Anomalie
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Anordnung
stillende Mittel. Da der Schmerz von sehr Verschiedenen Ursachen entstehen kann,so müssen natürlich auch die Mittel dagegen verschieden sein. 5 o kann z. B. einSchmer; von Entbindung herrühren, und kühlende Mittel, laue feuchte Auf-schlage, zuweilen selbst'Aderlaß, AbfuhrungSmittel, sind hier schmerzstillend. Einandres Mal sind es erhitzende Mittel, ;. B. bei Iiervensehwäche und Krumpfen.In dieser Rücksicht gehört auch der Ib,n„r i,m> U ,in<i I , obgleich mirun-
eigentlich, unter die schmerzstillenden Mittel. Im engern Sinne Verstand man sonstunter denAnodyniS solche Mittel, welche durch ihre unmittelbare Wirkung aus dasNervensrstem, indem sie nämlich die Empsind'ichkeit desselben vermindern, dieEmpfänglichkeit für den schmerzhaften Eindruck zu verringern vermögen. In denältesten Zeiten, als die Arzneimittellehre erst anfing aus ihrer Kindheit sich ;u er-heben, und vorzüglich die Lehre von den Giften und Gegengiften mehr als irgendein andrer Theil derHeilkunst bearbeitet wurde, beobachtete man auch die schmerz-stillende Eigenschaft vieler hierher gehörigen Arzncikorper näher und machte dahereine eigne Classe aus diesen Mittel». Weil man an dem schon damals gebräuch-lichen Mohnsast die Eigenschaft, für den Schmerz unempfindlich zu machen, invorzüglichem Grade bemerkte, so gab man ihm nicht mir den ersten Platz in dieserAbtheilung der Mittel, sondern man belegte vorzugsweise alle Mischungen, worindas Opium sick befand, mir dein Rainen Anodrna.
A nomali e, die Abweichung von derRegel. Das Abweichende heißt An o-Malon, anomaliseh. Man gebraucht diesen Ausdruck in der angegebenen Be-deutung in der Grammatik, wo es der Analogie entgegengesetzt wird; ferner in derAstronomie, um den von der ungleichen Geschwindigkeit der Planeten abhängigenAbstand derselben i» ihrer Bahn vorn Punkte der Lonnenferiie (oder dem neuernGebrauch gemäß Vielmehr der Sonnennähe) zu bezeichnen.
A n o m ö e r, s. Arianer.
Anonym (ckunngnius), griech. namenlos, auch Der, dessen Name unbe-kannt ist, oder der sich nicht nennt, z. B. der Verfasser einer anonvmen -Lehnst. -—Pseudony m, falschnamig, oder ein willkürlich angenommener Name. Anonrmeoder ungenannte Schriftsteller verbergen sich oft unter einem Trug- oder falschenNamen, den sie als Schriftsteller beibehalten, auch wenn ihr wahrer Name langstbekannt ist. Ein Rechtsfall in Stuttgart hat kürzlich gezeigt, daß es einem Drittennicht erlaubt ist, den angenommenen Namcn eines andern bekannten LchriftsiellerS,z. B. Heinrich Clauren , seiner eignen Schrift vorzuleben. Die Kenntniß der ano-nymen und der Pseudonymen Schriftsteller ist dem Bibliographen unentbehrlich.S. Barbier's „Oiotioiiimiie ües nuvrn^cs ciuouvmos rl pnon,lin>v>nc>i. rennpo-nK, tr.istnilz nu pnhlis? cui sraiirciiii et o>> Intiii", mit histor. krit. Anm. (2. Allst.,Paris 1822—24, 3 Thle.). Oft halten Schriftsteller ihren Namen aus politischenGründen geheim; so der unbekannte Pseudonvm Juni u S (s. d.). In der Ge-schichte nennt man Betrüger, welche unter einem fremden Namen eine politischeRolle spielen, Pseudo, z. B. die Pseudo-Sebastiane in Portugal , die Pseudo-Dmitry in Rußland, den Pseudo - Woleemar m Brandenburg , den Pseudo - S mer-dis in Peisien.
Anordnung, als KunstauSdruck, ist im Allgemeinen die jedem Werke derschönen Kunst nothwendige regelmäßige Verbindung seiner Theile zu einem Ganzen.Es gibt eine geistige und eine sinnliche Anordnung; jene bringt den Sioff in deninnern, diese in den äußern Zusammenhang. Durch die Einheit des Mannigfalti-gen kündigt sich ein Kunstwerk an. Alles Mannigfaltige in einer Einheit steht aberzu einander in einem dreifachen Verhältniß, entweder 1) als Grund zur Folge(subjectiv), Ursache zur Wirkung (objectiv), oder 2) als Mittel zum Zweck, oder 3)als Theil zum Theil und zum Ganzen. Was aller Verbindung, Ordnung und An-ordnung zum Grunde ..egt, ist also das Gesetz derCausalitat und da? Gesetz derPro-