jahrbücher, welche die Begebenheiten einesJabreS, dann auch mehrer Jahre in chronologischer Folge enthalten, ohne Ursachund Folgen zu entwickeln oder sonst auf historische Kunst Anspruch zu machen.Der Name kommt von den ältesten Jahrbüchern der Reiner her, welche,4»i>.ilc-szioutilleuni oder.-1nnr>Ie5 nuixinn hießen,und deren Abfassung dem ?»nlisex nnixi-inn? oblag. — Für Deutschlands ältere Geschichte und deren häufig noch unbenutzteAnnalen dürfen wir vom Fleiße der in Frankfurt zusammengetretenen Gesellschaftfür deutsche Geschichte die Ausfüllung mancher Lücke erwarten.
Annalen, ein Jahr ordentlicher Einkünfte, welche dem Papste von einergeistlichen Pfründe bei Errheilung der Bulle gegeben werden. Die tä,»e»ich>m(lerinaniac 1448 berechtigten den Papst wieder zur Hebung der Annalen, welchedas baseler Concilium 1431 untersagt hatte. Sie entstanden im 14. Jahrh.Rom hat eine allgemeine Kanzleitape der Einkünfte aller geistlichen Pfründen.
Anno, Erzbischof von Köln , aus niedrigem Stande geboren, starb 1015.Nicht lange nach seinem Tode entstand der „Lobgcsang auf den heil. Anno'i den zu-letzt Dr. Goltmann mit einer Einleitung, Ubers. und gründlichen Amncrk. (Leipz.1816) herausgab. Vor ihm haben Opitz, i^chilter, Bodmer und Hcgewisch sichnm die Herausgabe und Erklärung desselben verdient gemacht. Die politische Be-deutung des heil. Anno als Kanzler Kaiser Heinrichs lll. und nachher als Reichs-verweser in der Minderjährigkeit des Kaisers Heinrich I V., sein kühner Hei i schersinn,sowie die Würde seines geistlichen Wandels, die väterliche Sorge für sein Erzbis-thum, der Eifer, mit dem er die Reformation der Klöster betrieb und neue Klosterund Kirchen stiftete, machten ihn zum Heiligen. Sein äußeres Leben war mitBewunderung in das Gemüth des Volks eingegangen und wirkte von da ausmanche wunderbare Erscheinungen und Zeichen, welche den neuen Heiligen zeigtenund beglaubigten. Wahrscheinlich dichtete der Sänger das Lied wenige Jahre nachA.'s Tode. Er eröffnet erst das Pantheon der Dolksgcschichre nach der deutschen DolkSsage, zugleich aber die Geschichte des erzbischöflichen Stuhls zu Köln undseiner 33 Bischöfe vor A., von denen 1 Heilige waren, und ihres Sitzes, derStadt Köln am Rhein . Dann malt er des Heiligen weltliche und geistliche Regie-rung und seinen Kummer über den Wahnsinn der Deutschen , sich immer selbstdurch innere Zwietracht zu bekämpfen und zu zerstören. Da er Das nicht abzuändernvermag, mag der deutsche Mann nicht länger leben und stirbt aus Gram über dieUndankbarkeit seiner Zeitgenossen, deren Wohlthäter er nach seinen Kräften seinwollte. Dieses Lied ist das einzige bedeutende poetische Denkmal aus der deutschen Nationalliteratur des 11. Jahrh.
A n n o m i n a t i o n, auch Paronomasie, ist eine musikal. Redefigur mitHinsicht ausBedeutung, welche in einerWiederholung. wenn nicht derselben Wörter,dock von Wörtern desselben Stammes, besteht, und welche sich zur süße» Zierlichkeitund lieblichen Tändelei neigt, aber auch sehr leicht in kindische Spielerei ausartet,und daher mit großer Vorsicht angewendet werden muß. Bei Klopstock finden wir:
Laß, den meine Seele geliebt bat,
Den ich liebe, mit viel mehr Liebe, wie Liebe der Bruder-und bei Tieck :
Cvnv. ,Le,r. Siebente Auch Bd. l. 20