Band 
Erster Band. A bis Bl.
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337
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Antonius von Padua Antonius (Marcus) 337

den eingeschlossen, aus Mangel an Wasser in die äußerste Noth; da erhob sichein furchtbarer Sturm; ein Platzregen eiffrischte das Heer, und die O.uaden wur-den geschlagen. Darauf baten die Markomannen, dieB.uaden, sowie die übrigenBarbaren, umfrieden. Die Empörung des syrischen Statthalters, AvidiuS Caf-siuS, der sich Ägypten und die Länder innerhalb des TauruS unterworfen hatte,rief den Kaiser von seinen Siegen ab ; aber noch ehe er Asien erreichte, war derAufrührer von seinen Anhängern ermordet worden. Marc Aurel verzieh allen Theil-nehmern, zog triumphirend in Rom ein und beschäftigte sich mit den innern Ange-legenheiten, bis neue Angriffe der Markomannen ihn nöthigten, abermals gegensie ins Feld zu ziehen. Er besiegte sie zu verschiedenen Malen, erkrankte aber inSirmium, und starb nach Aurel. Victor) zu Vindobona im 59. Jahre s. Altersund im 19. s. Regierung. — Die beste AuSg. der von ihm griechisch geschriebenen„Betrachtungen über sich selbst", in welchen er sich als einen Anhänger der Lrtoazeigt, sind, von Casaubonus (Lond. 1643), MoruS (Leipz. 1"5) und Schulz(1802); Übcrs. von Schulz und Kühn mit Anmerk. — Der große MarcuS ge-hört zu den besten Kaisern, welche Rom beberrscbt haben, obgleich seine Philoso-phie und die natürliche Großmuth seines Charakters ihn nicht abgehalten haben,die Verfolgung der Christen (s. d.> in Gallien zu befehlen.

A ntonius von P a du a, der heilige, geb. d. 15. Aug. 1195 in einervornehmen Familie zu Lissabon, einer der berühmtesten Schüler des heil. Franz vonAssisi und ein thätiger Verbreiter des FranziScemerordenS, dem er 1220 beigetre-ten war, wurde auf einer Fahrt nach Afrika , wo er Märtyrer des christlichen Glau-bens zu werden wünschte, an die Küsten von Italien verschlagen und predigte mitgroßem Beifall in Montpellier, Toulouse, Bo'ogna und Padua , wo er den 13.Juni 1231 starb. Die von ihm vorhandenen Legenden sind voll Märchen; ein-stimmig rühmen sie aber sein Talent als Prediger; nach der Legende sind selbst dieFische dadurch gerührt worden. Die katholische Kirche, besonders in Portugal undItalien, verehrt ihn als einen ihrer vorzüglichsten Heiligen, unter die Papst Gre-gor I X. ihn 1232 versetzte. Zu Padua ist ihm eine Kirche mit seinem Grabmalegeweiht, das ein Meisterstück der Bildhauerkunst ist. 31.

AntoniuS (MarcuS), ber Triumvir, Sobn des PrätorS und Enkel desRedners gl. N., geb. 68 I. v. Chr., war durch s. Mutter Julia, eine Frau vonausgezeichneten Eigenschaften, mit Cäsar'S Familie verwandt. Ausschweifungenund -Lchulden bezeichnen seine Jugend. Berettsamkeit und Kriegskunst zu studi-rcn ging er nach Griechenland und folgte von dort dem Consul Gabinius aufeinem Feldzug in Syrien. Er zeigte sowol hier als in Ägypten , wo er den Ptole-mäuS Auleteü einsetzen half, viel Muth und Thätigkeit. Die eLoldatcn, gegendie er sich überaus freigebig, nachsichtig und vertraulich bezeigte, w wannen ihnsehr lieb. In Roni verband er sich mit Curio und unterstützte wie dieser diePartei Cäsar'S. Er ward Augur und Volkstribun; aber durch einige Vorschlägeerregte er einen solchen Haß gegen sich, daß er mit Curio uud CassiuS LonginuS in Cäsar'S Lager eine Zuflucht suchte: dieser Schritt ward einer von den Verwän-den zum Bürgerkriege. Bei dem Ausbruche desselben (Cäsar gegen Pompejus )ward A. von Cäsar zum Oberbefehlshaber von Italien ernannt; später fübrteer ihm eine beträchtliche Macht nach EpiruS zu Hülfe. In der pharsalischenSchlackt befehligte er den linke» Flügel und kam als Magister equitum und Statt-halter von Italien nach Rom zurück. Durch Ausschweifungen und Gewaltthätig-keiten entwürdigte er sich so sehr, daß Cäsar ihn bei seine. Rückkehr mit Kälte be-handelte. Um diese Zeit verbeiraihete er sieb mit des ClodiuS Witwe Fulvia, welcheihn eine Zeitlang despotisch beherrschte. Als Cäsar aus Spanien zurückkam, ge-wann A. turch die schimpflichsten Schmeicheleien seine Gunst wieder uud ward44 vor Cbr. sein Mikconsul. Damals warf er sich am Luperealienfest effent-Cotw.'riaüvnsrLez'ievti. Bl>. I. 22