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Erster Band. A bis Bl.
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Anorganisch Anquetil du Perron

Portion, jedes entweder für sich oder beide in Vereinigung. Um ersteres Gesetz aberin Ausübung bringen zu kennen, muß nothwendig in jedem schönen Kunstwerkeein Hauptgedanke, eine Hauptfigur herrschen, und diesem alles Andre unterge-ordnet sein, und in dieser Unterordnung gibt sich das Gesetz derCausalität zu erken-nen. Es begründet in Verbindung der Gegenstände die doppelte Nothwendigkeit,daß sie zusammentreten in das Verhältniß als Ursache zur Wirkung, als Mittelzum Zweck. Bis hierher erscheint die Kunst der Anordnung als abhängig vom Mo-tiviren; denn moriviren heißt, Astes so anlege», daß immer Eins als aus dem An-dern folgend erscheint. Aber aucb die Bedingungen der Zeit und des Raums müssenberücksichtigt werden. Im zeitlichen und räumlichen Verhältniß erscheint eineHand-lung nicht bloß durch Grund und Folge, Ursache und Wirkung verbunden, sondernauch als Theil zum Theile und als Theil zum Ganzen. Dadurch wird ein Kunst-werk dem Gesetze der Proportion unterworfen. Jetzt ist nur noch übrig, daß auchein Gcsammreindruck hervorgebracht werde. Dazu wird wieder eine eigne Art derAnordnung erfodert, daß sich nämlich Alles verhalte wie Mittel zum Zweck. Diesesist das Moriviren im höher» Sinne. — In der Rhetorik wird die Anordnung (.lin-1 >osili>>) von der Erfindung sowie von dem Ausdrucke und dem Vortrage unterschie-den. Sie betrifft hier die Eimheilung, die Bestimmung der Abschnitte der Redeii»d deren Folge.

Anorganisch, der Gegensatz von organisch. (S. Organ.)

A ngueril du Perro n (Abraham Hyacinthe), einer der ausgezeichnet-sten Orientalisten des 18. Jahrh., geb. zu Paris den st. Dec. 1131, studirte auf derUniversität daselbst, dann zu Auxerre und zu Amerssort Theologie, fand sich aberbei weite», mehr von dem Studium der hebräischen, arabischen und persischenSprache angezogen. Er ging daher nach Paris , wo sein Fleiß auf der Bibliothekdie Aufmerksamkeit des Abbe -Lallier, 'Aufsehers der Manuscripte, erregte. Die-ser maebte ihn seinen Freunden bekannt, welche dem jungen A. in der Eigen-schaft eines Zöglings für die orientalischen Sprachen einen mäßigen Gehalt aus-wirkten. Zufällig fielen ihm einige nach einem Zend-Manuscripte copirte Blätterin die Hände. Jetzt ward Indien das Ziel seines Lebens. Er wollte die heiligenBücher der Parse» entdecken. In dem Hafen von l'Orient ward eben eine Expe-dition nach Ostindien ausgerüstet, aber die Bemühungen seiner Beschützer, ihmdie Mitreise auszuwirken, schlugen fehl. A. ging nun zu dem Werbecapitain,nahm Dienste und reiste als gemeiner Soldat, den Tornister auf dem Rücken,1151 von Paris ab. In gerechter Bewunderung eines so seltenen Eifers für dieWissenschaften bewilligte ihm die Regierung die freie Reise und einen Gehalt.Zu Pondichery angekommen, lernte er daselbst das Neupersisebe und ging nachChandernagor , wo er hoffte das Sanskrit studiren zu können. Allein eine Krank-heit und der Krieg zwischen Frankreich und England störten seine Hoffnung. Chan-dernagor ward eingenommen, und A., um nicht den Zweck seiner ganzen Reisezu verfehlen, kehrte zu Fuße nach Pondichery zurück und schiffte sich nach Surateein; aber um das Land kennen zu lernen, wie er die Küste von Koromandel kennengelernt hatte, stieg er zu Mah,> anS Land und reiste zu Fuß nach Surate. Hiergelang es ihm, dureb Beharrlichkeit und Unterwürfigkeit die Bedenklichkeiten eini-ger parsiscbe» Priester (Destour) zu besiegen. Sie unterrichteten ihn im Zend undPehlwi so weit, daß er ein Wörterbuch und einige andre Werke aus diesen Spra-chen übersetzen konnte. Er beseblofi lnerauf, die Sprachen, die Alterthümer undheiligen Gesetze der Hindu zu BenareS zu studiren, als die Einnahme von Pondi-cherv ihn zur Rückkehr nach Europa nöthigte. Er reiste über London , besuch teOxford und kam 1162 nach Pari? zurück, mit einem Schatz von 18» Manusinnp-ten und andern Seltenbeiten. Der Abb>'- BarthMniy und sinne andern Freundewirkten ihm eine Pennon aus, mir dem Amte eines Dolmen'Hers der morgenlän-