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Erster Band. A bis Bl.
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AntomuS der Heilige

Italien zu OctavktiS's Gunsten entschieden ward. Fulvia's Tod erlciel terke dieAussöhnung, welche durch die Vermahlung des A. niik Octavia, der Schwesterdes OctaviuS , besiegelt ward. Die beiden Herren des römischen Reichs machte»eine neue Theilung. A. bekam den Orient, OctaviuS den Occident. Dem schwerchen LepiduS wurde zunr Schein Afrika zugetheilt. Mit SexttiS Pompejus,der das mittelländische Meer beherrschte, ward ein Vertrag geschlossen. A. ginghierauf nach Athen, machte einen wenig rühmlichen Feldzug gegen die Parther und kam dann nach Italien zurück. Durch die Vermittelung derOctavia herrschte,dem Anschein nach, vollkommenes Einverständniß zwischen den beiden Trimmvirn; allein nach seiner Rückkehr in Asien ergab sich A. dem schamlosesten Leben,verschwendete, das Interesse des StaatS verletzend, Provinzen und ganze Reichean .Cleopatra , und übte die offenbarsten Ungerechtigkeiten. Nach einem zweitenschimpflichen Feldzuge gegen die Parther nahm er den König von Armenien , Arta-vaskeS, den er der Treulosigkeit beschuldigte, durch Vcrrätherci gefangen undführte ihn:m Triumph nach Alerandrien. OctaviuS versäumte nicht, nur Be-ziehung auf A.'S Betragen, das Mißvergnügen der Römer gegen ihn zu reizen.Der Krieg zwischen beiden Nebenbuhlern ward unvermeidlich, und beide singenan sich zn rüsten. A. versäumte, unter beständigen Festen, seine wichtigstenAngelegenheiten und füllte die Insel Samos , den Lammelplatz seiner Truppen,mir Musikern, Gauklern und Scbwelgern. Don Ocravia trennte er sich öffent-lich. Dieser Maßregel mußte allgemeine Mißbilligung folgen, da Octavia'SEdclmuch bekannt, und Kleopatra's hochfahrender Sinn allgemein verhaßt war.Endlich erklärte man zu Rom der Königin AayptenS den Krieg und entsetzteA. seines ConsnlatS und seiner Statthalterschaft. Jede Partei sammelte ibreStreitkräfte, und A. verlor in dcr Seeschlacht bei Actium (s. d.), 31 v. Cbr.,die Herrschaft der Welt. Er folgte schimpflich der fliehenden Klecpatra. DasLandheer erwartete ihn vergebens und unterwarf sich dem Sieger. Darauf gingA. nach Libyen , wo ein nicht unbedeutendes, von ihm daselbst zurückgelassenesHeer seine letzte Hoffnung war. Bei seiner Ankunft mußte er sehen, daß es diePartei des OcraviuS ergriffen hakte, und sein Schmerz darüber war so groß,das; man ihn nur mit Mühe am Selbstmord hinderte. Er kehrte nach Agvprenzurück und lebte in finsterer Zurückgezogenheit, bis es der Kleopatra gelang, ihn inihren Palast und zu der vorigen Lebensweise zurückuisuhren. Ihre Feste wurdendurch Oetavius's Ankunft unterbrochen, der alle Vorschläge dcr Unterwerfung ver-warf. Bei seiner Erscheinung vor Alexandrien schien A. den alten Muth wieder-zufinden. Er machte eine» Ausfall an dcr Spitze seiner Reiterei und schlug diefeindliche zurück; später aber, von der ägvpt. Flotte und seinem Heere verlassen,und in dem Argwohne, von Kleopatra selbst verrathen zu sein, verlor er aufs neueden Muth. Er begab sich in den Palast dcr Königin, um an ih. Rache zu nehmen;sie rettete sich jedoch durch die Fluckt und täuschte ihn durch das falsche Gerüchtihres Todes. Entschlossen, ebenfalls zu sterben, stürzte er sich nunmehr in seineignes Schwert (30 vor Chr.). Plutarch erzählt, A. habe seinen Sklaven Eros aufgefodert ihn zu tödten; dieser habe sich gestellt, als sei er bereit zu gehor-chen, habe ihm geheißen, das Gesicht abzuwenden, und sei, sich selbst durchboh-rend, todt zu seinen Füßen gesunken, worauf denn A., gerührt durch diesen Be-weis von heldenmütküger Anhänglichkeit, sich in dasselbe Schwert gestürzt habe.Auf die Nachricht, daß Kleopatra noch lebe, ließ sich A. zu ihr bringen, um inihren Armen zu sterben. (Dgl. Au g u st u s und Kleopatra .)

A ntonius dcr Heilige, auch der Große, Stifter des KlosierlebenS, geb.251 zu Koma bei Heraklea in Oberägvpte», ging, da er den Reiz der Wissen-schaften nie kennen, wahrscheinlich auch nie lesen gelernt hatte, 285 aus Andachts-tneb in die Einsamkeit. Um 305 vereinigten sich mehre Einsiedler mit ihm, wodurch

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