Antäus
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Anthing (Friedrich — Karl)
weiter gegen den Südpol vorgedrungen. lS. Südpolarländer.) Wahrscheinlichdürste auch dort nickt die Kälte, sondern die große Zahl Inseln mit seichten Strö-mungen zwischen solchen und die daher spät erfolgende EiSschmelzung auf denSandbänken in schmalen Meeresbuchten das hauptsächlichste Hinderniß bilden, denSüdpol jemals erreichen zu können. — Da in dieser Region der Kälte der Wali-sisch erst seit ein paar Jahren aufgesucht wird, so ist er, nach langer Ruhe vorVerfolgung der Menschen, sehr zahlreich, und da zugleich der Fischthran eingesuchter Waarenartikcl ist, der noch immer im Preise steigt, so wird vermuthlichauch der Zufall einzelne in den antarktischen Regionen die Walisische verfolgendeSchiffer zu Entdeckungen führen.
A ntäuS, der riesenhafte Sohn Neptun'S und der Erde (Gäa), welcher ineiner Höhle in Libyen wohnte und jeden ankommenden Fremdling zum Kampfezwang. Don seiner Mutter stets mit neuer Kraft versehen, so lange er sie berührte,erschlug er alle und pflanzte ihre Schädel um seine Wohnung auf. Aber Hercu-les, den er auch zum Kampfe federte, merkte schnell den Zauber der Unüberwind-lichkeit, umschlang seinen Leib und erstickte ihn, indem er ihn schwebend in denLüften hielt.
Antediluvianisch, Das, was vor der Sündfluth war; daher das Zeit-alter des Menschengeschlechts vor der Sündfluth das antediluv ionische ge-nannt wird.
Antenor, ein edler Trojaner. Beim Homer erscheint er als der verstän-dige Greis. Er herbergte Ulysses und MenelauS während ihrer Gesandtschaft inTroja , begleitete den PriamuS auf das Schlachtfeld zu dem zu schließenden Bünd-nis,, und schlug nach Ajax's und Hekwr's Aweikampf, wiewol vergeblich, vor, dieHelena zurückzugeben. Daraus vermuthlich hat man geschlossen, A. sei ein Grie-chenfreund gewesen, und die Sage von seinem Verrath darauf begründet. Ersoll den Griechen das Palladium verschafft, von der Mauer mit einer Laterne dasZeichen zum Einbruch gegeben, ja das berüchtigte Pferd selbst geöffnet haben.Sein HauS blieb bei der Plünderung verschont, was sich aber durch die ehemaligeGastfreundschaft A.'S mit MenelauS erklärt. Er selbst wurde wie AneaS gerettetund gleich ihm Stifter einer neuen Dynastie. Die Nachrichten darüber lauten ver-schieden. Am bekanntesten ist die von Virgil angenommene Sage, daß er nebstseine» Söhnen nach Thrazien gewandert, von dort aber mit den Henetern nachItalien gegangen sei, wo er die henetischeProvinz am adriatischenMeere mitPa-tavium (Padua ) gegründet habe.
Anteros, in der Fabellehre der Gott der Gegenliebe. Die spätere Mytheerzählt, daß Eros, der Gott der Liebe, nicht eher gewachsen sei, bis ihm seine Mut-ter vom MarS den Bruder Anteros geboren habe. Eine liebliche Dichtung, um an-zuzeigen, daß die Liebe der Gegenliebe bedarf. Nach einigen neuern Auslegern istjedoch der Anteros eine der Liebe feindselige Gottheit, oder die Antipathie.
A » them, s. A »tiphonie.
Anthing. I. Friedrich, bekannt als Künstler und durch seine Lebensbe-schreibung des Feldmarschalls Suwaroff, dessen Kriegsgefährte er war, geb. zuGo-tha, und eine Zeitlang Pagenhofmeister daselbst. Er durchreiste 1783 — 87einen großen Theil von Europa, kam über Konsiankiuopel nach Rußland undgewann seinen Unterhalt durch Unterricht in Sprache» und Wissenschaften unknoch besser, als er durch Zufall das damals beliebte Silhouettiren vornahm undnicht allein die ganze Figur, sondern auch Gruppen zusammenstellte. Die kaiser-lich russische damals aus 5 Personen bestehende Familie traf er sehr glücklich.DaS S innreiche der Gruppirungen in Licblingssiellungen der Individuen in vollerGestalt machte Allen Vergnügen, die er in seine Tableaux aufnahm. Er silhouet-tirte auch den Großherrn, den Großvezier und andre Personen, welche 1785 —180»