Etwas ausgedrückt, das wahrhaft schön ist". (Vgl. Levczow, „Über den An-tinous, dargestellt in Kunstdenkmälern des Alterthums", Berlin 1808).
Antiochia oderAntiochien. SohießenmehreLtädteimAlierthum. Dieberühmteste d. N. (jetzt Antakia), die Residenz der syrischen Könige, derSeleuci-den, in Asien, am OronteS , war eine der ansehnlichsten Ltädte und eine Psiege-rin der Wissenschaften. Späterhin war sie der Sitz des römischen Statthalters unddesPatriarchen von Asien. Ein andres Antiochia (-»I l'i.-üstün» lag inGroßphry-gien, in Kleinasien , wurde von den Römern zu einer Colonie gemacht und warberühmt durch einen Tempel der Luna.
Antiochenische Schule, s. Katechetenschulen.
AntiochuS, ein Namc mchrer syrischen Könige, der in der römischen (be-schichte Epoche macht. Der erste, der unter d. N. bekannt wurde, ein Macctonierund Feldherr des Königs Philipp, erzeugte mit seiner Gemahlin Laodice den berühm-ten SeleucuS 's. d.st Der -Lohn von diesem, A. Soter , sührte mebre,wiewol nicht gant glückliche Kriege, und ist noch wegen der Liebe zu seiner Stief-mutter Stratonika bekannt: eine Liebe, die er zwar zu bekämpfen suchte, die ibnaber in eine tödtliche Krankheit stürzte, bis der königl. Leibarzt Erasistratus densslrund derselben wahrnahm und diesen dem Vater entdeckte, welcher darauf, ausgroßer Liebe zu dem einzigen Sohne, ihm in einer feierlichen Versammlung fei: ejunge und schöne Gemahlin abtrat. — Einer seiner Nachkommen war Ä. derGroße, der seinem Bruder SeleucuS Ceraunus als König von Syrien 224. v.Chr. in der Regierung folgte. Er züchtigte den Molo, Statthalter von Mcdien,schlug den Ptolemaus Philopator, der ihm Syrien ganz überlassen mußte, warnicht minder glücklich gegen die Parther , bis er endlich auch mit den Römern inStreit gerieth. Dies ist der berühmte antiochische Krieg, zu dem er, in Vereini-gung mit Hannibal , große Zurüstungen machte. Da er aber wenig in die Planedieses Feldherrn eindrang, und bloß ein Heer nach Griechenland schickte, das un-thätig blieb, ward dasselbe zuerst bei Thermoxylä, dann mehre Male zur See ge-schlagen, wodurch A. den Muth so sehr verlor, daß er den Reinern nicht einmalden Übergang nach Kleinasien streitig machte, wo sie den Sieg bei Magnesia er-fochten und den A. zu dem schimpflichsten Frieden nöthigten. Als er in der Folgeaus dcm Temvel des Jupiter Elyinäus den Lebatz entführen wollte, wurde er mitallen seinen Leuten erschlagen. — Sein 2. Sohn A. EpiphaneS (der in derGeschichte derMaccabäer als der ärgste Tvrann gegen die Juden aufgeführt wird)griff den ägvprischen König Ptolemäus Philopator an und belagerte Alerandricn,das er aber nach einiger Zeit, sowie ganz Agvpten, verließ, da sich die Römer desPtolemäuS annahmen. Ihm folgten noch mehre syrische Könige unter d. N. An-tiochuS, mit verschiedenen Beinamen, bis endlich A.A siaricuS vonPompcjuSvertrieben, und Svrien (s. d.) zur römischen Provinz gemacht wurde.
Antiope, Tochter des Königs Nykteu? von Theben, nach Homer des Aso-puSstusseS, berühmt durch ganz Griechenland wegen ihrer außerordentlichen Schön-heit. Epopeus, König von Sievum, entführte und hcirachete siez LrkuS aber,des NykteuS Nachfolger, welcher diesim versprochen hatte, ihn an seiner Tochterzu rächen, erschlug den Epopeus und führte die A. gefangen nach Theben, wo ersie seiner Gemahlin Dirce übergab, von der sie auf das grausamste gemißhandeltwurde. Es gelang jedoch der A. zu entrinnen und sich durm ihre Söhne gerächt zusehen. Sie rühmte sich, aus der Umarmung des Jupiter den ZelkuS und Amphiongeboren zu haben. Übrigens wird ihre Geschichte sehr verschieden erzählt.
Antiparos, s. Paros.
Antipater, Feldherr und vertrauter Freund Philipps von Macedonien.Alexander ließ ihn, da er nach Asien zog, als Statthalter über Macedonien zurück.Wiewol er diesenPosten rühmlich verwaltete, indem er den aufrührerischen Statt-